IHK-MAGAZIN
Nr. 7008154
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Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge: Regionalbotschafter

Bereicherung fürs ganze Team

Das Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ vernetzt, informiert und berät Unternehmerinnen und Unternehmer zu allen Fragen rund um die Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Flucht- und Zuwanderungshintergrund.
„Bei visuellverstehen erleben wir jeden Tag, dass Vielfalt die Qualität unserer Arbeit steigert. Unterschiedliche Perspektiven bringen bessere Ideen hervor“, sagt Sören Riechmann, Geschäftsführer der Agentur visuellverstehen in Flensburg und Schleswig-Holsteins Regionalbotschafter 2025/2026 im Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ (NUiF). Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten und die regionale Vernetzung zu stärken, ernennt das Netzwerk pro Jahr ein Unternehmen in jedem Bundesland, das den Titel Regionalbotschafter trägt. Sie teilen ihre Erfahrungen, wie die Integration von Fach- und Arbeitskräften aus dem Ausland in die Arbeitswelt gelingt, und sind Ansprechpersonen für andere Betriebe, die einen ähnlichen Weg gehen möchten. Mitglieder des Netzwerks erhalten etwa Unterstützung bei Rechtsfragen und Infos zu Fördermöglichkeiten und Ansprechpersonen. Zudem bietet das Netzwerk Raum für Austausch und Vernetzung.
Integration ist kein Projekt, sondern gelebter Alltag.
Auch Sören Riechmann sind Herausforderungen nicht fremd. „Schwierig war bei uns zunächst die Sprachbarriere und natürlich der Papierkram. Aber ehrlich gesagt, war das alles halb so wild. Mit Geduld, Unterstützung im Team und klarer Kommunikation konnten wir die Hürden schnell abbauen“, so der Unternehmer. Indem er zeigt, wie Integration funktioniert, wenn man es einfach mache, möchte er ein Vorbild sein. „Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten und Zugewanderten ist zu sehen, wie höflich, motiviert und gut ausgebildet unsere Kolleginnen und Kollegen sind. Sie bringen frische Blickwinkel, große Lernbereitschaft und Respekt mit ins Team“, erklärt er. Das habe die Agenturkultur bereichert und ihm sowie seinen Mitarbeitenden gezeigt, dass Offenheit auf allen Seiten zu echtem Miteinander führe.
Den Betrieben in Schleswig-Holstein gibt er mit, einfach anzufangen: „Sprecht offen mit eurem Team, bindet alle ein und habt keine Angst vor Hürden. Reden, zuhören und gemeinsam Lösungen finden – das ist das Wichtigste. Integration ist kein Projekt, sondern gelebter Alltag.“
Auch für 2026/2027 werden wieder Regionalbotschafter gesucht.
Mehr unter: www.unternehmen-integrierenfluechtlinge.de
Mehr aus den Rubriken: Fachkräfte, Unternehmenskultur
Autorin: Joana Detlefs
Veröffentlicht: April 2026

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