Von der Rekrutierung zur Integration: damit das Ankommen gelingt
Erfahrungen aus Rekrutierungsprojekten der IHK zeigen: Unternehmen brauchen längerfristige Unterstützung
Die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte aus Drittstaaten ist für viele Unternehmen zu einem wichtigen Baustein geworden, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Doch erfolgreiches internationales Recruiting endet nicht mit der Auswahl der Teilnehmenden oder der Vertragsunterzeichnung. Entscheidend ist das gelungene Ankommen der neuen Mitarbeitenden.
Hier sind die beiden Projekte „Hand in Hand for International Talents“ und „African Skills for Germany – Azubis aus Nigeria“ besonders erfolgreich. Beide haben einen wesentlichen Baustein gemeinsam: die umfassende Begleitung über den gesamten Prozess hinweg. Vom ersten Vorstellungsgespräch über die Einreisevorbereitung bis hin zur Unterstützung bei Behördengängen stehen sowohl dem Unternehmen als auch den Fachkräften qualifizierte Ansprechpartner aus dem Partnernetzwerk zur Seite.
Über das deutsch-nigerianische Azubiprojekt haben drei junge Menschen aus Afrika einen Ausbildungsplatz beim Hitel IV Jahreszeiten in Kühlungsborn bekommen.
„In den vergangenen Monaten konnte ich die Einreise von einigen internationalen Fachkräften aus unterschiedlichen Ländern begleiten“, sagt Katharina Hahn, Projektkoordinatorin im Bereich Fachkräftesicherung in der IHK zu Rostock. Dabei sei schnell deutlich geworden, dass
kein Prozess dem anderen gleicht. Jede Fachkraft bringe ihre eigene Geschichte, ihre Erwartungen und ihre kulturellen Erfahrungen mit. „Genau diese Vielfalt macht diese Arbeit so spannend und bereichernd“, fügt Katharina Hahn hinzu.
kein Prozess dem anderen gleicht. Jede Fachkraft bringe ihre eigene Geschichte, ihre Erwartungen und ihre kulturellen Erfahrungen mit. „Genau diese Vielfalt macht diese Arbeit so spannend und bereichernd“, fügt Katharina Hahn hinzu.
Positive Rückmeldungen von den Unternehmen
Von den Unternehmen erhält die IHK viele positive Rückmeldungen sowohl zu den Projekten als auch zur Zusammenarbeit mit den neuen Mitarbeitenden. „Die schnellen Fortschritte in Arbeit und Sprache durch Flavio haben das Potenzial des internationalen Marktes bei der Fachkräftesuche bewiesen“, sagt Tim Warning, Personalreferent bei der Ilim Nodic Timber GmbH & Co.KG über seinen brasilianischen Mechatroniker, der seit September 2025 in Wismar lebt und arbeitet.
Internationale Rekrutierung bedeutet nicht nur, offene Stellen zu besetzen. Sie bedeutet vor allem, Menschen auf einem bedeutenden Schritt in ihrem Leben zu begleiten, denn beruflicher Erfolg hängt nicht allein von der fachlichen Qualifikation ab, sondern auch wie gut die Integration
in das Unternehmen, das Team und das neue Lebensumfeld gelingt.
in das Unternehmen, das Team und das neue Lebensumfeld gelingt.
Interkulturelle Kompetenz spielt eine entscheidende Rolle. Sie bildet die Grundlage für gegenseitiges Verständnis, wertschätzende Zusammenarbeit und eine Willkommenskultur, von der sowohl internationale Fachkräfte als auch Unternehmen profitieren.Katharina Hahn, Projektkoordinatorin bei der IHK zu Rostock
„Mein Leben schlug ein neues Kapitel auf, als ich zum ersten Mal einen Fuß nach Rostock setzte. Ich trat eine neue Stelle an – ein weiterer Schritt auf meinem beruflichen Weg“, sagt Sophia Hang, die im Juni 2025 aus Vietnam zum Arbeiten und Leben nach Rostock kam. „Auch wenn ich weit entfernt von meinen Liebsten bin, habe ich hier neue Menschen gefunden, die mir sehr am Herzen liegen. Es ist wunderbar, sowohl meine Arbeit als auch mein Leben hier zu genießen.“
Neues Angebot: Interkulturelle Trainings
Sophias Geschichte zeigt, wie bereichernd eine gelungene soziale und berufliche Integration sein kann. Dieser Weg ist aber nicht selbstverständlich. Viele internationale Fachkräfte erleben neben beruflichen Chancen auch Herausforderungen beim Ankommen in einem neuen
Land: sprachliche Hürden, unterschiedliche Arbeits- und Kommunikationskulturen sowie das Fehlen eines sozialen Netzwerks können den Integrationsprozess erschweren.
Land: sprachliche Hürden, unterschiedliche Arbeits- und Kommunikationskulturen sowie das Fehlen eines sozialen Netzwerks können den Integrationsprozess erschweren.
Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen ihre neuen Mitarbeitenden nicht nur fachlich begleiten, sondern auch ein Umfeld schaffen, in dem sie sich willkommen fühlen. „Dabei spielt interkulturelle Kompetenz eine entscheidende Rolle“, sagt Katharina Hahn. „Sie bildet die Grundlage für gegenseitiges Verständnis, wertschätzende Zusammenarbeit und eine Willkommenskultur, von der sowohl internationale Fachkräfte als auch Unternehmen profitieren.“
Die Erfahrungen aus den Projekten haben gezeigt, dass erfolgreiche Integration weit über organisatorische Prozesse hinausgeht. Dies war der Anstoß dafür, zukünftig auch interkulturelle Trainings anzubieten. Ziel ist es dabei, interkulturelle Kompetenzen aller Beteiligten zu stärken.
Die Trainings werden zunächst als kulturallgemeine Sensibilisierungstrainings angeboten und richten sich zum Beispiel an Personalverantwortliche, Recruiter sowie an gemischte Teams als auch internationale Beschäftigte und Auszubildende.
Die Trainings werden zunächst als kulturallgemeine Sensibilisierungstrainings angeboten und richten sich zum Beispiel an Personalverantwortliche, Recruiter sowie an gemischte Teams als auch internationale Beschäftigte und Auszubildende.
So soll das neue Angebot dazu beitragen, Menschen beim Ankommen in der Region zu unterstützen und kulturelle Vielfalt als Bereicherung für Arbeits- und Lebensalltag zu gestalten.
Kontakt
Katharina Hahn
