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IHK wirbt beim Bund für Infrastruktur und Tourismus

Bundeskoordinatorin in Emden
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) für Ostfriesland und Papenburg hat bei der Koordinatorin der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft und Tourismus, Claudia Müller, für regionale Infrastrukturprojekte geworben. „Die Anpassung der Fahrrinne in der Außenems ist für die Erhaltung der nationalen und internationalen Wettbewerbsfähigkeit unseres Hafens existenziell", sagte IHK-Präsident Dr. Bernhard Brons.
Die IHK hatte Müller mit Vertretern der Hafenwirtschaft, der Tourismusbranche sowie der Politik bei einer Rundfahrt mit dem Traditionsschiff „Ems“ zusammengebracht. Vor diesem Hintergrund zeigte Frank Wessels als Vorsitzender des IHK-Unterausschusses für den Seehafen Emden die Bedeutung des Hafens als Werftstandort sowie für den Umschlag von Autos, Forstprodukten, Windkraftkomponenten, Baustoffen sowie Militärgütern auf. „Unser Hafen bietet circa 10.000 Menschen einen versicherungspflichtigen Arbeitsplatz."
Mit der Fahrrinnenanpassung und der Umsetzung des Masterplanes Ems sollen an der Emsmündung in Zukunft Ökonomie und Ökologie in Einklang gebracht werden, betonte Hermann Poppen, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Ems-Nordsee.
Die IHK-Vertreter wiesen Müller zudem auf die Notwendigkeit zum Bau einer zweiten Eisenbahnklappbrücke hin. Über die bestehende Brücke laufe fast der gesamte Güterverkehr des Emder Hafens. Zudem würden viele Urlauber mit der Bahn nach Borkum, Juist und Norderney anreisen.
Neben wichtigen Infrastrukturprojekten waren nicht zuletzt auch die aktuellen Herausforderungen der Tourismuswirtschaft Thema des Austausches mit der Bundeskoordinatorin. „Das Gastgewerbe war von den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie besonders stark betroffen. Jetzt sind die explodierenden Energiekosten und der Mangel an Arbeitskräften unsere größten Herausforderungen“, sagte der Vorsitzende des IHK-Tourismusausschusses, Stefan Fröhlich. „Wir benötigen hier weniger Bürokratie bei der Einwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland und eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten.“
„Häfen sind von existenzieller Bedeutung für unsere stark exportorientierte Wirtschaft. Das gilt auch für den Emder Hafen, der als großer Arbeitgeber einen ganz direkten Einfluss auf die wirtschaftliche Lage in der Region hat“, so Claudia Müller. Der Tourismus sei ein weiterer wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region. „Nach Corona ist es nun unsere oberste Priorität, im Tourismus Planungssicherheit, insbesondere für den Herbst und den Winter, zu schaffen. Betriebsschließungen müssen wir mit allen Mitteln verhindern. Gleichzeitig drücken die hohen Energiekosten das Geschäftsklima und möglicherweise auch die Reiselust. Das ist uns bewusst und deshalb gilt es hier, Entlastungen zu schaffen“.