Finanzielle Unterstützung für Gründende

Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit

Die Agentur für Arbeit kann arbeitslosen Existenzgründern unter bestimmten Voraussetzungen einen finanziellen Zuschuss für die erste Zeit ihrer Selbstständigkeit gewähren. Der Existenzgründungszuschuss richtet sich an alle Gründer, die Arbeitslosengeld I beziehen und sich hauptberuflich selbstständig machen wollen.
Die Selbstständigkeit muss aus der Arbeitslosigkeit heraus erfolgen. Ein direkter Übergang von einer Angestelltentätigkeit ist nicht möglich. Empfänger von Arbeitslosengeld II können die Förderung nicht in Anspruch nehmen. Für sie besteht die Möglichkeit „Einstiegsgeld“ zu erhalten.
Der Gründungszuschuss ist eine Ermessensleistung, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Förderdauer: maximal 15 Monate, unterteilt in zwei Phasen.
1. Phase: sechs Monate, Förderhöhe: individuelles monatliches Arbeitslosengeld I zzgl. 300 EUR zur sozialen Absicherung.
2. Phase: neun Monate, Förderhöhe: nur noch die Sozialversicherungspauschale in Höhe von monatlich 300 EUR.
Antragsteller müssen vor Aufnahme der Tätigkeit noch über einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I von mindestens 150 Tagen verfügen. Bedingung für die Gewährung des Gründungszuschusses ist, dass eine fachkundige Stelle - zum Beispiel die Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Steuerberater oder Unternehmensberater - in einem Gutachten die voraussichtliche wirtschaftliche Tragfähigkeit der Existenzgründung prüft. Soll die Industrie- und Handelskammer dieses Gutachten abgeben, so beachten Sie bitte folgende Punkte: Wir benötigen für die Abgabe einer Stellungnahme einen beruflichen Lebenslauf nebst Zeugnissen/ Qualifikationsnachweisen und Ihren Businessplan.
Nehmen Sie Kontakt mit unseren Gründungsberatern auf: gruendung@niederrhein.ihk.de