Unternehmen beraten und begleiten
Nah dran an den Betrieben
Über unser Projekt „Hand in Hand for International Talents“ sind 2025 durch die Initiative unseres Welcome & Business Centers vier Fachkräfte in 2025, die inzwischen in der Region tätig sind.
Im Jahr 2025 waren wir zudem 427-mal zur Beratung in Ausbildungsbetrieben vor Ort. Zusätzlich fanden weitere Beratungen per Telefon und Online statt. Das ist eine hohe Zahl und zeigt, dass die Beratungsanfragen von Ausbildungsbetrieben zur Unterstützung im Umgang mit Auszubildenden zunehmen. Ein zentraler Grund dafür ist, dass Auszubildende heute verstärkt unter psychischen Belastungen auf unterschiedlichen Ebenen leiden.
Dazu zählen insbesondere:
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kognitive Belastungen, etwa durch eine hohe Informationsdichte oder komplexe Entscheidungen,
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emotionale Belastungen, etwa durch Konflikte oder hohen Erwartungsdruck,
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soziale Belastungen, etwa durch fehlende Unterstützung, Mobbing oder den Umgang mit Drucksituationen,
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Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen,
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das Vermeiden von Gesprächen mit Kundinnen und Kunden oder am Telefon,
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unterschiedliche Angststörungen und Phobien,
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Suchterkrankungen, etwa im Zusammenhang mit Cannabis/THC, Ecstasy oder anderen Aufputschmitteln, aber auch Spielsucht oder übermäßiger Social-Media-Nutzung,
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in seltenen Fällen auch Suizidgedanken oder Suizidfantasien.
In den Betrieben zeigt sich dies anfangs häufig durch steigende Fehlzeiten.
Neue Herausforderungen im Berufsalltag
Inzwischen bieten wir im Bereich der Ausbildung regelmäßig Workshops zu psychischen Belastungen mit externen Fachleuten an; 2025 fanden drei Termine statt. Hinzu kommen Netzwerktreffen unserer Ausbilder mit Expertinnen und Experten, unter anderem zum Thema Drogen. Zudem werden unsere Ausbildungsberatenden gezielt geschult, um Unternehmen noch besser unterstützen zu können.
Ziel der Workshops und Beratungsangebote ist es,
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die Sensibilität für mentale Belastungen zu erhöhen und Warnsignale frühzeitig zu erkennen,
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Ausbilderinnen und Ausbildern Informationen an die Hand zu geben, damit sie Auszubildenden passende externe Unterstützungsangebote aufzeigen können.
Auch in der Weiterbildung unterstützen wir sowohl in Inhouse-Formaten als auch in offenen Workshops Führungskräfte, Personalverantwortliche und Ausbildungspersonal dabei, Strukturen für gesünderes Arbeiten zu schaffen.
Rechtssicherheit für Unternehmen
In unserer Rechtsabteilung betreuen wir unter anderem die gewerberechtlichen Erlaubnisverfahren für Versicherungsvermittler, Finanzanlagen- und Kreditvermittler sowie Immobilienmakler und Bauträger. Wir sind für mehr als 6.800 Erlaubnisinhaber zuständig und führen in diesem Bereich jährlich rund 1.800 Einzelberatungen durch.
Darüber hinaus bearbeiten wir in unserer Rechtsabteilung jährlich rund 5.300 Einzelberatungen zu unterschiedlichen Rechtsfragen, etwa im Vertrags-, Gesellschafts-, Handels- und Gewerberecht. Im Vergleich zu anderen IHKs ähnlicher Größe ist das ein überdurchschnittlicher Wert.
Im Jahr 2025 haben wir zudem rund 40 Stellungnahmen und Bescheinigungen für Behörden und Gerichte erstellt, etwa im Zusammenhang mit der Genehmigung von Messen und Märkten oder der Zulassung minderjähriger Unternehmer. Darüber hinaus wurden im Rahmen der gesetzlichen Unterstützung der Registergerichte bei der Führung des Handelsregisters rund 500 Stellungnahmen zu Firmenanmeldungen abgegeben.
Die Oldenburgische IHK erhält 2026 zudem eine neue hoheitliche Aufgabe. Nachdem der Gesetzgeber der IHK bereits in der Vergangenheit die Betreuung verschiedener Gewerbeerlaubnisse – etwa für Versicherungs- und Finanzanlagenvermittler – übertragen hat, kommt 2026 eine weitere Aufgabe hinzu: die Gewerbeerlaubnis für Verbraucherkreditvermittler nach dem neuen § 34k GewO. Bis Ende 2026 werden wir das neue Erlaubnisverfahren eingerichtet haben. Wie viele Fälle künftig anfallen werden, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.
Unternehmensnachfolge sichern
Der Mittelstand in Deutschland steht vor der großen Aufgabe, seine Zukunftsfähigkeit durch gelungene Unternehmensnachfolgen zu sichern. Wir haben deshalb 2025 mehr als 300 Nachfolgeberatungen durchgeführt. Zu den Hauptursachen für das sinkende Interesse an Unternehmensübernahmen zählen die demografische Entwicklung, wirtschaftliche Unsicherheiten, steigende Betriebskosten, Fachkräftemangel und zunehmende Bürokratie. Hinzu kommt, dass immer mehr Nachkommen von Familienunternehmen andere berufliche Wege einschlagen.
Auch 2026 stellt die Oldenburgische IHK verschiedene Unterstützungsangebote bereit, darunter Informationsmaterialien, ein Notfallhandbuch sowie unterschiedliche Beratungsformate. Ziel ist es, die angespannte Lage im Mittelstand zu entschärfen und vielen Unternehmen in der Region eine positive Zukunftsperspektive zu eröffnen.
Gründungen ermöglichen, Wachstum fördern
Der „GO! Startup Accelerator Oldenburg“ wird seit 2018 mit unserer Unterstützung durchgeführt. Bis August 2025 wurden insgesamt 82 Start-up-Teams in 16 Batches begleitet. Der Frauenanteil lag bei mehr als 36 Prozent. Die Gründungsquote beträgt 67 Prozent; 86 Prozent der Gründungen erfolgten im Nordwesten. Davon sind 64 Prozent weiterhin aktiv. Insgesamt wurden so mehr als 140 Arbeitsplätze geschaffen und mehr als 10 Millionen Euro Kapital eingeworben.
Neben der fachlichen Unterstützung leisten wir als Oldenburgische IHK auch weiterhin einen finanziellen Beitrag für GO!: In den kommenden drei Jahren bis 2028 fördern wir das Projekt mit jeweils 25.000 Euro pro Jahr.
Internationale Geschäfte erleichtern
Im Jahr 2025 haben wir rund 18.000 Ursprungszeugnisse und sonstige Bescheinigungen für die weltweiten Geschäften unserer auslandsaktiven Unternehmen ausgestellt. Die Ausstellung erfolgt mittlerweile zu 98 Prozent digital. Zudem haben wir rund 140 Carnets A.T.A. mit einem Warenwert von rund 7,6 Millionen Euro ausgestellt.
Unternehmen gezielt weiterentwickeln
Um den unsicheren Rahmenbedingungen mit Blick auf Politik, Klima und Konjunktur sowie der dynamischen digitalen Transformation zu begegnen, bauen wir unsere Weiterbildungsangebote in den Bereichen Führung, Kommunikation, Resilienz, Wasserstofftechnik und Künstliche Intelligenz weiter aus. Fachseminare in den Themenfeldern Immobilien, Außenwirtschaft und Recht werden inzwischen nahezu ausschließlich online besucht.