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Nachgefragt: Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland e.V. (HDE)
„Wir brauchen positive Impulse“.
Das sagt Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland e.V. (HDE), und fügt hinzu, dass klare politische Entscheidungen mit einer wirksamen Reformagenda erforderlich sind.
Das sagt Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland e.V. (HDE), und fügt hinzu, dass klare politische Entscheidungen mit einer wirksamen Reformagenda erforderlich sind.
Die deutsche Wirtschaft und mit ihr der Einzelhandel befinden sich in einer schwierigen Phase. Der private Konsum entwickelt sich nur schwach, während die Kosten für Personal, Energie und den Wareneinkauf steigen. Die HDE-Umsatzprognose liegt für 2026 real nur bei +0,5 %. Wachstumstreiber der Branche sei der Online-Handel, was insbesondere auf Umsatzsteigerungen fernöstlicher, oft unfair agierender Unternehmen wie Temu und Shein gründe. Geschätzt entfiele ein Drittel des Onlinewachstums auf diese beiden Unternehmen. Insgesamt, so Genth, würden viele Verbraucher weiterhin vorsichtig handeln und eher sparen, als größere Anschaffungen zu tätigen: „Die Stimmung entspricht der Situation im zweiten Corona-Lockdown.“
An den Standorten vieler Handelsunternehmen kämen zudem oft ideologisch geführte Debatten über die Erreichbarkeit von Handelsstandorten hinzu. Vor allem in den Innenstädten. Dabei sei eines klar: „Es darf nicht darum gehen, einzelne Verkehrsträger auszusperren und alles auf eine Karte zu setzen. Die Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse und Prioritäten. Und eine erfolgreiche City muss allen gerecht werden.“ Daher brauche es die intelligente Verknüpfung aller Verkehrsmittel statt ideologischer Blockaden: „Auch in einer zunehmend digitalen Gesellschaft bleiben unsere Innenstädte als attraktive Erlebnisräume der Standort für den Einzelhandel.“
Kontakt
Gerhard Dallmöller
Standortentwicklung, Innovation und Energie
Projektleiter Handel und Stadtmarketing