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Peer Hochscheid, Referent für Infrastruktur, Mobilität und maritime Wirtschaft, arbeitet im Geschäftsbereich Standortpolitik der IHK Flensburg.
Peer Hochscheid, Referent bei der IHK Flensburg
Welche Aufgaben bestimmen Ihren Arbeitstag bei der IHK?
Um in der Sprache des Fachbereichs zu bleiben: Ich baue Brücken. Ich analysiere laufende und geplante Projekte, identifiziere Risiken und Chancen für Unternehmen und beobachte politische Anknüpfungspunkte. Daraus entwickle ich konstruktive IHK-Positionen, verfasse Stellungnahmen und bringe Anliegen in Verfahren ein. Kurzum: Ich vermittle zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Politik, um Prozesse zu optimieren. Am meisten Freude machen mir maritime Projekte. Im IHK-Bezirk Flensburg treffen Landeshäfen, Kommunal- und Privathäfen aufeinander – ein vielfältiges, anspruchsvolles Umfeld mit spannenden Unternehmen. Ebenso reizt mich die Schieneninfrastruktur und die Anbindung der Häfen – trotz langer Projektzyklen und oft knapper Mittel.
Wie erleben Sie das Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Interessen und gesellschaftlichen Anliegen?
Bei Infrastrukturprojekten entstehen unterschiedliche Perspektiven, aber weniger Konfrontation als erwartet. Akzeptanz – beispielsweise für Umweltbelange – ist meist da; Knackpunkte sind die lange Dauer und Verzögerung durch Planungs- und Gerichtsverfahren. Wichtig ist aus meiner Sicht, alle Akteure früh einzubinden.
Können Sie Lehren aus Ihrem Studium in Ihrer Arbeit bei der IHK einbringen?
Ja. Mein Master „Komplexes Entscheiden“ ist im Kern wie eine Übersetzerschule: Ich habe gelernt, wirtschaftliche, politische und juristisch-administrative Logiken und „Sprachen“ zu verstehen und mit spezialisierten Akteuren zielführend zu kommunizieren. Das hilft mir bei der IHK täglich – auch um Sachverhalte schnell, gründlich und aus mehreren Perspektiven zu erfassen.
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Peer Hochscheid