Die Speditionsbranche in Baden-Württemberg reagiert auf die bislang unzureichende öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektro-LKWs: Unter der Federführung des Verbands Spedition und Logistik Baden-Württemberg (VSL) entsteht gemeinsam mit Kravag Truck Charging ein eigenes, privates Ladenetzwerk. Im Rahmen einer Pilotregion im Südwesten sollen sich Mitgliedsunternehmen ihre Ladepunkte gegenseitig zur Verfügung stellen. Damit lasse sich nicht nur die Reichweite elektrischer LKWs vergrößern, sondern auch die Wirtschaftlichkeit der Ladeinfrastruktur erhöhen, so der VSL. Die Betriebe profitierten durch die gemeinsame Nutzung von besserer Auslastung und günstigeren Strompreisen, die sich voraussichtlich im Bereich von rund 30 bis 35 Cent netto pro Kilowattstunde bewegen sollen.
Prinzip des Teilens
Die Plattform funktioniert nach dem Prinzip des Teilens: Speditionen können freie Ladezeiten an anderen Standorten buchen, verwalten und abrechnen – einfach per App. Für VSL-Mitgliedsbetriebe sollen Anbindung und Nutzung vergünstigt sein. Es ist geplant, dass die ersten Standorte noch vor Jahresende online gehen und damit den Grundstein für ein flächendeckendes Netzwerk legen, das die Antriebswende im Güterverkehr voranbringt.
WAB