Design trifft Fitness

Wie sieht ein Fitnessgerät aus, das so schön ist, dass es im Wohnzimmer steht? Die Antwort bekamen die Wirtschaftsjunioren (WJ) Emsland - Grafschaft Bentheim der IHK beim Betriebsbesuch der Waterrower | Nohrd GmbH in Nordhorn, einem weltweit erfolgreichen Hersteller von Design-Fitnessgeräten.
NORDHORN | Dominik Kuprecht, CEO und Inhaber von Waterrower | Nohrd, nahm die WJ mit auf eine spannende Reise durch die Geschichte und Philosophie des Unternehmens. Was einst mit einem hölzernen Rudergerät begann, entwickelte sich seit der Gründung 1998 zu einer Marke, deren Produkte heute in mehr als 80 Ländern zu finden sind. Bekannt wurde der Waterrower aus Nordhorn u. a., da er in der Netflix-Serie House of Cards zu sehen war. Unter der Marke NOHRD werden heute zudem stilvolle Geräte für Cardio-, Krafttraining und Wellness angeboten.
Was die Produkte besonders macht, ist neben dem Design auch ihre Herkunft: Jedes Gerät wird in Nordhorn oder den USA gefertigt – mit Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, das u. a. aus dem Bentheimer Wald stammt und im firmeneigenen Sägewerk in Bimolten verarbeitet wird. Dominik Kuprecht betonte: Wir wollen zeigen, dass man hochwertige Produkte auch heute noch regional und nachhaltig produzieren kann ohne Kompromisse bei Qualität oder Innovation. Beim Rundgang durch die Produktionshallen machten sich die Teilnehmer selbst ein Bild davon. Besonders interessant für die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer waren die Fertigungsschritte und der internationale ­Vertrieb, die Unternehmensentwicklung und die Herausforderungen durch Produktplagiate. Mit Blick auf konkurrierende Online-Plattformen, über die Nachahmerprodukte direkt vertrieben werden, setzt das Unternehmen auf eine starke Marke, Storytelling und kontinuierliche Innovation.
„Wir verkaufen letztlich auch ein Stück Hoffnung auf ein gesünderes, besseres Leben“, sagte Kuprecht. Diese Haltung präge nicht nur die Produktwelt, sondern auch den Umgang mit den Mitarbeitenden: Die Fluktuation sei niedrig, die Identifikation mit dem Unternehmen hoch. „Das ist unser vielleicht wichtigster Erfolgsfaktor“, betonte der Geschäftsführer. Auch Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz haben längst Einzug gehalten: Mit der eigens entwickelten KI „NOHRA“ optimiere man den Kundenservice und plane weitere Anwendungsmöglichkeiten. Nach dem Rundgang blieb beim Networking Raum für den persönlichen Austausch und die eigenen Erfahrungen mit den Themen Nachhaltigkeit, digitale Strategien und zur Frage, wie sich Produkte aus der Region weltweit erfolgreich vermarkten lassen.

Christian Weßling
Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftspolitik, International
Projektleiter Wirtschaftspolitik und -statistik