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"Zauberwürfel" soll zum Frequenzbringer werden
Mit dem „Zauberwürfel“ entsteht am Osnabrücker Neumarkt eine Immobilie, die das Gesamtbild prägen wird. Investor Dr. Theodor Bergmann verbindet damit die Hoffnung auf neue Impulse für Osnabrücks Innenstadt.
Einer der sensibelsten Standorte
OSNABRÜCK | Der Neumarkt gilt seit Jahrzehnten als einer der sensibelsten Standorte der City. Für den Osnabrücker Investor Dr. Theodor Bergmann, inzwischen in Hamburg ansässig, ist es nicht das erste Projekt. Weitere Projekte sind etwa das Bergmann Boardinghouse am Nikolaiort, das Sportarena-Gebäude und die H&M-Immobilie (beide am Neumarkt). „Schon Mitte der 1990er Jahre war absehbar, dass der Neumarkt mit der damaligen Verkehrslösung langfristig nicht zukunftsfähig sein würde“, sagt Dr. Bergmann. Hinzugekommen seien eine in weiten Teilen minderwertige Umgebungsbebauung und die im Zeitablauf wachsenden Leerstände. Faktoren wie diese hätten letztlich zum Niedergang des Standortumfeldes, aber auch der weiteren Innenstadt geführt.
Revitalisierung der Innenstadt
Aus der frühen Einschätzung entwickelte sich die Entscheidung für die Entwicklung des „Zauberwürfels“, einem markanten Gebäude, das u. a. Gastronomie, Handel und ein Hotel beherbergen wird. Dr. Theodor Bergmann verbindet mit dem Projekt nicht nur die Entwicklung einer Immobilie, sondern einen Beitrag zur Aufwertung des Neumarkts und Revitalisierung der Innenstadt. Doch der Weg dorthin war lang und unsicher: Corona, die erschwerte Finanzierung eines Hotels, gestiegene Bau- und Energiekosten sowie jahrelange Diskussionen über die Zukunft des Platzes stellten das Vorhaben immer wieder infrage. Besonders belastend war der lange politische und planerische Vorlauf, sagt der Investor: „Der Wettbewerb zur Platzgestaltung wurde 2013 entschieden, der Grundstückskauf erfolgte 2015 – die endgültige Entscheidung zur Funktion und Aufteilung des Platzes fiel erst 2024.“ Hinzu kamen bauliche Herausforderungen, etwa die aufwändige Gründung des Gebäudes in unmittelbarer Nähe zum Feuchtgebiet der Hase.
„Strahlkraft für die gesamte Stadt“
„Die vielen Stolpersteine konnten nur durch größtes persönliches Engagement auch in finanzieller Hinsicht bewältigt werden“, sagt Dr. Bergmann, für den in diesem Jahr die Eröffnung des Gebäudes ansteht. Seine klare Erwartung ab dann: Aus dem Neumarkt soll wieder ein Frequenzbringer für die City werden. „Unser Ziel war und ist es, ein Top-Objekt in bester Innenstadtlage an einem vollständig neu gestalteten Neumarkt in Betrieb gehen zu lassen.“ Das Projekt „mit Strahlkraft für die gesamte Stadt“ soll helfen, die Abwärtsspirale zu stoppen.
Attraktive Innenstädte entstünden nicht allein durch kommunale Planung und nicht allein durch privates Kapital: „Ein Projekt wie der Zauberwürfel kann langfristig nur erfolgreich sein, wenn Stadtentwicklung und Investitionen Hand in Hand gehen.“ Entscheidend seien gute Wegeführungen, Aufenthaltsqualität, Erreichbarkeit und ein schlüssiges städtebauliches Gesamtkonzept.
Das Nutzungskonzept mit Gastronomie, Handel, Hotel, Meeting-Räumen, Fitness-Studio und großem Videoscreen soll Menschen an den Standort ziehen und neue Aufenthaltsqualität schaffen: „Wir möchten einen lebendigen Standort schaffen, der Menschen in die Innenstadt zieht und den Neumarkt nachhaltig stärkt.“ (pm/spl)
Kontakt
Sonja Splittstößer
Aus- und Weiterbildung
Projektleiterin Bildungspolitik