Cyberangriffe, Sabotage, fragile Lieferketten sowie Energie- und Rohstoffabhängigkeiten machen wirtschaftliche Resilienz zu einer unternehmerischen Aufgabe. Gleichzeitig entstehen im wachsenden Sicherheits- und Verteidigungsmarkt neue Geschäftschancen. Gerade Südwestfalen verfügt mit seiner hohen industriellen Fertigungstiefe, Präzisions- und Serienkompetenz sowie Stärken in Metall, Elektronik, Sensorik, Automatisierung und weiteren Technologiefeldern über erhebliche Dual-Use-Potenziale.
Die SIHK begleitet Unternehmen dabei als regionale Go-to-Defence-Anlaufstelle. Sie schafft Orientierung, macht Kompetenzen sichtbar, informiert über Anforderungen und bringt Unternehmen mit Auftraggebern, Systemhäusern, Forschung und weiteren Partnern zusammen. Zugleich unterstützt sie Betriebe dabei, Lieferketten, Infrastruktur und Krisenvorsorge widerstandsfähiger aufzustellen.
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Das FachForum ist das zentrale Netzwerk der SIHK für Wirtschaft und Gesamtverteidigung. Quartalsweise bringt es Unternehmen mit Bundeswehr, Verwaltung, Wissenschaft und weiteren Partnern zusammen. Im Fokus stehen Marktzugang, zivil-militärische Zusammenarbeit, resiliente Lieferketten und betriebliche Vorsorge.
Der Einstieg in den Defence-Markt führt nicht nur über direkte Aufträge der Bundeswehr. Für mittelständische Unternehmen bieten insbesondere bestehende Lieferketten, Systemhäuser, Dual-Use-Anwendungen und internationale Kooperationen interessante Zugänge. Die SIHK unterstützt bei der Orientierung und vermittelt zu passenden Plattformen und Angeboten.
Verteidigungsfähigkeit ist keine rein militärische Aufgabe. Deutschland ist auf leistungsfähige Verkehrswege, funktionierende Energie- und Kommunikationsnetze, stabile Lieferketten, industrielle Kapazitäten und zahlreiche zivile Dienstleistungen angewiesen. Der Operationsplan Deutschland regelt das Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Staat.
Wirtschaftsschutz und Krisenvorsorge helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen, sensible Werte zu schützen und die Handlungsfähigkeit des Unternehmens auch in außergewöhnlichen Situationen zu erhalten. Damit werden sie zu zentralen Bausteinen unternehmerischer Resilienz.
Die veränderte Sicherheitslage stellt neue Anforderungen an Wirtschaft und Staat. Die IHK-Organisation setzt sich für schnellere Verfahren, resiliente Infrastruktur, bessere Bedingungen für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sowie eine stärkere technologische und wirtschaftliche Handlungsfähigkeit Europas ein.