Wirtschaft und Gesamtverteidigung: IHK-Regionalausschuss Region Osnabrück nimmt Sicherung von Wirtschaft und Infrastruktur in den Blick

In der aktuellen Sitzung des IHK-Regionalausschusses Region Osnabrück im Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Osnabrück widmeten sich die Ausschussmitglieder dem Thema der Gesamtverteidigung. „Die sicherheitspolitische Lage hat sich in den letzten Jahren spürbar verändert und mit ihr die Bedrohungslage für Unternehmen“, erläuterte der Ausschussvorsitzende Sebastian Kotte die Themenwahl.
Oberstleutnant Thomas Gernhuber vom Landeskommando Niedersachsen der Bundeswehr schuf dabei einen Überblick über Bedrohungsszenarien, Aufgabenverteilung und den Bezug zur Wirtschaft. „Es ist elementar wichtig, dass sich jedes Unternehmen resilient aufstellt und für sich die geeigneten Maßnahmen für die verschiedenen Bedrohungslagen ergreift“, betonte er. Die Bedrohungsszenarien seien dabei komplex: von Desinformation über Cyberkriminalität und Spionage bis zur Sabotage.
Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte Stefan Sennekamp von der Amprion GmbH den aktuellen Projektfortschritt der Errichtung einer Konverterstation in Bohmte im Osnabrücker Land vor. „Damit entsteht im Osnabrücker Land ein Ort, an dem Energiewende gemacht wird“, so Sennekamp: „Der Nordsee-Windstrom wird hier ins Übertragungsnetz eingespeist und weiter verteilt.“ Damit sei für die Region die Chance verbunden, sich für die Energietechnik der Zukunft aufzustellen.
Zudem beriet der IHK-Regionalausschuss den Entwurf der IHK-Kommunalpolitischen Positionen zur Kommunalwahl 2026 und tauschte sich über die aktuelle wirtschaftliche Lage aus.
Der IHK-Regionalausschuss tagt dreimal im Jahr. Dort treffen sich ehrenamtlich tätige Unternehmerinnen und Unternehmer. Die Mitglieder tauschen sich mit Experten aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft aus. Außerdem erarbeiten sie Positionen für die Vollversammlung der IHK.