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Flensburg: Watertight Communications

Technische Dokumentation – ein Qualitätsmerkmal

Technische Dokumentation ist für jedes Unternehmen verpflichtend, das entsprechende Produkte herstellt und verkauft. Doch gerade im Norden mangelt es an Fachpersonal. Dr. Marion Wittkowsky möchte mit ihrem Start-up Watertight Communications helfen, die Lücken zu schließen.
Marion Wittkoswky, Gründering von Watertight Communications
Marion Wittkoswky, Gründering von Watertight Communications © privat
Der Gesetzgeber fordert technische Dokumentation ein; Wartungstechniker und Endkunden benötigen professionell aufbereitete Informationen zu allen Produkten, die im weitesten Sinne mit Technik zu tun haben. Dasselbe gilt für Software-Anwendungen. Im Idealfall kümmern sich Fachleute um eine professionelle Dokumentation, wie die Absolventen des Studiengangs „Internationale Fachkommunikation“ an der Hochschule Flensburg, der technische Übersetzung und technische Redaktion umfasst – aber demnächst ausläuft. Grund dafür ist, dass sich im Norden nicht mehr genügend Studierende für die Fachrichtung eingeschrieben hatten. Dabei sei der Bedarf in der Wirtschaft enorm hoch, erklärt Marion Wittkowsky, die seit 2007 in unterschiedlichen Positionen an der Hochschule tätig ist und das Ende des so wichtigen Studiengangs dort nicht nachvollziehen kann. Schließlich habe er besonders qualifizierte und vielseitige Experten hervorgebracht, die auf die unterschiedlichen Anforderungen des Berufs besonders gut vorbereitet wurden und von vielen Firmen als „Plug&Play“ empfunden werden.
In vielen Unternehmen werde die technische Dokumentation leider eher „nebenbei“ erledigt, erklärt sie. Jede Abteilung nutze nicht selten ihre eigene Terminologie; von der gewünschten Standardisierung und Qualität sei das Ergebnis oft weit entfernt. Häufig seien es Ingenieure, die sich neben ihren eigentlichen Aufgaben um die Dokumentation kümmern müssten. In kleinen Unternehmen fehlen die personellen Kapazitäten meist ganz. „Ich habe erfahren, dass Unternehmen Schwierigkeiten haben, ihre Dokumentationsprozesse zu ordnen“, sagt sie. Mit dem Ziel, Fachleute aus dem gesamten Bundesgebiet an Unternehmen zu vermitteln, die zum Beispiel auch dezentral und projektbezogen auf Basis freier Mitarbeit unterstützen können, hat sie den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Sie bietet außerdem Mitarbeiterschulungen an, um den Betrieben zu einer besser organisierten und qualitativ hochwertigeren technischen Dokumentation zu verhelfen. Es sei wichtig, diese bei der Produktentwicklung von Beginn an mitzudenken.
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