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Nr. 6952098
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Nachgefragt: Dr. Thando Sililo

„Wer nicht in Afrika präsent ist, riskiert Chancen.“
Das sagt Dr. Thando Sililo, der die Subsahara-Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI) der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) in ­Berlin leitet. Afrika sei wirtschaftspolitisch längst kein Randthema mehr: „Die Volkswirtschaften des Kontinents wachsen überdurchschnittlich. Zwar macht der deutsch-afrikanische Güterhandel 2024 nur 2 % des deutschen Welthandels aus. Doch der Trend weist aufwärts: Von Januar bis Juli 2025 stiegen die Exporte von Deutschland nach Afrika um 7 %, die Importe von dort um 3 %.“
Trotz der großen Chancen fordere das Afrikageschäft deutsche Unternehmen heraus: Politische Unsicherheiten, Defizite in Infrastruktur, Energie und Logistik, eingeschränkte ­Finanzierungsmöglichkeiten oder bürokratische Hürden würden häufig den Marktzugang erschweren. Um die Potenziale Afrikas zu nutzen, so Dr. Thando Sililo, sei es entscheidend, langfristig zu planen und vorhandene Unterstützungen zu nutzen – etwa die Dienstleistungen der zehn deutschen Auslandshandelskammern auf dem Kontinent. Unbestritten sei: „Afrika eröffnet den Zugang zu dynamischen Märkten und kann helfen, Abhängigkeiten von China oder den USA zu ­reduzieren.“ Die Subsahara-Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft fordere deshalb in einem ­Positionspapier eine „Afrikawende“

Filipe Ramalho Martins
Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftspolitik, International
Projektleiter International