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Wettbewerbsfähigkeit stärken: Fachkräfte
Derzeit scheiden in Sachsen-Anhalt doppelt so viele Arbeitskräfte aus dem Erwerbsleben altersbedingt aus wie junge nachkommen. Der zunehmende Fachkräftemangel wird für die Unternehmen immer mehr zum Wachstumshemmnis. Welche Maßnahmen helfen, den Fachkräftemangel in Sachsen-Anhalt zu bekämpfen? Dazu gehören die Aktivierung von Erwerbslosen, bessere Bildung und Qualifizierung, Anwerbung qualifizierter Fachkräfte aus dem Ausland, bessere Teilhabe älterer Arbeitnehmer, höhere Vollzeitquoten und allgemeine Steigerung des Arbeitsvolumens. Auch müssen wieder mehr Menschen in den wertschöpfenden Sektoren der Privatwirtschaft Beschäftigung aufnehmen!
- Änderung des Schulgesetzes: Gemeinsame Position der Kammern
- Fachkräfte frühzeitig ansprechen: So lassen sich Talente für technische Berufe begeistern
- Fachkräfteeinwanderung: IHK als Lotse für Unternehmen
- Sonderheft Themenspecial: Erfolgreiche Teams
- Wettbewerbe: Fachkräfte von morgen im Blick
- Zuwanderung in den Arbeitsmarkt: Sprache und Arbeit sind Schlüssel für Integration
- Azubiumfrage 2025: Bestnoten für Ausbildungsbetriebe
- Ausbildungsumfrage: Ausbildung bleibt herausfordernd
- “BlickPunkt Unternehmen”: Neues Format erhöht Praxisbezug in den Schulen
- Fachkräfteforum 2025: Fachkräfte finden, Fachkräfte binden – wo stehen wir?
- Voller Einsatz – auch 4.150 Kilometer entfernt: BerufsEXPO Tashkent
- Ausbildung macht mehr aus uns: IHK-Ausbildungskampagne jetzt#könnenlernen
- Nicht nur suchen, sondern auch finden: Hallo Beruf, die Börse für Praktika und Ausbildungsplätze
Änderung des Schulgesetzes: Gemeinsame Position der Kammern
Im Frühjahr 2025 diskutierte der Landtag den Kabinettsentwurf eines Achtzehnten Gesetzes zur Änderung des Schulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt. Hierzu brachten die vier gewerblichen Kammern eine gemeinsame Position der Wirtschaft mit sieben Änderungsvorschlägen ein.
Ihre wichtigsten Empfehlungen:
- Berufsorientierung an allen allgemeinbildenden Schulen einschließlich Gymnasien verankern!
- Berufsbildende Schulen sollen keine Maßnahmen der Fort- und Weiterbildung durchführen – ihre Kernaufgabe betreffen Bildungsmaßnahmen der Ausbildung!
- Autonomie von Schulen bei der Herausbildung als regionales Kompetenzzentrum steigern!
- Fachklassen für verwandte Ausbildungsberufe regelhaft bilden!
- Besuch der nächstgelegenen Berufsbildenden Schule ermöglichen!
- Benehmen mit dem Landesausschuss für Berufsbildung bei der Schulentwicklungsplanung herstellen!
- Kosten für Schülerinnen und Schüler bei einer auswärtigen Beschulung erstatten!
Mehr erfahren im Fachkräfte-Positionspapier “Alle Potenziale heben (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 4667 KB)”.
Fachkräfte frühzeitig ansprechen: So lassen sich Talente für technische Berufe begeistern
Wie lassen sich junge Leute frühzeitig für technische Berufe begeistern? Viele Unternehmen im IHK Bezirk Halle-Dessau setzen hier auf einen Mix aus kreativen Ideen und bewährten Formaten. Unternehmen wie AvO, Sonotec und Elektro-Thermit zeigen, wie es geht und tragen dazu bei, dass Deutschland wieder wettbewerbsfähig wird.
AvO: Souveräne KI-Nutzung in der Ausbildung erlernen
Sonotec: Projekte, die herausfordern
Robert Gräfe mit zwei seiner Auszubildenden bei der SMD-Bestückung
Elektro-Thermit: Jugendwettbewerb unterstützt
Dr. Axel Hoeschen, Geschäftsführer der Elektro-Thermit GmbH & Co. KG, zeigte sich begeistert vom 60. Regionalwettbewerb Jugend forscht in Halle (Saale). Besonders beeindruckte ihn, dass die Teilnehmer alltägliche Probleme identifizieren und innovative Lösungen entwickeln. Diese Haltung spiegelt sich auch in der Arbeitsweise seines eigenen Unternehmens wider. Aus diesem Grund unterstützt Elektro-Thermit den Wettbewerb bereits seit mehreren Jahren und holt sich immer öfter Schüler in den Betrieb.
Mehr zum Thema finden Sie im Artikel “Raum schaffen für Neugier und zum Ausprobieren” im IHK Magazin Mitteldeutsche Wirtschaft (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 4502 KB).
Fachkräfteeinwanderung: IHK als Lotse für Unternehmen
Die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland in den deutschen Arbeitsmarkt wird immer wichtiger. Vor allem aus sogenannten Drittstaaten. Sie tragen in wachsendem Maße dazu bei, Personalbedarfe zu decken. Die IHK begleitet das Thema und bietet als Teil eines großen Netzwerkes praktische Unterstützung beim Finden der richtigen Ansprechpartner ebenso wie beim Integrationsprozess.
Neben ihrem Beratungsangebot organisierte die IHK 2025 eine Webinar-Reihe “Rekrutierung aus dem Ausland”. Kompakt in jeweils 60 Minuten gab es hier jeweils einen Überblick zu wichtigen Detailfragen: Im März zu rechtlichen Grundlagen, im Juni zum Sensibilisieren der Belegschaft, im August zu Hilfestellungen beim Spracherwerb im Betrieb und zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse durch die IHK FOSA und im September zu Praxistipps zum Onboarding von Zugewanderten.
Einen guten Überblick bietet auch das Internetangebot der IHK Halle-Dessau zum Thema Fachkräfte.
Sonderheft Themenspecial: Erfolgreiche Teams
Zahlreiche Beispiele aus regionalen Unternehmen ganz unterschiedlicher Branchen illustrieren, wie erfolgreiche Teams entstehen und wie sie agieren. Hinzu kommen Anregungen für die Unternehmerschaft, wie effiziente Teamarbeit im Betrieb ermöglicht, gefördert und begleitet werden kann. Verbunden mit Hinweisen auf vielseitige Unterstützungsangebote der IHK Halle-Dessau.
Wettbewerbe: Fachkräfte von morgen im Blick
Fachkräfte von morgen wollen heute schon mit pfiffigen Ideen angesprochen werden. Die IHK Halle-Dessau unterstützte 2025 einmal mehr Projekte und Initiativen, die genau dafür stehen: Top-Ausbildungsbetriebe, Mint-Talente und starke Berufsorientierung.
Top-Leistung: Dass Pflanzen bei ruhiger Musik besser wachsen als bei Heavy Metal, wissen Marielinn und Jonas, die genau das untersucht haben. Die beiden Schüler der Freien Grundschule Spergau gehörten zu den 60 Kindern und Jugendlichen, die mit insgesamt 37 Projekten im Februar 2025 an den Start des “Jugend forscht”-Regionalwettbewerbs Halle gingen. So viele wie noch nie.
Je einen Sonderpreis der IHK Halle-Dessau in der Kategorie “Arbeitswelt” nahmen Hagen und Erik Willmann vom halleschen Christian-Wolff-Gymnasium sowie Anne Leßmann vom Gymnasium Martineum Halberstadt mit nach Hause.
IHK Geschäftsführerin Dr. Simone Danek (hinten l.) übergab den Scheck an die Sekundarschule „Campus Technicus“ aus Bernburg.
Auch beim Landeswettbewerb im halleschen Technologiepark Weinberg Campus saß die IHK Halle-Dessau im April 2025 mit im Boot. Sie stiftete einen Sonderpreis in der Kategorie “Biologie”. Den nahm Magdalena Flöter mit nach Hause. Die 18-jährige Naumburgerin befasste sich mit den therapeutischen Chancen und Risiken des medizinischen Einsatzes von Cannabis und Cannabinoiden. Dabei analysierte sie die Wirkweise im Körper und befragte Experten zu Anwendungsbereichen und Einnahmebedingungen. Ihre Arbeit liefert eine evidenzbasierte Übersicht und Grundlage für klinische Entscheidungen und Patientenaufklärung.
Top-Ausbildungsbetrieb: Eine Würdigung für qualitativ hochwertige Ausbildung und großes Engagement für Berufsorientierung und Fachkräfteentwicklung erhielten insgesamt 22 Unternehmen aus den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld, Wittenberg, Mansfeld-Südharz, Saalekreis, dem Burgenlandkreis und dem Salzlandkreis sowie aus Halle (Saale). Sie tragen nun das Gütesiegel “Top-Ausbildungsbetrieb 2025”.
Top-Berufsorientierung: Mit dem Berufsorientierungs-Förderpreis “BOF 5.000” fördern IHK Halle-Dessau und Handwerkskammer Halle Schulen im südlichen Sachsen-Anhalt, die auf eine frühzeitige Berufsorientierung setzen.ort Der Wettbewerb sucht jugendgerechte, auf Handwerks- und IHK-Berufe ausgerichtete Ideen und Maßnahmen.
Zu den Preisträgern 2025 gehörte bereits zum fünften Mal die St. Mauritius-Sekundarschule aus Halle (Saale). Zum zweiten Mal freute sich die Förderschule (GE) Merseburg in der Außenstelle Mücheln über ein Preisgeld. Und die “Über.Flieger” der Bernburger Sekundarschule “Campus Technicus” überzeugten die Jury mit dem gleichnamigen Projekt. Die Schüler wollen ein 3D-Druck-Flugzeug herstellen und dabei Kenntnisse für handwerkliche wie technische Berufe gewinnen.
Zuwanderung in den Arbeitsmarkt: Sprache und Arbeit sind Schlüssel für Integration
Zuwanderung von Arbeits- und Fachkräften aus dem Ausland in den deutschen Arbeitsmarkt wird immer wichtiger. Vor allem aus sogenannten Drittstaaten. Sie tragen in wachsendem Maße dazu bei, Personalbedarf zu decken und den Wohlstand zu sichern. Was klappt gut, wo gibt es Defizite und wie finden Unternehmen Hilfe, wenn sie selbst auf Personalsuche gehen?
2025 begleitete eine Serie in der “Mitteldeutschen Wirtschaft” das Thema:
- Wie die IHK bei der Integration vor Ort hilft (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 4502 KB), erfuhren die Leser in Ausgabe 2 auf den Seiten 17 bis 19.
- Die Aus- und Weiterbildungsberater der IHK gaben in der MiWi 3 im Beitrag “Sprache. Sprache. Sprache!” auf den Seiten 12 und 13 Tipps dazu, wie die IHK die Ausbildung Jugendlicher aus dem Ausland unterstützt (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 5435 KB).
- In der Ausgabe 4 drehte sich alles um das Thema Perspektiven und wie Unternehmen junge Leute nach ihrer Ausbildung an den Betrieb binden können. Mehr dazu im Beitrag “Integration ist keine Einbahnstraße (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 7264 KB)” auf Seite 13.
- Wie der Syrer Samer Alghanim das Ankommen in Deutschland erlebt hat und was für ihn wichtig für die Integration war, schildert der Beitrag “Arbeit ist Schlüssel für Integration (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 7264 KB)” auf Seite 13 der MiWi-Ausgabe 5.
- Wie eine Messe in Usbekistan für die duale Berufsausbildung hierzulande warb, beleuchtet der Beitrag in der MiWi-Ausgabe 6 (Link zum Beitrag „Proaktiv für duale Ausbildung“)
Azubiumfrage 2025: Bestnoten für Ausbildungsbetriebe
Was Auszubildende von ihrem Lehrbetrieb erwarten, was sie wünschen und wie sie ihre Ausbildungsbetriebe bewerten, das spiegelt jährlich die Azubi-Umfrage. 2025 gab es Bestnoten.
Drei Viertel der Befragten lernen ihren Wunschberuf. 92 Prozent der Jugendlichen fanden ihren Ausbildungsplatz in der Region. Die hohe Ausbildungszufriedenheit ist ein großes Lob für unsere Unternehmen. Die Kraftanstrengungen für die Ausbildung lohnen sich also in jeder Hinsicht.Dr. Simone Danek, IHK-Geschäftsführerin für Aus- und Weiterbildung nach der Auswertung der Umfrage
- Besonders positiv wird ein angenehmes Betriebsklima, ein gutes Image des Unternehmens sowie eine wertschätzende Begleitung durch die Ausbilder bewertet.
- 90 Prozent schätzen ihren Ausbildungsbetrieb und würden ihn anderen weiterempfehlen.
- Die Mehrheit der Jugendlichen erhoffen sich gute Übernahme- und Karrierechancen, einen hohen Praxisbezug und eine Übereinstimmung zwischen beruflichen Aufgaben und eigenen Interessen.
Wie das im Alltag aussieht, erfuhr die “Mitteldeutsche Wirtschaft” bei einer Stippvisite bei zwei TOP-Ausbildungsbetrieben 2025. Für die Ausgabe 4 besuchte sie die Kuhlmann Leitungsbau GmbH & Co. KG in Bernburg und die Niederlassung Peißen/Landsberg der Hagos eG. Die passenden Geschichten zu den Themen Azubi-Umfrage & TOP-Ausbildungsbetriebe gibt es im Beitrag "Offene Ohren und prima Klima (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 7264 KB)” in der MiWi Ausgabe 4 ab Seite 14.
Ausbildungsumfrage: Ausbildung bleibt herausfordernd
Viele Betriebe wollen ausbilden, doch geeignete Bewerber fehlen oft. Die Ergebnisse der Ausbildungsumfrage 2025 zeichnen ein Bild zwischen Ausbildungsengagement, Nachwuchsmangel und strukturellen Herausforderungen.
149 kleine und mittelständische Unternehmen aus Industrie, Handel, Bau und Dienstleistung beteiligten sich an der diesjährigen Ausbildungsumfrage 2024/2025. Sie bestätigten: Trotz wachsender Herausforderungen bleibt die Ausbildungsbereitschaft hoch. Mehr als die Hälfte der Betriebe halten ihr Angebot stabil, knapp 19 Prozent planen sogar, mehr Ausbildungsplätze zu schaffen.
52 Prozent der befragten Unternehmen konnten allerdings im Jahr 2024 nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen. Der häufigste Grund dafür sind fehlende geeignete Bewerbungen. Viele Jugendliche bringen laut Unternehmen nicht die nötigen schulischen oder persönlichen Voraussetzungen mit. 91 Prozent der Betriebe beobachten Mängel in der Ausbildungsreife der Schulabgänger. Sie sind weniger belastbar, es fehlen neben elementaren Rechenfertigkeiten vor allem Leistungsbereitschaft, Motivation und Disziplin.
Entsprechend hoch ist der Wunsch nach Veränderungen: Mehr Praxisbezug in der Berufsschule, deren bessere Ausstattung und eine engere Zusammenarbeit zwischen Schule und Betrieb zählen zu den meistgenannten Forderungen.
“BlickPunkt Unternehmen”: Neues Format erhöht Praxisbezug in den Schulen
Welchen Beitrag lokale Unternehmen für ihre Region leisten und welche Bedeutung unternehmerisches Engagement damit für den Wohlstand der Gesellschaft hat, bleibt für Schülerinnen und Schüler im Alltag oft unsichtbar. Das neue Projekt “BlickPunkt Unternehmen” der IHK Halle-Dessau setzt hier an und wird diese Wissenslücke in Kooperation mit regionalen Betrieben seit Anfang September 2025 um vielseitige und interessante Eindrücke aus dem Unternehmensalltag ergänzen.
Den Anfang machten am 4. September 2025 Mitarbeitende der SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH, die in der Berufsbildenden Schule des Landkreises Wittenberg über ihren Berufsalltag, ihre Motivation und die vielfältigen Tätigkeitsfelder im Unternehmen berichteten. Im Anschluss beantworteten sie den Jugendlichen viele Fragen und gaben ihnen damit ganz praxisnahe Einblicke in die Arbeitswelt ihrer Heimatregion.
Das Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 und wird in enger Zusammenarbeit mit Schulen, Unternehmen und der lokalen Wirtschaftsförderung umgesetzt. Es ergänzt die Formate bzw. Initiativen “Ausbildungsbotschafter” und “Unternehmer machen Schule”, die sich an andere Klassenstufen und Schulformen wenden und bereits seit einigen Jahren in immer mehr Schulen erfolgreich durchgeführt werden.
Fachkräfteforum 2025: Fachkräfte finden, Fachkräfte binden – wo stehen wir?
Die Sicherung von Fachkräften bleibt eine der drängendsten Herausforderungen für Unternehmen in Sachsen-Anhalt. Aus diesem Grund haben die IHKn Halle-Dessau und Magdeburg am 10. September 2025 zum Fachkräfte-Forum 2025 eingeladen. Unter dem Motto “Strategien für die Zukunft – Impulse für Entscheider” diskutierten Entscheider aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und boten Geschäftsführenden sowie Personalverantwortlichen eine exklusive Plattform für Austausch, Inspiration und konkrete Lösungsansätze.
Impulse aus der Praxis für die Praxis gaben unter anderen Dr. Andrea Ferber, Inhaberin, Führung und Verkauf im Mittelstand, Benedict Rehbein, Geschäftsführer pioneer communications GmbH, Philip Herzer, Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung, Michael E.W. Ney, Zukunftszentrum Digitale Arbeit Sachsen-Anhalt und Dr. Holger Kolb, Sachverständigenrat für Integration und Migration.
Eröffnet wurde das Fachkräfteforum von Sven Schulze, Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt.
Voller Einsatz – auch 4.150 Kilometer entfernt: BerufsEXPO Tashkent
Am 1. und 2. Oktober 2025 fand zum ersten Mal die berufsEXPO Tashkent in Usbekistan statt – eine Ausbildungsmesse rund um die Duale Ausbildung und das Duale Studium in Deutschland, organisiert und begleitet von Angela Papenburg, Schirmherrin und Honorarkonsulin der Republik Usbekistan für Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Gemeinsam mit den Kollegen der IHK zu Leipzig und der IHK Gera durfte die IHK Halle-Dessau Teil dieser besonderen Premiere sein.
Auf dem Gelände der GP Günter Papenburg AG Uzbekistan informierten rund 50 Aussteller die Besucher über Karrierechancen in Deutschland. Beim Quiz “Ausbildung in Deutschland” wurde eifrig mitgeraten – und natürlich gab es auch Preise zu gewinnen.
Mit rund 1.500 Besucherinnen und Besuchern wurden die Erwartungen deutlich übertroffen – ein starkes Signal dafür, wie wichtig internationale Begegnungen für die Fachkräftesicherung und den interkulturellen Dialog sind und dass die berufsEXPO Tashkent auch im nächsten Jahr fortgesetzt wird. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte - und auf neue Talente, die ihren Weg nach Deutschland finden möchten.
Ausbildung macht mehr aus uns: IHK-Ausbildungskampagne jetzt#könnenlernen
Kaum haben im Herbst 2025 mehrere hunderttausend Azubis ihre Ausbildung begonnen, startet bereits die Bewerbungsphase für die nächste Generation. Die IHKn und ihr Dachverband, die Deutsche Industrie- und Handelskammer, begleiten diesen wichtigen Moment erneut mit einer bundesweiten Kampagne, die Lust auf Ausbildung macht – frisch, frech und direkt am Puls der Zielgruppe.
Mit Claims wie “Keine Sorge, die tun was.”, “Nicht fake, aber fähig.” oder “Ihr könnt uns mal, was beibringen.” setzen die IHKn klare Signale: Die duale Ausbildung bietet echte Perspektiven – für junge Leute ebenso wie für Betriebe, die noch viele offene Plätze zu besetzen haben.
Auch im Kammerbezirk der IHK Halle-Dessau laufen parallel zur Außenwerbung Werbespots in den Kinos Halle und Dessau. Zudem sind auch die Ausbildungsunternehmen wichtige Partner. So erhielten die Top-Ausbildungsbetriebe 2025 kostenfreie Werbebanner im Kampagnendesign, um für ihre Ausbildungsmöglichkeiten zu werben.
Jetzt mehr erfahren über die Kampagne jetzt#könnenlernen.
Nicht nur suchen, sondern auch finden: Hallo Beruf, die Börse für Praktika und Ausbildungsplätze
Seit Anfang 2025 können mit der landesweiten Suchplattform “hallo-beruf.de” Ausbildungsbetriebe freie Ausbildungsplätze und duale Studiengänge einfach und effizient bewerben. Zudem ist es möglich, Praktikumsplätze zur Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler zu veröffentlichen.
Jugendliche können dort gezielt nach Berufen, Regionen oder Tätigkeitsbereichen filtern. Darüber hinaus erhalten die Nutzer wichtige Informationen und Tipps rund um das Thema Ausbildung.
Unternehmen, die sich noch keinen kostenfreien Account erstellt haben, können dies unter www.hallo-beruf.de tun. Alle hier veröffentlichten Inserate werden zusätzlich auf dem bundesweiten Suchportal “Meine Ausbildung in Deutschland” angezeigt. Dies erhöht die Reichweite der eingestellten Ausbildungs- und Praktikumsangebote und die Chancen auf ein Matching zwischen Ausbildungsinteressierten und Unternehmen.
Kontakt
Katalin Stolzki
Dr. Simone Danek
Hendrik Senkbeil