IHK-Top-Projekte 2026
- Wirtschaftskrise bewältigen
InstrumenteKommunalwahl 2026 wirtschaftspolitisch begleitenDie Qualität eines Wirtschaftsstandortes entscheidet mit darüber, wie wettbewerbsfähig und damit krisensicher die ansässigen Unternehmen sind. Mit der Kommunalwahl Niedersachsen am 13. September 2026 werden wichtige Weichen gestellt, die Einfluss auf die Standortqualität haben. Wir möchten Orientierung geben über die wirtschaftspolitischen Positionen der zur Wahl stehenden Kandidaten und Parteien. Anders herum wollen wir den Kandidaten und Parteien unsere IHK-Positionen vermitteln.Freihandel fördernDer zunehmende Protektionismus gewinnt immer stärker an Bedeutung und trägt mit zu der aktuellen Wirtschaftskrise in Deutschland bei. Umso wichtiger werden Freihandelsabkommen. Wir möchten Wege zur Beförderung von Freihandel aufzeigen.Verkehrsinfrastrukturprojekte monitoren'Eine leistungsfähige und gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur ist Voraussetzung für eine erfolgreiche und krisensichere Wirtschaft. Sie bringt Wachstum und Beschäftigung und ist zudem für die Erfüllung sicherheitspolitischer Verpflichtungen von großer Bedeutung. Wir möchten uns dafür einsetzen, dass unsere Wirtschaftsregion am Sondervermögen Infrastruktur angemessen partizipiert und Planung und Genehmigung der Maßnahmen beschleunigt werden. Hierzu bauen wir ein KI-gestütztes Monitoring der wichtigsten Vorhaben unserer Region auf.Energiewende neu ausrichten'Eine erfolgreiche Energiewende braucht - gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten - marktwirtschaftliche Anreize, Technologieoffenheit, weniger Bürokratie und internationale Koordinierung - das zeigt die DIHK-Studie „Neue Wege für die Energiewende“. Zugleich wird mit dem „Net Zero Valley“ deutlich, dass unsere Region mit Projekten in den Bereichen Wind, Wasserstoff, Speicher, Netze und Dekarbonisierung das Potenzial hat, Modellregion für klimaneutrale Industrie zu werden. Wir möchten unsere Region weiter als Schrittmacher einer Energiewende positionieren, die Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit erfolgreich verbindet.SteuerüberlastungDie deutschen Unternehmen werden steuerlich deutlich stärker belastet als ihre Wettbewerber in vergleichbaren Industriestaaten. Das ist gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise ein großer Standortnachteil. Hinzu kommt die hohe Komplexität des Steuerrechts und der damit verbundene hohe Aufwand. Wir möchten die Themen Steuererleichterung und Steuervereinfachung im Interesse der Wirtschaft voranbringen.Unternehmensgründungen und Start-ups motivierenDie Gründungsneigung in Deutschland ist gering - es braucht bei uns mehr Pioniermut und Unternehmergeist. Beides sind die Grundlage für Innovation, wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftlichen Fortschritt. In einer fortdauernden Wirtschaftskrise sind positive Signale noch wichtiger. Wir möchten Gründerinnen und Gründer motivieren und ihre Erfolge in den Fokus stellen.Neue Fachkräftepotenziale hebenDer bestehenden Wirtschaftskrise können wir unter anderem dadurch begegnen, dass Fachkräftepotenziale stärker genutzt werden - insbesondere durch die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse über die IHK FOSA und durch die Zusammenarbeit mit der (neuen) Zentralen Ausländerbehörde des Landes. Teilqualifizierungen sowie die Einführung von Fremdsprachen in Sach- und Fachkunde unterstützen dabei die erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt. Wir möchten damit zur Fachkräftesicherung beitragen und internationale Kompetenzen gezielt für die Region nutzbar machen.
- Kommunalfinanzen
Die kommunale Finanzlage ist generell angespannt und vielerorts geprägt von wachsenden Sozial- und Personalausgaben sowie steigenden Defiziten. Wir möchten die Haushaltslagen der Stadt Osnabrück und der drei Landkreise unserer Wirtschaftsregion analysieren, mit Landes- und Bundeswerten vergleichen und Handlungsempfehlungen erarbeiten.
- Kooperation mit Auslandspartnern
Unsere Region unterhält vielfältige Partnerbeziehungen in das Ausland. Das gilt auf der Ebene unserer IHK für die Auslandshandelskammern (AHKs), auf der Ebene der Kommunen für die Partnerstädte und auf der Ebene der Unternehmen für ihre Auslandsniederlassungen. Wir möchten unsere Beziehungen zu ausgewählten Partnern systematisch intensivieren, beispielsweise zu bestimmten AHKs sowie zu Institutionen in den Partnerstädten der regionalen Kommunen (z. B. regionale IHKs in Angers/F und Derby/UK).
- Wirtschaftsberichterstattung in den Medien
Seriöse und professionelle Wirtschaftsberichterstattung bleibt auch im digitalen Zeitalter wichtig. Wir möchten unsere IHK für Unternehmen und Medienvertreter/Volontäre noch stärker als bisher als Diskussionsort zu aktuellen wirtschaftspolitischen Themen etablieren, Unternehmen in ihrer eigenen Medienarbeit unterstützen und unsere IHK-Medienarbeit generell bekannter machen.
- Sicherheit und Verteidigung
Mit der spätestens seit 2022 veränderten Sicherheitslage in Europa hat das Thema Sicherheit und Verteidigung (SV) an Bedeutung gewonnen. Die Sensibilität der Unternehmen aller Branchen für die (neue) Bedrohungslage ist gestiegen. Zudem versprechen wachsende Verteidigungsbudgets der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) neue Aufträge und zusätzliche Beschäftigung. Für die Regionen, in denen diese Unternehmen beheimatet sind, bedeutet dies ebenfalls mehr Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Wir möchten dazu beitragen, dass die Unternehmen unserer Region und damit unsere Region als Ganze von dieser Entwicklung profitieren.
- KI
Künstliche Intelligenz (KI) ist ein wichtiger Zukunftstreiber für die Wirtschaft. Mit unserer Stiftungsprofessur "Maschinelles Lernen" an der Universität Osnabrück und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) existieren in der Region praxisrelevante Angebote für den Mittelstand. Wir möchten diese Angebote noch besser nutzbar machen, um die Unternehmen beim Thema KI wirksamer zu unterstützen.
- Bürokratieabbau
Bereits im Jahr 2025 haben wir das Thema Bürokratieabbau priorisiert und - unter Beteiligung unserer Mitgliedsunternehmen - konkrete Regelungen ermittelt, die abgeschafft werden sollten. Im Jahr 2026 möchten wir das Thema mit neuen Instrumenten und innovativer Kommunikation weiterverfolgen.
- Brennpunkt Unternehmensnachfolge
Immer mehr Unternehmer möchten ihren Betrieb übergeben, doch geeignete Nachfolger sind immer schwerer zu finden. Oft wird bei der Nachfolge unterschätzt, dass emotional herausfordernde und rechtlich komplexe Sachverhalte gelöst werden müssen und dies häufig einen mehrjährigen Prozess erfordert. Wir möchten Unternehmer stärker für das Thema Nachfolge sensibilisieren und sie zu einer frühzeitigen und strukturierten Übergabeplanung motivieren.
- Weiterbildungskultur in der Region
Angesichts von veränderten Arbeitswelten und Fachkräftemangel ist es wichtig, die Qualifizierung, Motivation und Bindung von Beschäftigten zu stärken. Wir möchten unsere Mitgliedsunternehmen dabei unterstützen, durch gezielte Personalentwicklung und Qualifizierung ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.