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Nachgefragt: Dr. Thando Sililo
„Wer nicht in Afrika präsent ist, riskiert Chancen.“
Das sagt Dr. Thando Sililo, der die Subsahara-Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI) der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) in Berlin leitet. Afrika sei wirtschaftspolitisch längst kein Randthema mehr: „Die Volkswirtschaften des Kontinents wachsen überdurchschnittlich. Zwar macht der deutsch-afrikanische Güterhandel 2024 nur 2 % des deutschen Welthandels aus. Doch der Trend weist aufwärts: Von Januar bis Juli 2025 stiegen die Exporte von Deutschland nach Afrika um 7 %, die Importe von dort um 3 %.“
Trotz der großen Chancen fordere das Afrikageschäft deutsche Unternehmen heraus: Politische Unsicherheiten, Defizite in Infrastruktur, Energie und Logistik, eingeschränkte Finanzierungsmöglichkeiten oder bürokratische Hürden würden häufig den Marktzugang erschweren. Um die Potenziale Afrikas zu nutzen, so Dr. Thando Sililo, sei es entscheidend, langfristig zu planen und vorhandene Unterstützungen zu nutzen – etwa die Dienstleistungen der zehn deutschen Auslandshandelskammern auf dem Kontinent. Unbestritten sei: „Afrika eröffnet den Zugang zu dynamischen Märkten und kann helfen, Abhängigkeiten von China oder den USA zu reduzieren.“ Die Subsahara-Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft fordere deshalb in einem Positionspapier eine „Afrikawende“
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Filipe Ramalho Martins
Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftspolitik, International
Projektleiter International