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Positive Entwicklung, aber Lücke zu 2019 – IHK zieht Ausbildungsbilanz

3/2022 vom 6. Januar 2022
Die Unternehmen im Oldenburger Land haben im vergangenen Jahr 3938 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das sind 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies berichtet die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) und bezieht sich dabei auf die rund 130 IHK-Berufe, die die Wirtschaft der Region anbietet.
Bei den gewerblich-technischen Berufen registrierte die IHK ein Minus von 2 Prozent, bei den kaufmännischen ein Plus von 2,6 Prozent. Regional schwanken die Ergebnisse zwischen minus 9,8 (Wesermarsch) und plus 7,7 Prozent (Friesland).
„Positiv ist, dass wir 40 Ausbildungsverträge mehr als 2020 registriert haben. Trotz großer Anstrengungen der Ausbildungsbetriebe und der IHK konnte aber die Lücke von 327 neuen Ausbildungsverträgen gegenüber der Zeit vor der Pandemie, also 2019, nicht geschlossen werden“, erklärt Stefan Bünting, Leiter des Bereichs Bildung bei der IHK.
„Die größte Herausforderung bleibt, auch in diesem Jahr, die Berufsorientierung in den Schulen. Zu viele junge Menschen erkennen offenbar nicht die Vorteile einer dualen Ausbildung und entscheiden sich für eine weiterführende Schulform oder ein Studium. Forschungen zeigen jedoch regelmäßig, dass gerade die praxisnahe Ausbildung in den Betrieben in Verbindung mit den theoretischen Inhalten in den Berufsschulen die Basis für die geringe Jugendarbeitslosigkeit ist", erklärt Bünting.