Ausbildungsberufe A-Z

Bautechnische/r Konstrukteur/-in

Der bisherige Beruf Bauzeichner/-in von 2002 wurde durch die Neuordnung grundlegend modernisiert und umbenannt. Dabei wurden die erweiterten Aufgaben durch die Digitalisierung und die modernen Arbeitsprozesse in der Baubranche berücksichtigt.
So hat zum Beispiel die Einführung von Building Information Modeling (BIM) die traditionelle sequenzielle Planung von Bauprojekten zugunsten der Zusammenarbeit aller Beteiligten an einem integrierten 3D-Modell abgelöst. BIM ermöglicht es, alle relevanten Aspekte, wie Architektur oder Gebäudetechnik, in einem Modell zu erfassen und potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen. In der neuen Ausbildungsordnung werden die für eine kollaborative Zusammenarbeit nötigen Kompetenzen verankert und die veränderten Anforderungen und Arbeitsweisen in der Baubranche stärker berücksichtigt.
Um den neuen Anforderungen Rechnung zu tragen, ändert sich die Berufsbezeichnung in "Bautechnische/r Konstrukteur/in". Die bisherigen Schwerpunkte werden von den drei Fachrichtungen "Architektur", "Ingenieurbau" sowie "Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau" abgelöst. Zudem werden die modernisierten Standardberufsbildpositionen in die Ausbildungsordnung integriert.
Bautechnische Konstrukteure werden in folgenden Schwerpunkten ausgebildet:
  • Architektur
  • Ingenieurbau
  • Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau
Die Ausbildungsdauer beträgt gemäß Ausbildungsordnung drei Jahre.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung richtet sich nicht nach dem Ausbildungsberuf, sondern nach der Branche des Ausbildungsbetriebes - maßgeblich ist also, wo ausgebildet wird. Nicht tarifgebundene Betriebe sind verpflichtet, eine angemessene Ausbildungsvergütung zu zahlen, die die einschlägigen tariflichen Vergütungssätze nicht um mehr als 20 Prozent unterschreiten darf.

Berufsschule

Informationen zur Berufsschule - etwa zur Anmeldung, Freistellung oder Schulpflicht - finden Sie in unseren häufig gestellten Fragen (FAQs).

Informationen zur Prüfung

Mit Einführung des neuen Berufsbildes wurde an der bewährten Prüfungsstruktur mit einer Zwischenprüfung und der Abschlussprüfung festgehalten.
Die Zwischenprüfung mit praktischen und schriftlichen Aufgaben findet im zweiten Ausbildungsjahr statt und bezieht sich auf die Ausbildungsinhalte der ersten 18 Monate. Die Abschlussprüfung beinhaltet bei jeder Fachrichtung 4 Prüfungsbereiche:
  • Erstellen technischer Dokumente (50 Prozent)
  • Anwenden des digitalen Informationsmodells (15 Prozent)
  • Planungs- und Konstruktionsregeln anwenden (25 Prozent)
  • Wirtschafts- und Sozialkunde (10 Prozent)
Bei dem Prüfungsbereich “Erstellen von Dokumenten für die Planungs- und Ausführungsphase” entscheidet der Ausbildungsbetrieb, mit welcher Variante die berufliche Handlungsfähigkeit geprüft wird. Es steht ein Betrieblicher Auftrag oder eine Arbeitsprobe als Prüfungsvariante zur Wahl.

Ausbildungsgebühr

Fortbildungsmöglichkeiten

Nach Abschluss der Ausbildung gibt es vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten mit einer IHK-Fortbildung.
Hinweise zur betrieblichen Ausbildung stellt dass BIBB mit der Umsetzungshilfe “Ausbildung gestalten” bereit.

Häufige Fragen zur Ausbildung (FAQ)

Hier finden Ausbildungsbetriebe und Auszubildende Antworten zu Anmeldung, Fristen, Prüfungen, Ausbildungsnachweis, Prüfungsergebnissen, Online-Portal und weiteren wichtigen Fragen rund um die Ausbildung.