Nachgefragt: Prof. Dr. Andrea Braun von Reinersdorff

„Gesundheitswirtschaft muss zukunftssicher sein.“
Das sagt Prof. Dr. Andrea Braun von Reinersdorff, Dekanin der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Hochschule Osnabrück. Damit Zukunftssicherheit gelinge, brauche es „Innovation, Vernetzung und Kompetenz“. In der Region Osnabrück-Emsland sei die Gesundheitswirtschaft eine Leitbranche: „Sie zählt nicht nur zu den größten Arbeitgebern, sondern gilt auch als Wachstumstreiber und Standortfaktor von strategischer Bedeutung.“ Innovative Modelle an der Schnittstelle von ambulanter und stationärer Betreuung sollen die Leistungsfähigkeit des Systems erhöhen und neue Marktpotenziale erschließen.
Mit dem GesundheitsCampus, betont Prof. Dr. Andrea Braun von Reinersdorff , verfüge die Region über eine starke Netzwerkinstitution, die Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft verbindet: „Die Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Hochschule Osnabrück mit rund 2 500 Studierenden gesundheitsaffiner Studiengänge verschafft der Region zudem nationale und internationale Sichtbarkeit. In enger Kooperation mit der Universität entsteht außerdem ein wissenschaftliches Zentrum rund um das Thema Gesundheit, der Science Hub 4 Health.“ Zudem werde die geplante medizinische Hochschule den Westen Niedersachsens zu einem akademischen Kompetenzstandort entwickeln. Nicht-medizinische Gesundheitsberufe sowie die Gesundheits- und Medizininformatik, eng verzahnt mit mittelständischen Unternehmen, übernehmen dabei Schlüsselrollen für eine effiziente, innovative und zukunftsfeste Branche.
Katja Sierp
Standortentwicklung, Innovation und Energie
Projektleiterin für Tourismus und Gesundheitswirtschaft