Berufsschulen, E233, A33 Nord, Wasserstoff, Mobilfunk und vieles mehr - IHK beschließt klare Positionen zur Kommunalwahl

Die Vollversammlung der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim hat in ihrer Sitzung am 17. März 2026 die Kommunalpolitischen Positionen 2026 beschlossen, die von den ehrenamtlich engagierten Unternehmerinnen und Unternehmern erarbeitet wurden. Damit präsentiert die IHK im Namen von mehr als 68.000 Unternehmen der Region Empfehlungen für wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen in den kommenden fünf Jahren. Mit Blick auf die Kommunalwahl am 13. September 2026 richtet sich das Papier an Parteien, Fraktionen sowie an alle Kandidatinnen und Kandidaten für hauptamtliche oder ehrenamtliche kommunale Mandate – einschließlich der Bürgermeisterinnen, Bürgermeister sowie Landrätinnen und Landräte.
„Die Kommunalpolitischen Positionen 2026 (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 256 KB) sind unser Gesprächsangebot an die kommunalen Entscheidungsträgerinnen und -träger sowie an alle, die in den kommenden Monaten für ein Mandat kandidieren“, sagte IHK‑Präsident Uwe Goebel. „Unsere Region steht vor großen Veränderungen – von der Energie- und Verkehrswende über den demografischen Wandel bis hin zu neuen Sicherheits- und Infrastrukturanforderungen. Umso wichtiger ist es jetzt, klare Prioritäten zu setzen und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Kommunen zu sichern.“
Wie bereits 2021 zeigt die IHK in den neuen Positionen regionale Schwerpunkte auf. So sorgen in der Grafschaft Bentheim der Campus Berufliche Bildung oder der Ausbau des Schienenpersonennahverkehrs für wichtige Impulse. Jetzt kommt es hier darauf an, die neu entstandenen Möglichkeiten weiter auszubauen und eng mit den regionalen Unternehmen zu verknüpfen. Gleichzeitig bleibt in der Grafschaft die Verbesserung des lückenreichen Mobilfunknetzes ein wichtiges Zukunftsthema.
Im Emsland steht der vierstreifige Ausbau der E 233 im Mittelpunkt. Die Fortschritte bleiben bislang begrenzt, hier braucht es deutlich mehr Tempo in Planung und Umsetzung. Parallel entstehen mit der Weiterentwicklung des Energiestandortes und den laufenden Wasserstoffprojekten neue Perspektiven, die für die Unternehmen nutzbar gemacht werden sollten.
In der Stadt Osnabrück stehen leistungsfähige Schulen, die Entwicklung einer attraktiveren Innenstadt sowie eine gut organisierte Verkehrsinfrastruktur im Mittelpunkt. Die künftige Stadtpolitik muss insbesondere Erreichbarkeit, Aufenthaltsqualität und die Modernisierung der Infrastruktur im Blick behalten.
Im Landkreis Osnabrück liegen die Schwerpunkte auf der gemeinsamen Entwicklung von Gewerbeflächen, der Sicherstellung guter Erreichbarkeit und einer verlässlich digital arbeitenden Verwaltung. Die Fertigstellung der A33 Nord bleibt für die Region ein wesentliches Anliegen, um die überregionale Anbindung zu stärken.
Besonders hebt das Positionspapier den steigenden Bedarf an resilienten Strukturen hervor – im Gesundheitswesen, in der kommunalen Gefahrenabwehr und bei kritischen Infrastrukturen wie IT, Energie und Wasser. Die jüngsten Krisen haben gezeigt, wie stark Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Bürger voneinander abhängig sind. Hier fordert die IHK klare Zuständigkeiten und eine bessere digitale Vernetzung.