Russland-Ukraine-Krieg

Wichtige Informationen für Unternehmen

Ungesicherte Lieferketten, Risiken im Investment, hohes politisches und wirtschaftliches Risiko. Viele Unternehmen in Deutschland und speziell auch Brandenburg fürchten derzeit negative Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit oder sind schon direkt von den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges betroffen. So können Sie sich als Unternehmen informieren. 
Zur Lage in der Ukraine informiert das Auswärtige Amt auf dieser Sonderseite:  Aktuelle Situation in der Ukraine - Auswärtiges Amt (auswaertiges-amt.de)
Darüber hinaus gibt es eine Krisenhotline für deutsche Staatsbürger: Telefon +49 30 5000 3000.
Relocation-Programme sind bisher nicht bekannt.
Die Visafreiheit bis 90 Tage gilt für Ukrainer weiter (Voraussetzung ist allerdings ein biometrischer Pass).

Infos zu den Auslandshandelskammern

Die Deutsche Auslandshandelskammer in Kiew steht (unter Umständen eingeschränkt der gegenwärtigen Situation geschuldet) Unternehmen zur Verfügung:
Die AHK in Moskau hat eine  AHK-Krisenhotline eingerichtet, unter der Sie sie auch am Wochenende und an Feiertagen von  Montag bis Sonntag von 7 bis 23 Uhr Moskauer Zeit (deutsche Zeit 5 Uhr bis 21 Uhr) erreichen können. Unter  +7 495 234 49 54 informiert sie über Sanktionen, Ein- und Ausreise, Finanztransaktionen und alle anderen Fragen zur Ukraine-Krise. Bitte lesen Sie auch unsere Informationsangebote auf der Website:
Die AHK in Moskau plant darüber hinaus Auskunftsstunden zu Sanktionen – Informationen dazu auf der AHK-Website. Die Sanktionen stehen auch im Mittelpunkt der Berichterstattung von Germany Trade & Invest (GTAI):  EU-Russland-Sanktionen | Special (gtai.de) 
Eine Hotline bietet auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA):  BAFA - Ausfuhrkontrolle - Russischer Angriff auf die Ukraine: Neue Sanktionen. Hierzu finden Sie weitere Informationen unten unter dem Punkt Sanktionen.
Der DIHK bietet ein kontinuierlich aktualisiertes Dossier zur Russland-Krise an:  https://www.dihk.de/russland-krise 
Die IHK-Dachorganisation hat darüber hinaus ein Postfach für Unternehmensanliegen unter  krise@dihk.de eingerichtet.
Die Deutsche Bank hat ebenfalls ein Portal mit wichtigen Informationen zur Lage in Osteuropa eingerichtet:  https://www.deutsche-bank.de/ub/lp/helpdesk-osteuropa.html

Hilfspaket für Unternehmen

Vom Bund für vom Ukrainekrieg betroffene Unternehmen
Die Bundesregierung hat zur Dämpfung kriegsbedingter, kurzfristiger Liquiditätsengpässe sowie extremer Erdgas- und Strompreisanstiege ein umfassendes Hilfspaket auf den Weg gebracht. Dieses umfasst unter anderem KfW-Kredite, Bürgschaften, befristete Zuschüsse und Eigenkapitalhilfen umfassen. Nähere Informationen zu den Maßnahmen gibt das Bundesministerium der Finanzen  hier
Für die reibungsfreie Durchleitung der Kredite soll eine weitgehende Haftungsfreistellung der Hausbanken greifen. Die Voraussetzung für den Zugang zu diesen Mitteln ist die nachgewiesene, aus den Sanktionen oder den Kriegshandlungen resultierende Betroffenheit. Die KfW-Kredite für von Kriegsfolgen betroffene Unternehmen können unter  kfw.de beantragt werden. 
Zuschüsse für Unternehmen mit sehr hohen Energiezahlungen werden über das Energiekostendämpfungsprogramm ausgereicht. Anträge sind beim Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA)  hier zu stellen. Dort sind die Konditionen und Voraussetzungen genannt. Grundsätzlich wird ein Teil der Erdgas- und Stromkosten von Februar bis September 2022 bezuschusst, soweit sich der Preis im Vergleich zum Durchschnittspreis 2021 mehr als verdoppelt hat. Bedingung: die Branche ist auf der KUEBLL-Liste und der Betrieb hat mindestens 3 % Energiekosten. Die KUEBLL-Liste ist  hier ab Seite 44 zu finden. Anträge sind bis zum 31.8.2022 zu stellen. Hinweis: Erdgas wird in den Fördermonaten Juli bis September nur bis zu 80 Prozent derjenigen Menge bezuschusst, die das Unternehmen im gleichen Vorjahreszeitraum verbraucht hat. Die erste Abschlagszahlung in Höhe von 80 Prozent ist innerhalb von wenigen Wochen nach Antragstellung - auch für erst zukünftig erwartete Kosten - möglich.
Um Unternehmen in ihrem Verfahren zu unterstützen, bietet die Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) am Mittwoch, den 27. Juli 2022 zwei Webinare an:
  • Den Link zur Anmeldung für das erste Webinar von 14:00 bis 15:00 Uhr erhalten Sie hier;
  • Den Link zur Anmeldung für das zweite Webinar von 15:30 bis 16:30 Uhr erhalten Sie hier.
Die IHK Potsdam hat angesichts der Unsicherheiten in der Energieversorgung und steigender Energiepreise neben anderen Aktivitäten ein Positionspapier beschlossen: Informationen dazu finden Sie  hier.

Kurzarbeitergeld

Das im Zuge der Corona-Pandemie bereits mehrfach verlängerte Kurzarbeitergeld soll weiterhin gezahlt werden, wenn zehn Prozent der Beschäftigten eines Betriebs von Arbeitsausfall betroffen sind. Das Bundeskabinett hat beschlossen, eine entsprechende Sonderregelung um drei Monate – bis zum 30. September 2022 – zu verlängern. Der Hintergrund ist der Ukraine-Krieg und daraus resultierende Produktions- und Lieferengpässe sowie weitere Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Informationen dazu finden Sie hier; beantragt wird das Kurzarbeitergeld bei der Agentur für Arbeit.