IHK-Fachausschuss Mobilität und Infrastruktur: Arbeits- und Fachkräfteeinwanderung auch in der Logistik als Chance nutzen

„Gerade in der Logistik nimmt der Arbeits- und Fachkräftemangel zu. Er wird sich durch den demografischen Wandel noch weiter verschärfen. Daher sind wir auf die Einwanderung ausländischer Fachkräfte angewiesen. Leider sind die Hürden bei Rekrutierung und Integration noch hoch. Wir brauchen daher weniger Formalismus und mehr Pragmatismus“, forderte Andreas Wolke-Hanenkamp, Ausschussvorsitzender und Geschäftsführer der NOSTA Logistics GmbH, auf der jüngsten Sitzung des IHK-Fachausschusses Mobilität und Infrastruktur, die jetzt bei der Mainka Bau GmbH & Co. KG in Lingen stattfand. Er betonte, dass Integration am Arbeitsplatz beginne und eine erfolgreiche Eingliederung in den Arbeitsmarkt vor allem durch eine gelebte Willkommenskultur in den Unternehmen gelinge.
„Wir brauchen außerdem sehr gut organisierte Behörden, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Fachkräfteeinwanderung unbürokratisch zu gestalten“, forderte Dr. Andreas Mainka, Geschäftsführender Gesellschafter der Mainka Bau GmbH & Co. KG und Gastgeber der Sitzung. „Unsere Fachkräftegewinnung in der Baubranche und der Logistik erfolgt beispielsweise über die bekannten Social-Media-Kanäle oder über unser erfolgreiches Mitarbeiterempfehlungsprogramm ‚Profis werben Profis‘“, erklärten Martin Deters, Leiter Personalwesen und Saskia Zwake, Personalreferentin bei Mainka.
„Ohne Zuwanderung wären die Engpässe am Arbeitsmarkt noch weitaus größer. Die Arbeitslosenquote lag 2024 im Arbeitsagenturbezirk Nordhorn mit 3,4 Prozent und im Agenturbezirk Osnabrück mit 4,9 Prozent noch unter der Quote in Niedersachsen mit 5,9 Prozent. Gleichwohl müssen wir die Mobilisierung des Arbeits- und Fachkräftepotentials weiter voranbringen“, betonte Reinhard Greß, Geschäftsführer Operativ der Arbeitsagentur Nordhorn.
„Es muss uns gelingen, Arbeits- und Fachkräfte im In- wie im Ausland viel schneller und unbürokratischer zu rekrutieren. Nur so bleibt unsere Wirtschaft trotz des demographischen Wandels leistungsfähig“, forderte Anke Schweda, IHK-Geschäftsbereichsleiterin Standortentwicklung.
Der aus ehrenamtlich tätigen Unternehmerinnen und Unternehmern bestehende IHK-Fachausschuss Mobilität und Infrastruktur trifft sich dreimal jährlich. Seine Mitglieder tauschen sich regelmäßig mit Experten aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft aus und erarbeiten Positionen für die IHK-Vollversammlung.