Pressemitteilung
Brownfield-Entwicklung ermöglicht Einsparung bei Flächenverbrauch
Neue Veranstaltungsreihe „Zukunft vor Ort“ von IHK und GREATER ROSTOCK überzeugte mit neuen Impulsen.
Rostock/Güstrow, 18. Juni 2026. „Güstrow fetzt“, so Güstrows Bürgermeister Sascha Zimmermann inmitten einer großen Immobilie voller Industriecharme. Ein großer Hallenkomplex im Industriepark Güstrow war am 16. Juni 2026 die Event-Location für das neue Veranstaltungsformat „Zukunft vor Ort“, das die IHK zu Rostock und GREATER ROSTOCK gemeinsam mit der Barlachstadt Güstrow, der Wirtschaftsförderung des Landkreises, der Industriepark Petersen GmbH und Germany Trade & Invest auf die Beine gestellt haben.
An den großen Hallen waren fast alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer „schon mal vorbeigefahren“, doch kaum jemand von ihnen war jemals in den Hallen. „Zukunft vor Ort“ diente damit als Türöffner für Viele, die in der Region schon lange nach geeigneten Gewerbe- und Industrieflächen Ausschau halten.
Ziel: Gewerbe- und Industriestandorte stärker in den Fokus rücken
Mit dem Industriepark Güstrow und dem Gelände der einstigen Zuckerfabrik als Industriegebiet verfügt die Barlachstadt über geeignete Flächen für Unternehmensansiedlungen. Güstrow will diese Flächen für interessierte Investoren sichtbarer machen. Denn „Wiederverwendung schlägt Neuerschließung“, wie Raphael Thießen, Director Key Account Brownfields & Standortentwicklung (SIERA) in seinem Impulsvortrag „Brownfield 2.0 – Industriebrachen und Bestandsflächen neu denken“ verdeutlichte.
Als „Brownfields“ bezeichnen Fachleute bereits bebaute oder vorgenutzte Gelände, die brachliegen und revitalisiert werden können. Die Vorträge zeigten Perspektiven für Industrieflächen, Sanierung und Energie auf. Deutlich wurde dabei: Neben der Sichtbarkeit der relevanten Zukunftsflächen kommt es darauf an, früh alle betroffenen Interessensgruppen zu integrieren, Risiken zu klären und die Projekte bezahlbar umzusetzen. Das neue Netzwerkformat kam bei den Unternehmerinnen und Unternehmern sehr gut an und auch Güstrows Bürgermeister Sascha Zimmermann war sehr zufrieden: „Veranstaltungen wie „Zukunft vor Ort“ zeigen eindrucksvoll, dass wir in Güstrow und der gesamten Region den Schlüssel für wirtschaftlichen Erfolg auch selbst in der Hand halten: eine starke Vernetzung. Wenn alle Akteure an einem Strang ziehen, bündeln wir unsere gemeinsamen Kräfte optimal. Nur durch diese enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe können wir die anstehenden Aufgaben meistern und unsere Region als attraktiven Wirtschaftsstandort positionieren.“ - für die Region ein möglicher „Quick Entry“ für neue Industrieansiedlungen. Dementsprechend waren unter den Besuchern viele Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bereich Projektentwicklung und industrielle Anwendungen.
Neben Raphael Thießen hörten sie mit Interesse den Keynotes des Gründers Emanuel Heisenberg (Gründer & CEO ecoworks) und Philipp Kertscher (WEMAG) zu serieller Sanierung von Bestandsgebäuden sowie Perspektiven für eine zukunftsfähige Energieversorgung von Standorten zu. Beispiele aus anderen Städten inspirierten zu Überlegungen, was künftig auf dem Industrieareal in der Barlachstadt geschehen könnte: Von industrieller Produktion bis hin zu Musikveranstaltungen. Fest steht: Die Verkehrsinfrastruktur ist vorhanden, der Standort verfügt über ein riesiges Potenzial.
IHK-Präsident Strupp erklärte die Auswahl des ungewöhnlichen Veranstaltungsorts:
„Wirtschaftliche Entwicklung entsteht nicht allein auf Präsentationsfolien, sondern dort, wo Unternehmen investieren, Arbeitsplätze schaffen und Innovationen vorantreiben. Daher möchten wir, dass die Unternehmerinnen diesen Ort mit allen Sinnen erleben und sie damit motivieren, zu überlegen, was hier entstehen könnte.“
Besonders spannend sei das, weil sich Güstrow zu einem wichtigen Standort der Energiewende entwickle. Projekte im Bereich neue Energieinfrastrukturen eröffneten Perspektiven, die weit über die Region hinausreichten.
Fortsetzung folgt
„In unserem IHK-Bezirk gibt es nach wie vor wahre Schätze, die für eine Nachnutzung revitalisiert werden können“, sagt Sven Olsen, bei der IHK zu Rostock Leiter des Geschäftsbereiches Innovation, Umwelt, Verkehr, Maritime Wirtschaft.
Er verweist darauf, dass an einigen Standorten im IHK-Bezirk Flächenknappheit herrsche. Das bremse die Wirtschaftsentwicklung in der Region, umso wichtiger seien Areale, die sich nachnutzen lassen. Sven Olsen ergänzt:
„Mit dem neuen Format möchten wir aber nicht nur Flächen, Gebäude und Standorte präsentieren. Wir möchten Akteure zusammenbringen und Vernetzung initiieren, um so auch neue Projekte anzustoßen.“
Daher sei „Zukunft vor Ort“ als Veranstaltungsreihe gedacht, um die entscheidenden Akteurinnen und Akteure an ungewöhnlichen Orten zusammenzubringen und GREATER ROSTOCK als starken Wirtschaftsstandort zu präsentieren.