Kohlenstoff­grenzausgleichs­mechanismus (CBAM) - Webinar im Januar 2024

Aktuelles über CBAM – Webinar im Januar 2024

Ende Januar steht die Einreichung des ersten CBAM-Berichtes der im Oktober begonnenen Übergangsphase bevor. Aus diesem Grund bieten die IHKs Koblenz, Rheinhessen, Trier und Pfalz sowie die IHK Saarland ein Webinar zu CBAM (zur Anmeldung) an. Am 16. Januar 2024 von 13 bis 14 Uhr werden Richard J. Albert und Markus Staben der Ernst&Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auf die Grundsätze von CBAM eingehen und weitergehend den aktuellen Informationsstand darlegen. Im Anschluss wird es die Möglichkeit für Fragen und eine Diskussion geben.

Allgemeine Informationen über CBAM

Am 17. August 2023 hat die EU-Kommission die CBAM-Durchführungsverordnung veröffentlicht, die die detaillierten Berichtspflichten für den Übergangszeitraum des neuen EU-CO2-Grenzausgleichssystems darlegt. Der Übergangszeitraum beginnt am 1. Oktober 2023 und läuft bis Ende 2025. Zu Beginn sehen vereinfachte Regeln des CBAM eine quartalsjährliche Meldepflicht vor. Die erste Meldung ist also im Januar 2024 abzugeben. Diese Regeln sollen schrittweise verschärft werden. Ab 1. Januar 2025 werden Einfuhren nur noch mit CBAM-Zertifikaten möglich sein. Parallel dazu, soll die Zuteilung der kostenlosen Emissionszertifikate für die betroffenen Sektoren abgeschafft werden. Die EU-Kommission hat zudem Leitlinien für EU-Einführer und Nicht-EU-Anlagen, sowie ein Excel-Vorlage zur CBAM-Kommunikation innerhalb der Lieferkette veröffentlicht. Wie von der DIHK gefordert plant die EU-Kommission ein IT-Tool, das Unternehmen die CBAM-Umsetzung erleichtern soll.
Der CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism, CBAM) soll parallel zum EU-Emissionshandelssystem (EU ETS) bestehen und einen CO2-Zoll für importierte Waren widerspiegeln, um die Differenz zwischen dem im Produktionsland gezahlten Kohlenstoffpreis und dem höheren Preis der Kohlenstoffzertifikate im EU-Emissionshandelssystem auszugleichen. Falls der Einführer nicht in der EU ansässig ist, muss der indirekte Zollvertreter den Antrag stellen und somit kommen auch auf die Logistikbranche neue Aufgaben hinzu. Zudem soll es die bisherigen EU-Mechanismen zur Verhinderung von Carbon Leakage, insbesondere die kostenlose Zuteilung von ETS-Zertifikaten, ersetzen.
Erfasst werden sollen vor allem Produkte aus kohlenstoffintensiven Sektoren. Dazu zählen:
  • Eisen und Stahl,
  • Zement,
  • Düngemittel,
  • Aluminium,
  • Elektrizität und
  • Wasserstoff.
Auch die indirekten Emissionen werden in die Verordnung einbezogen.