IHK zu Rostock zu Trumps Zolldrohungen
Zu den neuesten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump im Zuge des Grönland-Konflikts sagt Klaus-Jürgen Strupp, Präsident der IHK zu Rostock:
„Die Zollpolitik der USA verstößt gegen die Regeln der Welthandelsorganisation, schafft Rechtsunsicherheit und stört globale Lieferketten massiv. Hochzollpolitik und zusätzliche Handelshemmnisse setzen das Fundament der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen weiter unter Druck und belasten viele Unternehmen sehr stark. Für die exportorientierten Unternehmen wären weitere Zölle daher ein neuer Tiefschlag. Gerade daher ist es jetzt besonders wichtig, dass Exportunternehmen neue verlässliche Märkte erschließen können. Das kürzlich erst unterzeichnete, aber noch nicht ratifizierte Mercosur-Abkommen ist dafür ein wichtiger Baustein. Die EU ist weiter gefordert, in handelspolitischen Verhandlungen voranzukommen. Die exportorientierten Unternehmen brauchen eine starke, entschlossene Europäische Union, die Abhängigkeiten reduziert und die eigene Wettbewerbsfähigkeit stärkt.“
Hochzollpolitik und zusätzliche Handelshemmnisse setzen das Fundament der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen weiter unter Druck und belasten viele Unternehmen sehr stark. Für die exportorientierten Unternehmen wären weitere Zölle daher ein neuer Tiefschlag.
Erkennbar sei, dass der US-Präsident nicht auf die Stärke des Rechts, sondern auf das Recht des Stärkeren setze. Die Unberechenbarkeit der USA mindere die Verlässlichkeit für die Wirtschaft.
Klaus-Jürgen Strupp: „Was die neuen Entwicklungen verdeutlichen, ist, was wir als IHK zu Rostock immer wieder fordern: Die regionale Wirtschaft muss als Teil der europäischen Wirtschaft befähigt werden, sich auf ihre eigenen Stärken zu konzentrieren. Der gegenwärtige Wohlstand muss es uns wert sein, dass wir nachhaltig in die eigene wirtschaftliche Stärke investieren. Das bedeutet: Reformen endlich beherzt und wirksam anstoßen.“
Die IHK zu Rostock: „Europa ist eine eigene Wirtschaftsmacht. Die Bundesregierung kann und muss gemeinsam mit der EU machtpolitisch motivierte wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen gegen demokratische Partnerstaaten entschieden zurückweisen. Dabei gibt es klare Prioritäten: Zölle abbauen, Handelshemmnisse beseitigen und europäische Souveränität wahren. Wir dürfen uns nicht spalten lassen und müssen als Europäer an einem Strang ziehen und unsere Handelsbeziehungen z. B. nach Japan, Indien und Nordafrika intensivieren.“