Pressemitteilung

IHK zu Rostock zeichnet 101 TOP Ausbildungsbetriebe aus

Erstmals Sonderpreis für gelungene Integration vergeben

Rostock /Stralsund. Insgesamt 101 Unternehmen aus ihrem IHK-Bezirk hat die IHK zu Rostock heute in der Stadthalle Rostock für ihre absolut beste TOP-Ausbildungsqualität als „TOP Ausbildungsbetrieb“ ausgezeichnet. Erstmals wurde auch ein Ausbildungsbetrieb mit dem Sonderpreis „TOP integriert - weltoffen #könnenlernen“ prämiert: Das Hotel Neptun in Warnemünde.
Ob kleines, mittelgroßes oder großes Unternehmen, ob aus Rostock, dem Landkreis Rostock oder dem Landkreis Vorpommern-Rügen: Hervorragende Ausbildungsunternehmen gibt es zahlreich im Bezirk der IHK zu Rostock. Sie alle eint der feste Wille, Auszubildenden echte Perspektiven zu eröffnen. Die 101 besten unter den Bewerbungen um die Auszeichnung „TOP Ausbildungsbetrieb 2026“ hat die IHK zu Rostock jetzt prämiert. Der Titel wurde dieses Jahr in zwei Kategorien vergeben:
  • Unternehmen bis 49 Mitarbeiter/-innen,
  • Unternehmen ab 50 Mitarbeiter/-innen.

TOP 100 für exzellente Ausbildung

Irmhild Düwel, Geschäftsführerin des AFZ Aus- und Fortbildungszentrums Rostock GmbH, Mitglied der Jury „TOP Ausbildungsbetrieb“ und Vorsitzende des IHK-Bildungsausschusses, wies in ihrer Begrüßung darauf hin, dass die Jury 2025 entschieden habe, nur noch die absolut besten TOP 100-Ausbildungsbetriebe auszuzeichnen. Angesichts kontinuierlich gestiegener Bewerbungszahlen in den vergangenen Jahren sollen nur die absolut Besten für ihre exzellente Ausbildung ausgezeichnet werden. Dass dieses Jahr nun 101 und nicht 100 Betriebe ausgezeichnet wurden, ist auf einen Punktegleichstand zurückzuführen.
Irmhild Düwel betonte: „Die Beschränkung auf die TOP 100 bedeutet nicht, dass nicht auch andere Unternehmen in unserer Region hervorragend ausbilden, doch: Nicht alle Ausbildungsunternehmen bewerben sich um diese Auszeichnung. Und nicht alle Bewerber sind wirklich TOP.“

Vielfalt als Stärke

Die IHK zu Rostock hat dieses Jahr noch einen weiteren Preis ausgelobt, den Sonderpreis „TOP integriert - weltoffen #könnenlernen". Grund dafür ist eine steigende Zahl von Menschen aus dem Ausland, die in unserer Region eine Ausbildung absolvieren.
Irmhild Düwel: „Zuwanderung ist wichtig für unser Land. Menschen aus über 50 Nationen arbeiten inzwischen in den Betrieben im IHK-Bezirk. Sie wollen ankommen in unserem Land. Sie wollen sich integrieren. Und vielleicht wollen sie sich auch dauerhaft ein Leben bei uns aufbauen. Wir wollen daher auch zeigen, wie Integration im Betrieb gut gelingen kann und wie man Menschen aus dem Ausland ein herzliches Willkommen bieten kann.“
Den IHK-Sonderpreis hat das Hotel Neptun erhalten. Das Unternehmen unterstützt seine ausländischen Mitarbeitenden vielfach bei der Integration: ob beim Willkommen, der anschließenden Orientierung und der Sprachförderung, bei der Betreuung über die Anfangsphase hinaus.
Das Votum der Jury: „Das Hotel Neptun begreift Vielfalt als Stärke – das gilt für das fachliche Potenzial, die kulturelle Vielfalt, neue Perspektiven ebenso wie für internationale Erfahrungen.“
IHK-Präsident Klaus-Jürgen Strupp sagte in seiner Rede: „Wir ehren heute nicht einfach nur erfolgreiche Ausbildungsbetriebe. Wir ehren Unternehmen, die investieren, obwohl die Rahmenbedingungen schwieriger werden. Wir ehren Unternehmen, die ausbilden, obwohl Bewerbungen zurückgehen. Wir ehren Unternehmen, die an junge Menschen glauben und ihnen Chancen geben. Und wir ehren Unternehmen, die verstanden haben: Wer Fachkräfte will, muss Fachkräfte entwickeln.“

IHK-Ausbildungsumfrage

Der IHK-Präsident nahm Bezug auf die Ergebnisse der diesjährigen Ausbildungsumfrage: „Diese zeigen, wie ernst die Situation ist. 48 Prozent der Unternehmen konnten ihre Ausbildungsplätze dieses Jahr nicht vollständig besetzen – fast jedes zweite Unternehmen ist betroffen. Das ist keine statistische Randnotiz. Das ist ein Warnsignal. Und die Ursachen kennen wir. Es fehlen Bewerbungen. Es fehlen geeignete Bewerbungen. Neben den vielen vielsprechenden jungen Menschen, die in unseren Unternehmen eine Perspektive finden, gibt es auch diejenigen, denen grundlegende Kompetenzen fehlen. Zudem: Wohnraum fehlt. Wege zur Berufsschule sind oft zu weit. Verfahren bei Bewerbern aus Drittstaaten dauern zu lange. Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wie reagieren wir darauf? Wenn ich auf die Unternehmen in diesem Saal blicke, dann sehe ich die Antwort. Wir, Sie, reagieren mit Lösungen.“
Bereits zum 19. Mal würdigt die IHK zu Rostock mit dem Prädikat „TOP Ausbildungsbetrieb“ jährlich herausragende Leistungen von Unternehmen, die jungen Menschen eine qualitativ hochwertige Ausbildung ermöglichen und aktiv zur Fachkräfteentwicklung beitragen. Die Auszeichnung ist damit ein Aushängeschild für exzellente Ausbildungsqualität in der Region.
Klaus-Jürgen Strupp, Präsident der IHK zu Rostock: „Wir gratulieren den TOP-Ausbildungsbetrieben und danken allen, die sich täglich für die Auszubildenden einsetzen.“

Titel Top Ausbildungsbetrieb

Seit 2007 verleiht die IHK zu Rostock den Titel TOP Ausbildungsbetrieb, um neue Akzente für die duale Ausbildung im Bezirk der IHK zu Rostock zu setzen und über gesetzliche Vorgaben hinausgehendes Engagement der Unternehmen zu würdigen.