IHK zu Rostock veröffentlicht Realsteueratlas 2025

Rostock. Die Industrie- und Handelskammer zu Rostock hat eine kompakte Übersicht ihres Realsteueratlas 2025 veröffentlicht. Auf zehn Seiten werden die Hebesätze der Gewerbesteuer sowie der Grundsteuer B für insgesamt 213 Kommunen im IHK-Bezirk dargestellt – darunter die Hanse- und Universitätsstadt Rostock, 112 Kommunen im Landkreis Rostock und 100 im Landkreis Vorpommern-Rügen.
Der Atlas bietet Existenzgründerinnen und -gründern sowie bestehenden Unternehmen eine wichtige Orientierung bei Standortentscheidungen und dient als Argumentationshilfe im Dialog mit der Kommunalpolitik.
Im Landkreis Rostock senkte eine Kommune die Gewerbesteuer, elf erhöhten sie. Die Grundsteuer B wurde dort von 95 Kommunen gesenkt und von neun erhöht. Im Landkreis Vorpommern-Rügen reduzierten sechs Kommunen die Gewerbesteuer, sieben erhöhten sie; die Grundsteuer B wurde in 56 Kommunen gesenkt und in neun erhöht. Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock senkte die Grundsteuer B.
„Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist eine maßvolle Steuerpolitik ein entscheidender Standortfaktor. Steigende Gewerbesteuerhebesätze erhöhen unmittelbar die Belastung der Unternehmen und schwächen die Wettbewerbsfähigkeit von Kommunen. Für Neuansiedlungen und die Dienstleistungswirtschaft sind verlässliche und attraktive steuerliche Rahmenbedingungen heute wichtiger denn je“, betont Nicole Vogelsang, Leiterin des Geschäftsbereiches Organisation, Recht und Steuern der IHK zu Rostock.
Im IHK-Bezirk reicht der Gewerbesteuersatz von 260 Prozent in Lohmen bis 465 Prozent in Rostock. Die Grundsteuer B liegt zwischen 185 Prozent in Graal-Müritz und 488 Prozent in Bützow. Im Landkreis Vorpommern-Rügen reicht die Gewerbesteuer von 210 Prozent in Dranske bis 450 Prozent in Eixen, die Grundsteuer B von 100 Prozent in Ahrenshoop bis 532 Prozent in Stralsund.
Der Realsteueratlas 2025 ist auf der Website der IHK zu Rostock abrufbar.