Wirtschaftskrise bewältigen

Die Qualität eines Wirtschaftsstandortes entscheidet mit darüber, wie wettbewerbsfähig und damit krisensicher die ansässigen Unternehmen sind. Mit der Kommunalwahl Niedersachsen am 13. September 2026 werden wichtige Weichen gestellt, die Einfluss auf die Standortqualität haben. Wir möchten Orientierung geben über die wirtschaftspolitischen Positionen der zur Wahl stehenden Kandidaten und Parteien. Anders herum wollen wir den Kandidaten und Parteien unsere IHK-Positionen vermitteln.
Der zunehmende Protektionismus gewinnt immer stärker an Bedeutung und trägt mit zu der aktuellen Wirtschaftskrise in Deutschland bei. Umso wichtiger werden Freihandelsabkommen. Wir möchten Wege zur Beförderung von Freihandel aufzeigen.
'Eine leistungsfähige und gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur ist Voraussetzung für eine erfolgreiche und krisensichere Wirtschaft. Sie bringt Wachstum und Beschäftigung und ist zudem für die Erfüllung sicherheitspolitischer Verpflichtungen von großer Bedeutung. Wir möchten uns dafür einsetzen, dass unsere Wirtschaftsregion am Sondervermögen Infrastruktur angemessen partizipiert und Planung und Genehmigung der Maßnahmen beschleunigt werden. Hierzu bauen wir ein KI-gestütztes Monitoring der wichtigsten Vorhaben unserer Region auf.
'Eine erfolgreiche Energiewende braucht - gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten - marktwirtschaftliche Anreize, Technologieoffenheit, weniger Bürokratie und internationale Koordinierung - das zeigt die DIHK-Studie „Neue Wege für die Energiewende“. Zugleich wird mit dem „Net Zero Valley“ deutlich, dass unsere Region mit Projekten in den Bereichen Wind, Wasserstoff, Speicher, Netze und Dekarbonisierung das Potenzial hat, Modellregion für klimaneutrale Industrie zu werden. Wir möchten unsere Region weiter als Schrittmacher einer Energiewende positionieren, die Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit erfolgreich verbindet.
Die deutschen Unternehmen werden steuerlich deutlich stärker belastet als ihre Wettbewerber in vergleichbaren Industriestaaten. Das ist gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise ein großer Standortnachteil. Hinzu kommt die hohe Komplexität des Steuerrechts und der damit verbundene hohe Aufwand. Wir möchten die Themen Steuererleichterung und Steuervereinfachung im Interesse der Wirtschaft voranbringen.
Die Gründungsneigung in Deutschland ist gering - es braucht bei uns mehr Pioniermut und Unternehmergeist. Beides sind die Grundlage für Innovation, wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftlichen Fortschritt. In einer fortdauernden Wirtschaftskrise sind positive Signale noch wichtiger. Wir möchten Gründerinnen und Gründer motivieren und ihre Erfolge in den Fokus stellen.
Der bestehenden Wirtschaftskrise können wir unter anderem dadurch begegnen, dass Fachkräftepotenziale stärker genutzt werden - insbesondere durch die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse über die IHK FOSA und durch die Zusammenarbeit mit der (neuen) Zentralen Ausländerbehörde des Landes. Teilqualifizierungen sowie die Einführung von Fremdsprachen in Sach- und Fachkunde unterstützen dabei die erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt. Wir möchten damit zur Fachkräftesicherung beitragen und internationale Kompetenzen gezielt für die Region nutzbar machen.