DIHK-Kampagne zeigt Stärken ländlicher Regionen
„Land kann.“ Mit dieser Aussage startet die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) zusammen mit allen 79 IHKs eine Kampagne, um mehr auf die Wirtschaft in ländlichen Räumen aufmerksam zu machen. Die Waffelfabrik Meyer zu Venne GmbH & Co. KG aus Ostercappeln unterstützt als eines von drei Unternehmen die deutschlandweite Kampagne.
OSTERCAPPELN | Die DIHK-Kampagne möchte in den kommenden Monaten die Wirtschaftskraft ländlicher Räume in den sozialen Medien sichtbar machen. Ein Grund: Diese Regionen können Treiber der Energiewende sein. Und sie können zu Schlüsselorten der Transformation bei zentralen Zukunftsaufgaben aus den Bereichen Flächenentwicklung, Nah- und Gesundheitsversorgung, Digitalisierung oder Mobilität werden. Um zu zeigen, wo dies gelungen ist und wie dies weiter gelingen wird, hat die DIHK Testimonials gefunden, die ihre Erfolgsgeschichte in kleinen Städten und Gemeinden schreiben – und weltweit gefragt sind.
DIHK-Kampagne: "LandKann": Unter dem Titel "Wo sonst" ist Wilhelm Meyer zu Venne jun. von der Waffelfabrik Meyer zu Venne GmbH & Co. KG einer der Testimonials.
Zu diesen Vorzeigeunternehmen gehört die Waffelfabrik Meyer zu Venne mit ihrem Standort im Ostercappelner Ortsteil Venne, der rund 3 000 Einwohner zählt. Mit der Region ist das Unternehmen seit der Gründung 1949 eng verbunden. Als Arbeitgeber, aber auch, weil z. B. seit über zehn Jahren die Abwärme der Waffelöfen ins örtliche Nahwärmenetz eingespeist wird. Mindestens 160 Haushalte können damit versorgt werden.
Wie aktuell rund 70 % aller sogenannten „Hidden Champions“ ist auch das Unternehmen von Wilhelm Meyer zu Venne jun. abseits großer Städte ansässig. 50 % aller mittelständischen Betriebe agieren von dort. Etwa 95 % der installierten Onshore-Windenergie-Leistung und 98 % der Freiflächen-Photovoltaikanlagen befinden sich hier. Und wussten Sie, dass allein 60 % der Ausbildungen in ländlichen Regionen absolviert werden? Zahlen wie diese zeigen, dass diese Räume zentrale Bestandteile der deutschen Wirtschaftskraft sind und die bestehenden Firmen durch Innovation und Unternehmergeist überzeugen. Für Niedersachsen gilt: 85 % der Landesfläche sind ländlich geprägt. Unser IHK-Bezirk wird – mit Ausnahme der Stadt Osnabrück – diesen ländlichen Räumen zugeordnet.
Übrigens: Einen engen Bezug zur Thematik hatte jetzt die Fachveranstaltung „Aktuelle Herausforderungen bei der Gewerbeflächenentwicklung“ bei uns in der IHK. 30 Wirtschaftsförderer und Stadtplaner unserer Region und die Referenten befassten sich mit der Fragestellung: Wie können sich Gewerbeflächen auch in den ländlichen Räumen trotz Flächennutzungsdruck und Transformationsprozessen weiterentwickeln? Deutlich wurde, dass die Innovationskraft der Unternehmen durch eine praxisorientierte Forschung und Entwicklung gestärkt werden kann. Auch kann ein vorausschauendes, dynamisches Flächenmanagement wirtschaftliches Wachstum fördern. Ein Erfolgsfaktor dafür: eine gute interkommunale Zusammenarbeit. Anke Schweda, IHK-Geschäftsbereichsleiterin Standortentwicklung, betonte: „Die ländlichen Räume in Deutschland stehen für fast zwei Drittel der industriellen Bruttowertschöpfung. Damit diese Stärke erhalten und verbessert werden kann, ist angesichts der aktuellen, besorgniserregenden Wirtschaftslage der Aufbau regionaler Resilienz wichtiger denn je.“
Kontakt
Anja Thurm
Standortentwicklung, Innovation und Energie
Projektleiterin Raumordnung