IHK-Neujahrsempfang 2026: Gemeinsam Grenzen überwinden – für Wachstum, offene Märkte und einen starken Wirtschaftsstandort

Unter dem Motto #GemeinsamGrenzenlosHandeln hat die IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim ihren traditionellen Neujahrsempfang im Alando Ballhaus in Osnabrück ausgerichtet. Rund 600 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Verbänden waren der Einladung gefolgt. Im Mittelpunkt standen die internationale Ausrichtung der regionalen Wirtschaft, die Bedeutung offener Märkte sowie die Notwendigkeit einer konsequenten Wachstumsagenda.
IHK-Präsident Uwe Goebel machte in seiner Rede deutlich, dass Wachstum die zentrale Voraussetzung für Wohlstand, Beschäftigung und die Finanzierung des Sozialstaats sei. „Die Mitte der Gesellschaft trägt unser System – mit Steuern und Sozialabgaben. Dauerhafte zusätzliche Belastungen lösen die Probleme nicht. Wir brauchen Wachstum“, betonte Goebel. Voraussetzung dafür seien wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und eine klare politische Prioritätensetzung zugunsten der Wirtschaft. Dafür wählte der IHK-Präsident ein Bild aus dem Sport: Das „Team Landesregierung“ und jeder Mitarbeiter des Landes müssten sich fragen, ob ihr Handeln auf das Ziel wirtschaftlichen Wachstums einzahle. Nur so seien politische Erfolge, also Tore und Titel, nachhaltig möglich.
Einen besonderen Schwerpunkt legte der IHK-Präsident auf die Internationalität der regionalen Unternehmen. „Gerade unsere Region lebt vom Außenhandel. Export und internationale Kooperationen haben maßgeblich zu Wachstum und Beschäftigung beigetragen“, so Goebel. Angesichts weltweit zunehmender protektionistischer Tendenzen sei es umso wichtiger, sich klar zu offenen Märkten und Freihandel zu bekennen. Die IHK setze dabei auf das weltweite Netzwerk der Auslandshandelskammern und unterstütze Unternehmen aktiv bei der Erschließung internationaler Märkte.
Mit Blick auf das neue Jahr rief IHK-Präsident Goebel zu mehr gemeinschaftlichem Handeln auf: „Grenzen überwinden – geografisch, politisch und im Denken. Nur wenn Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir die Chancen der Internationalität nutzen und unsere Region zukunftsfähig aufstellen.“
Als Hauptredner des Abends sprach der Niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies. Er unterstrich die Bedeutung eines engen Schulterschlusses zwischen Politik und Wirtschaft und hob die Rolle Niedersachsens als starker Industriestandort im internationalen Wettbewerb hervor. Jede politische Entscheidung müsse sich daran messen lassen, ob sie Arbeitsplätze sichere und wirtschaftliche Dynamik ermögliche.
Im anschließenden Speed-Talk diskutierten Ministerpräsident Lies und IHK-Präsident Goebel gemeinsam mit Susanne Gellert, President & CEO der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer New York, sowie Bernard Krone, Aufsichtsratsvorsitzender der Krone Gruppe in Spelle, über internationale Märkte, geopolitische Rahmenbedingungen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Moderiert wurde die Talk-Runde von IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf.
Musikalisch begleitet wurde der Neujahrsempfang von der Sängerin Herva Novaku aus Nordhorn. Die Moderation des Abends übernahm Svenja-Marie Streuter. Beim anschließenden Empfang nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung.