Unternehmensinitiative zur PPWR
Die IHK Chemnitz lädt Unternehmen herzlich ein, sich bis zum 11. September 2026 mit einer eigenen Stellungnahme an der Unternehmensinitiative zur PPWR zu beteiligen.
Im Mittelpunkt stehen konkrete Erfahrungen aus dem Unternehmensalltag: Wo verursacht die PPWR zusätzlichen Aufwand? Welche Regelungen bereiten in der praktischen Umsetzung Probleme? Welche Kosten und Konsequenzen entstehen? Und welche Lösungen wären aus Unternehmenssicht sinnvoll?
Geben Sie Ihr Feedback zur Ihren Erfahrungen bei der Umsetzung der PPWR, beispielsweise zu folgenden Punkten:
Grundlegende Herausforderungen
- Abgrenzung und Definition der verschiedenen Rollen, bspw. Erzeuger und Hersteller
- Komplexität des Regelwerks
- ausstehende Durchführungsrechtsakte und daraus resultierende Unsicherheiten bei der Umsetzung
Erweiterte Herstellerverantwortung
- Registrierungspflichten in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten
- Verantwortung für die Verpackungsentsorgung und damit verbundene Systembeteiligungspflichten
- Pflicht zur Bestellung eines Bevollmächtigten in den jeweiligen EU-Mitgliedstaaten
- Mengenerfassung nach Materialfraktionen und Vertriebswegen, beispielsweise auch für Transportverpackungen
- fehlende Bagatellgrenzen und die damit verbundenen Auswirkungen
Konformitäts- und Nachweispflichten
- Aufwand und Kosten für Dokumentation, Nachweisführung und Kennzeichnung
- praktische Herausforderungen bei der Beschaffung und Weitergabe notwendiger InformationenEuropäische Verpackungsverordnung
- mögliche Auswirkungen auf Lieferketten sowie den Schutz von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen
Darüber hinaus sind Einschätzungen zum tatsächlichen Nutzen und zu den praktischen Effekten der Regelungen gefragt. Ebenso wichtig sind konkrete Lösungsvorschläge und Forderungen aus der Unternehmenspraxis, die zu einer einfacheren und praxistauglicheren Umsetzung beitragen können.
Erfahrungen aus der Praxis sichtbar machen: Je konkreter die Beispiele aus den Unternehmen sind, desto deutlicher lässt sich gegenüber der europäischen Politik aufzeigen, wo die PPWR in der Praxis zu Schwierigkeiten führt und an welchen Stellen Nachbesserungsbedarf besteht.
Die IHK Chemnitz unterstützt Unternehmen bei Bedarf gern bei der Formulierung ihrer Stellungnahme. Auf Wunsch steht zudem ein Musterschreiben als Orientierung zur Verfügung.
Rückmeldungen sind möglichst bis zum 11. September 2026 erbeten.
So können Sie sich beteiligen
So können Sie sich beteiligen
Bitte senden Sie Ihre Stellungnahme bzw. Ihre konkreten Praxisbeispiele an die IHK Chemnitz:
- Ansprechpartnerin: Monique Thalheim
E-Mail: monique.thalheim@chemnitz.ihk.de
Die IHK Chemnitz bündelt die eingehenden Rückmeldungen und übermittelt diese via E-Mail direkt an Jessika Roswall, EU-Kommissarin für Umwelt, Wasserresilienz und wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft, sowie an den sächsischen Europaabgeordneten Oliver Schenk.
Je mehr Unternehmen ihre konkreten Erfahrungen einbringen, desto deutlicher kann auf europäischer Ebene aufgezeigt werden, wo die PPWR in der Praxis zu zusätzlichem Aufwand, Kosten und weiteren Hürden führt und an welchen Stellen Nachbesserungsbedarf besteht.
Weitere Möglichkeiten zur Beteiligung:
Weitere Informationen zum Thema "Europäische Verpackungsverordnung” stellen wir Ihnen auf unserer Webseite zur Verfügung.