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Nr. 7161244
Stimme der Wirtschaft 33, 3. September 2026

Höne, schneller, weiter

Was braucht NRW für die Zukunft und was ist besonders für das Rheinische Revier wichtig? Darüber sprechen wir in dieser Folge mit Henning Höne, stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP, Landesvorsitzender der FDP NRW und Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion.
Nordrhein-Westfalen hat viele Themen, die wichtig sind. Für Henning Höne ist Wirtschaft ganz klar das Wichtigste. Seit sechs Jahren stagniere die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. “Aber Nachbarländer, die unter ähnlichen Rahmenbedingungen stehen wie wir, die wachsen deutlich mehr. Da müssen wir wieder hin. Das kostet uns Arbeitsplätze und Wohlstand, was hier politisch passiert”, machte Höne im Gespräch mit IHK-Präsidentin Dr. Nicole Grünewald und Moderator Konstantin Klostermann deutlich.
Auch für Nicole Grünewald muss die Wirtschaft im Zentrum stehen. Die Energiepreise seien zu hoch, es gebe zu viel Bürokratie und auch die 34 Reformvorschläge der Regierung würden nicht dazu beitragen, die Wirtschaft wieder in Fahrt zu bringen. Für die Wirtschaft in NRW sind Höne zufolge vor allem eine vernünftige Energiepolitik, weniger Bürokratie und eine bessere Infrastruktur vonnöten.
Wir sind Industrieland und ich will, dass wir das auch bleiben.
Ein ganz wichtiger Punkt in NRW und im Kammerbezirk ist das Rheinische Revier. Höne und Grünewald sind sich einig, dass der Kohleausstieg langfristig unumgänglich ist, aber mehr Zeit braucht – und einen realistischen Zeitplan. Denn bis 2030 seien es nur noch drei Jahre und die Unternehmen bereiteten sich jetzt schon auf die Umstellungen vor. Würde der Ausstieg zu diesem Zeitpunkt wieder rückgängig gemacht, würden alle Planungen über den Haufen geworfen und die Energie sogar noch teurer als jetzt.
“Ich will gar nicht, dass wir noch in 20 Jahren hier Braunkohle abbauen, das ist gar nicht mein Ziel, aber ich will, dass wir uns bei der Umstellung auf andere Energieformen einfach ein bisschen mehr Zeit nehmen, weil wir über diesen Zeitstrahl so viele Kosten sparen können. Ich habe einfach keinen Bock, dass wir uns die Industrie kaputtmachen, weil Die Grünen der Meinung sind, das sei alles so ein Wettlauf”, sagt Höne.
“Diese Transformation kostet halt Zeit und Geld. Und das muss man haben. Und das hat man nur dann, wenn wir eine gesunde Wirtschaft haben”, ergänzt Grünewald. Zuerst müsse die Wirtschaft mit einem “Befreiungsschlag” angekurbelt werden, dann die Transformation gemeinsam so gelingen, dass möglichst viele Arbeitsplätze und Wertschöpfung erhalten blieben. Denn die Transformation im Rheinischen Revier sei eine Blaupause für Deutschland.
Für die Zukunft von NRW wünscht sich Höne zum einen eine bessere Bildung, die unabhängig vom Elternhaus ist.
Und ich wünsche mir, dass Nordrhein-Westfalen auch in 10, 20, 30 Jahren noch industrielles Herz und Wertschöpfungsherz in Deutschland und mitten in Europa ist.
Und Nicole Grünewald sagt: “Was ich mir wünsche, ist: Wir brauchen hier in NRW eine Politik, die die Wirtschaft wieder in den Mittelpunkt stellt, die ein Herz für Unternehmerinnen und Unternehmer hat und die uns ehrlich, glaubwürdig und konstruktiv dabei hilft, dass wir hier dieses Land wieder zu seiner Stärke zurückführen.”

Die neue Folge von “Stimme der Wirtschaft” sehen Sie hier:

© IHK Köln

Die Stimme der Wirtschaft als Audio-Podcast

Jörg Löbker
Pressesprecher | Kommunikation
Tanja Wessendorf
Kommunikation | Multimedia-Redakteurin