Außenwirtschaft Aktuell Juni 2026
Internetadresse des Monats
Die Bestimmungen der EU-Verpackungsverordnung gelten ab dem 12. August 2026
Mit dem Start der Bestimmungen der EU-Verordnung gelten ab dem 12. August 2026 umfassende Anforderungen für Verpackungen im EU-Markt. Ziel ist es, Abfallmengen zu reduzieren, Recycling zu stärken und den Einsatz von Primärrohstoffen deutlich zu senken.
Veranstaltungen und Seminare (regional)
Veranstaltungen und Seminar (überregional)
Webinar: Rumänien - Smart Industry & Nearshoring Marktinformationsveranstaltung
8. Juni 2026
Die Niederrheinische IHK und die AHK Rumänien veranstalten gemeinsam ein Webinar zu den wirtschaftlichen Potenzialen Rumäniens für deutsche Unternehmen. Die Veranstaltung bietet einen Überblick über zentrale Standortfaktoren, Marktchancen und Kooperationsmöglichkeiten.
ASEAN Insights I: Märkte und Chancen für Konsumgüter und Lebensmittel | 9. Juni 2026
Südostasien zählt zu den dynamischsten Wachstumsregionen weltweit und bietet deutschen Unternehmen attraktive Geschäftschancen, insbesondere in der Konsumgüter- und Lebensmittelindustrie. In diesem Webinar erhalten Unternehmen einen kompakten Überblick zu aktuellen Marktentwicklungen, Konsumtrends und konkreten Geschäftsmöglichkeiten in den ASEAN-Staaten. Experten der GTAI sowie Source of Asia geben praxisnahe Einblicke in Markteintrittsstrategien, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren. Die Veranstaltung ist ein landesweites Angebot der IHK Mittlerer Niederrhein in Kooperation mit der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld und der IHK Nord Westfalen, unterstützt durch IHK NRW – Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen.
ASEAN Insights II: Markteintritt und Halal Praxis in Südostasien | 10. Juni 2026
Das Webinar ASEAN Insights II richtet sich an Unternehmen, die den konkreten Einstieg in die ASEAN Märkte planen und baut auf den ersten Teil des Webinars auf. Im Fokus stehen Markteintrittsstrategien für die Lebensmittelindustrie in Singapur und Malaysia, inklusive regulatorischer Anforderungen und Halal Standards. Expertinnen und Experten der AHK, der Halal Development Corporation Malaysia sowie aus der Rechtspraxis geben praxisnahe Einblicke zu Standortaufbau, Partnerwahl und Markteintrittsmodellen. Die Veranstaltung ist ein landesweites Angebot der IHK Mittlerer Niederrhein in Kooperation mit der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld und der IHK Nord Westfalen, unterstützt durch IHK NRW – Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen.
Recruiting Day India in Düsseldorf | 9. Juni 2026
Indien rückt zunehmend als Partnerland für qualifizierte Fachkräfte, Auszubildende und IT-Spezialisten in den Fokus. Am 9. Juni 2026 veranstaltet die IHK Düsseldorf gemeinsam mit der AHK Indien von 15 bis 19 Uhr den Recruiting Day India und zeigt Unternehmen konkrete Wege, Talente aus Indien zu gewinnen. Neben politischen und institutionellen Rahmenbedingungen stehen vor allem praxisorientierte Modelle, Pilotprojekte und Erfahrungsberichte aus Unternehmen im Mittelpunkt. Die Veranstaltung ist ein landesweites Angebot der IHK Düsseldorf als NRW-Schwerpunktkammer für Indien/Indien-Kompetenzzentrum Düsseldorf, unterstützt durch IHK NRW – Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen.
Internationale Geschäftsentwicklung im Wandel: Programme, Finanzierung und Markterschließung für KMU aus NRW |
9. Juni 2026
Möchten Sie Ihr Unternehmen international resilient aufstellen, neue Absatzmärkte erschließen oder gezielt von internationalen Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten profitieren? Das NRW.Europa-Team lädt Sie am 9. Juni 2026 herzlich zu einer praxisorientieren Online-Veranstaltung ein. Expertinnen und Experten aus NRW zeigen auf, welche Unterstützungsangebote Ihnen beim Eintritt in internationale Märkte zur Verfügung stehen.
Korea-Beratungstag der IHK Düsseldorf | 12. Juni 2026
Wie gelingen die ersten Schritte im koreanischen Markt? Wie finde ich Geschäftspartner? Welche besonderen Vertriebswege muss ich in Korea kennen? Welche Herausforderungen gibt es und wie können diese überwunden werden? In einem Einzelgespräch mit Felix Kalkowsky, Vice President der AHK Korea, haben Unternehmen am 12. Juni 2026 die Möglichkeit, individuelle Fragestellungen zu diskutieren, Lösungen zu besprechen sowie sich über aktuelle Geschäftschancen auf dem koreanischen Markt zu informieren. Die Teilnahme ist online oder in Präsenz in der IHK Düsseldorf möglich. Die Veranstaltung ist ein landesweites Angebot der IHK Düsseldorf als NRW-Schwerpunktkammer für Korea / Koreadesk, unterstützt durch IHK NRW – Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen.
Greater China Day 2026 in Düsseldorf | 24. Juni 2026
Wie positionieren sich deutsche Unternehmen im Spannungsfeld zwischen Marktchancen, Technologiewettbewerb und geopolitischer Neuordnung in Greater China? Welche Rolle spielen Lokalisierung, Kooperationen, Diversifizierung, Green Tech und Handelspolitik im Jahr 2026 konkret für die Unternehmenspraxis? Expertenteams beleuchten am 24. Juni 2026 von 9:15 bis 18 Uhr in Düsseldorf vor allem die Auswirkungen geopolitischer Veränderungen auf Unternehmensstrategien, Lieferketten, Innovation, Green Tech, Handelspolitik, Automotive, Marketing sowie die Marktbearbeitung. Parallel zu den Vorträgen sind individuelle Einzelberatungsgespräche mit Vertretenden der Deutschen Auslandshandelskammer in China, Taiwan und Hongkong geplant. Die Veranstaltung ist ein landesweites Angebot der IHK Düsseldorf als NRW-Schwerpunktkammer für Greater China unterstützt durch IHK Aachen, AHK Greater China, AHK Taiwan, AHK Hongkong und der IHK NRW – Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen.
Indien als Absatzmarkt: Strategien für Markteintritt, Vertrieb und Geschäftsentwicklung | 8. Juli 2026
Wie gelingt der erfolgreiche Einstieg in den indischen Markt? Welche Vertriebsstrategien funktionieren vor Ort? Welche rechtlichen, steuerlichen und logistischen Aspekte müssen Unternehmen berücksichtigen? Teilnehmende erhalten bei dieser Präsenzveranstaltung am 8. Juli 2026 von 10 bis 15:30 Uhr, in der IHK Düsseldorf einen kompakten und praxisnahen Überblick über zentrale Erfolgsfaktoren für den Markteintritt und Vertriebsaufbau in Indien. Die Veranstaltung ist ein landesweites Angebot der IHK Düsseldorf als NRW-Schwerpunktkammer für Indien/Indien-Kompetenzzentrum Düsseldorf, unterstützt durch IHK NRW – Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen.
Webinar: Aktuelle US-Zölle und Auswirkungen auf Unternehmen | 15. Juli 2026
Expertenteams geben bei diesem IHK-Webinar am 15. Juli 2026 von 10 bis 11:30 Uhr, unter anderem einen aktuellen Überblick über geltende länderbezogene und sektorale US-Zölle, informieren über den aktuellen Stand zu den Section-122-Zöllen, den Section-301-Untersuchungen sowie den Rückerstattungen und stellen praxisnahe Handlungsempfehlungen für Unternehmen vor. Die Veranstaltung ist ein landesweites Angebot der IHK Düsseldorf als NRW-Schwerpunktkammer für die USA, unterstützt durch IHK NRW – Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen.
USA, Kanada und Mexiko im Turniermodus: Wirtschaftstrends und Marktpotenziale für KMU am 11. Juni 2026
Unter dem Motto „USA, Kanada und Mexiko im Turniermodus“ stehen am 11. Juni 2026 von 15 bis 18 Uhr aktuelle Wirtschaftstrends, Standortfaktoren und Marktpotenziale für KMU im Fokus. Experten der Außenwirtschaft und internationaler Netzwerke liefern eine fundierten Überblick der Spielregeln, zeigen Chancen und Risiken auf und geben praxisnahe Einblicke für den Markteintritt und die Geschäftsentwicklung in den drei nordamerikanischen Ländern. Anhand von Pitches, Impulsen und einer Talkrunde geht es um die entscheidenden Erfolgsfaktoren. Im Anschluss bleibt Zeit für Networking für Referenten und Teilnehmern. Organisiert wird die Veranstaltung von der IHK Bonn/Rhein Sieg gemeinsam mit dem Ibero-Club und weiteren Partnern. Sie wird mit freundlicher Unterstützung der IHK Düsseldorf, der IHK Aachen und der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen durchgeführt.
Virtueller Zollsprechtag für Unternehmen in NRW | 16 Juni, 25 Juni und 2. Juli
Sie möchten Waren importieren oder exportieren und haben Fragen zu Zoll, Exportkontrolle oder Außenwirtschaft? Sie planen den Einstieg ins Auslandsgeschäft und möchten wissen, welche Anforderungen beim internationalen Warenverkehr zu beachten sind? Dann nutzen Sie den virtuellen Sprechtag Zoll. NRW.Europa lädt Sie mit den teilnehmenden IHKn aus NRW zu individuellen 45-Minutigen Terminen an drei verschiedenen Tagen ein. Das Angebot richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen aus NRW, die bereits tätig sind oder den Einstieg in den Im- und Export planen.
Internationaler Rohstoffdialog: Herausforderungen und Lösungen im Fokus | 17. Juni 2026
Am 17. Juni 2026 findet in Berlin der zweite Internationale Rohstoffdialog statt. Im Mittelpunkt stehen die wachsenden Herausforderungen bei der Versorgung mit mineralischen Rohstoffen, insbesondere für mittelständische Unternehmen. Gemeinsam mit Industrie, AHKs und Institutionen werden aktuelle Entwicklungen, Bedarfe und Lösungsansätze diskutiert. Aufgrund von begrenzten Kapazitäten wird um eine verbindliche Anmeldung gebeten.
Unternehmerreisen
U.S. Market Entry Bootcamp & Automate Delegation | 22. bis 26.06.2026
Die AHK USA-Chicago veranstaltet vom 22. bis 26. Juni 2026 ein fünftägiges US Market Entry Seminar und bietet Unternehmen hiermit eine intensive Vorbereitung auf den Markteintritt in die USA. Auf dem Programm stehen interaktive Workshops, Expertengespräche, Messebesuche sowie exklusive Unternehmensbesichtigungen und Networking-Formate. Teilnehmer erhalten dabei strategische Impulse, direkten Zugang zu Kontakten und einen umfassenden Leitfaden für den US-Markt.
Unternehmensreise nach Singapur und Malaysia: Chancen im Food und Halal Sektor | 29. November 2026 bis 4. Dezember 2026
NRW.Global Business organisiert gemeinsam mit der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld eine fünftägige Unternehmensreise nach Singapur und Malaysia. Die Reise richtet sich an nordrhein-westfälische Unternehmen aus der Lebensmittelverarbeitung, dem Maschinenbau und dem Halal Umfeld und bietet direkten Zugang zu Märkten, Partnern und Entscheidungsträgern in Südostasien. Singapur überzeugt als Innovations- und Handelsdrehscheibe, Malaysia als international anerkanntes Zentrum der Halal-Industrie. Ziel ist es, konkrete Kooperations- und Geschäftsmöglichkeiten zu identifizieren. Die Teilnahebedingungen und Organisationskosten entnehmen Sie bitte der Veranstaltungswebseite. Anmeldeschluss ist der 2. Juli 2026.
Unternehmensreise Rumänien: Smart Industry und Nearshoring | 14. bis 17. September
NRW.Global Business bietet gemeinsam mit der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld und der IHK Niederrhein eine Unternehmensreise nach Rumänien an. Das Land hat sich zu einem attraktiven Industrie und Nearshoring Standort für deutsche Unternehmen entwickelt und überzeugt durch qualifizierte Fachkräfte, starke Zulieferketten und eine strategische Lage in Südosteuropa. Die Reise gibt NRW-Unternehmen praxisnahe Einblicke in Marktchancen, Kooperationspotenziale und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Die Teilnahmebedingungen und Organisationskosten entnehmen Sie bitte der Veranstaltungswebseite. Anmeldeschluss ist der 14. Juli 2026.
Rumänien: Delegationsreisen der Auslandshandelskammer
Die Deutsch-Rumänische-Industrie- und Handelskammer (AHK) macht auf folgende Unternehmerreisen aufmerksam:
- Energie Geschäftsreise mit dem Schwerpunkt Energieeffizienz und erneuerbare Energien für Nullenergiegebäude
7. - 11. September - Markterkundungsreise im Bereich Transport und Logistik nach Rumänien und in die Republik Moldau
26. - 30. Oktober 2026 - Sourcing Tour für deutsche Unternehmen nach Rumänien und Bulgarien
9. - 13. November 2026
Ansprechpartnerin: Cristina Dumitru | AHK Rumänien | Tel.: +40 0786 892 597 | dumitru.cristina@ahkrumaenien.ro
Allgemeine Informationen und EU News
Durchbruch beim Freihandelsabkommen zwischen EU und Australien
Die EU und Australien haben am 24. März 2026 ihre Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen erfolgreich abgeschlossen. Mehr als 99 Prozent der Zölle auf EU-Exporte sollen entfallen. Besonders profitieren Branchen wie Maschinenbau, Automobil und Chemie sowie der Agrarsektor. Gleichzeitig werden sensible EU-Agrarmärkte durch Schutzmechanismen abgesichert. Mit einer Ratifizierung sowie anschließendem Inkrafttreten des Abkommens wird im Jahr 2027 gerechnet.
EU-Programm AGILE eröffnet Chancen für Start-Ups
Mit AGILE startet die Europäische Kommission ein Förderinstrument zur Beschleunigung technologischer Innovationen im Verteidigungsbereich. Mit einem Budget von 115 Millionen Euro sollen insbesondere Startups sowie kleine und mittlere Unternehmen unterstützt werden und disruptive Technologien wie KI, Quantentechnologie oder Drohnen schneller zur Marktreife bringen. Das Ziel ist Entwicklungs- und Förderprozesse deutlich zu verkürzen, während neue Technologien innerhalb von ein bis drei Jahren einsatzbereit sein sollen.
Fahrplan für ein globales E-Commerce Abkommen
66 WTO-Mitglieder, welche rund 70 % des Welthandels abdecken, haben einen Fahrplan verabschiedet, um das E-Commerce-Abkommen vorläufig in Kraft zu setzen. Ziel ist der Aufbau einheitlich globaler Regeln für den digitalen Handel, um Kosten zu senken und neue Marktchancen zu eröffnen. Besonders kleine und mittlere Unternehmen sollen von weniger Handelsbarrieren und besserem Marktzugang profitieren. Parallel wird weiter an der vollständigen Integration des Abkommens in das WTO-Regelwerk gearbeitet.
Kernkraft in Europa: Frankreich und Polen als Vorreiter
Die Europäische Kommission bewertet die Atomkraft als Energieart mittlerweile als wichtigen Baustein zur Reduktion klimaschädlicher Treibhausgase. Hierbei stehen Small Modular Reactors (SMR) im Fokus. Diese kleinen Reaktoren haben eine geringere Leistung, lassen sich jedoch in Serie produzieren und im Vergleich schnell errichten. Bereits zu Anfang des kommenden Jahrzehnts sollen erste Anlagen in Europa in Betrieb gehen.
EU-Kommission legt CBAM-Preis fest
Am 7. April 2026 hat die EU-Kommission den CBAM-Preis mit 75,36 € die Tonne festgelegt. Ab 2027 wird der Preis wöchentlich statt vierteljährlich festgelegt.
20. Sanktionspaket gegenüber Russland verabschiedet
Am 23. April 2026 wurde das 20. Sanktionspaket gegen Russland beschlossen und verschärft den Druck auf Energieexporte, militär-industrielle Bereiche sowie den Finanzsektor. Auch werden die Handels- und Dienstleistungsverbote ausgeweitet, um Sanktionsumgehungen weiter einzuschränken. Bestehende Export- und Importverbote werden weiter ausgeweitet, hierunter fallen unter anderem Maschinen, Chemikalien, Metalle und Stahlprodukte. Gleichzeitig aktiviert die EU zum ersten Mal ihr Instrument gegen Sanktionsumgehungen und beschränkt Exporte nach Kirgisistan, nachdem es Hinweise auf Re-Exporte nach Russland gab. Weitergehend werden weitere Unternehmen und Einzelpersonen sanktioniert und Exportkontrollen auf weitere sensible Produkte ausgeweitet.
EU-US Absichtserklärung einer Rohstoffpartnerschaft
Die EU und USA haben am 24. April 2026 eine Absichtserklärung zur Stärkung sicherer Lieferketten für kritische Rohstoffe unterzeichnet. Die Partnerschaft umfasst die gesamte Wertschöpfungskette, von Exploration und Gewinnung über Verarbeitung und Raffination bis hin zum Recycling. Ergänzend wurde ein Aktionsplan beschlossen, welcher die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten erhöhen und den Weg für eine möglich plurilaterale Handelsinitiative mit globalen Partnern ebnen soll.
EU plant Erleichterung bei Arbeitnehmerentsendung
Rat und europäisches Parlament haben sich auf eine Reform zur Vereinfachung der Arbeitnehmerentsendung innerhalb der EU geeinigt. Künftig soll die A1-Bescheinigung bei kurzen Dienst- und Geschäftsreisen entfallen. Besonders für kurzfristige Einsätze bis zu drei Tagen sind umfassende Ausnahmen vorgesehen. Für Unternehmen bedeutet das weniger Bürokratie und mehr Flexibilität im grenzüberschreitenden Einsatz von Mitarbeitenden.
EU reformiert Allgemeines Präferenzsystem (APS)
Am 28. April 2026 verabschiedete das Europaparlament die überarbeitete Verordnung über das Allgemeine Präferenzsystem (APS) und ermöglicht benachteiligten Entwicklungsländern Waren zu niedrigeren Zöllen oder zollfrei in die EU zu exportieren. Mehrere internationale Menschenrechts- und Umweltkonventionen wurden in die Liste der internationalen Verträge aufgenommen, welche von den Ländern im Vorhinein ratifiziert werden müssen, um Handelspräferenzen nutzen zu können. Gleichzeitig wurden Kriterien für einen möglichen Präferenzentzug sowie Schutzmaßnahmen für den EU-Reissektor eingeführt.
EU-Umfrage zu grenzüberschreitenden Erbringung von Dienstleistungen
Die Europäische Kommission hat im Rahmen ihrer Binnenmarktstrategie 2025 eine EU-weite Umfrage gestartet, welche sich an Unternehmen richtet, die grenzüberschreitende Installations-, Wartungs- oder Reparaturdienstleistungen im EU-Binnenmarkt erbringen. Ziel ist es, praktische Hürden und Erfahrungen bei vorübergehenden Einsätzen in anderen Mitgliedstaaten besser zu verstehen. Teilnahmeschluss ist der 19. Juni 2026.
EU veröffentlicht Leitfaden zu Ursprungsregeln mit den MERCOSUR-Staaten
Die Europäische Kommission hat zum Interimshandelsabkommen (iTA) EU-MERCOSUR einen Leitfaden zu den Ursprungsregeln in englischer Sprache veröffentlicht. Er erläutert die Voraussetzungen, unter denen Unternehmen Zollpräferenzen nutzen können, einschließlich der zulässigen, benötigten Ursprungsnachweise. Das Dokument ist rechtlich nicht bindend und sollte mit dem iTA zusammengelesen werden.
Deutsch türkische Kooperation stärkt Exportfinanzierung
Die Turk Eximbank und die deutschen Exportkreditgarantien des Bundes haben am 24. März 2026 ein Rückversicherungsabkommen geschlossen, welches gemeinsame Projekte in Drittländern erleichtert. Ziel ist es, Risiken zu verteilen und Finanzierungen schneller sowie wettbewerbsfähiger zu gestalten. Es entstehen damit neue Chancen, internationale Projekte gemeinsam mit türkischen Partnern umzusetzen.
EU aktualisiert Informationsvermerk zur Dual-Use-Verordnung
Die Europäische Kommission hat ihren Überblick zur Umsetzung der Dual-Use-Verordnung überarbeitet und zeigt nationale Besonderheiten bei Exportkontrollen, wie beispielsweise zusätzliche Genehmigungspflichten, Regelungen zu technischer Unterstützung oder innergemeinschaftlichen Verbringungen. Unternehmen sollen somit mehr Transparenz über Zuständigkeiten und Anforderungen in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten erhalten.
EU hebt Aussetzung des Syrien-Kooperationsabkommens auf
Der Europäische Rat hat am 11. Mai 2026 die vollständige Anwendung des Kooperationsabkommens mit Syrien wiederhergestellt und damit die seit 2011 geltende teilweise Aussetzung aufgehoben. Betroffen waren insbesondere Handelserleichterungen wie Erdöl, Edelmetalle und Diamanten. Mit dem Beschluss treten diese Regelungen nun ab dem 1. Juni 2026 wieder in Kraft.
EU und Mexiko vertiefen Partnerschaft mit neuem Abkommen
Die EU und Mexiko haben mit der Unterzeichnung des Globalabkommen (MGA) sowie des Interimshandelsabkommen (iTA) bei einem Gipfeltreffen am 22. Mai 2026 ihre Zusammenarbeit deutlich ausgeweitet. Ziel der Abkommen ist ein besserer Marktzugang, der Abbau von Handelshemmnissen sowie neue Chancen für Investitionen, Dienstleistungen und den Agrarsektor. Gleichzeitig werden Lieferketten gestärkt und Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Klimaschutz stärker verankert.
Raw Materials Mechanism – Abnehmer können sich noch bis zum 5. Juni 2026 registrieren
Mit dem Raw Materials Mechanism der EU Energy & Raw Materials Platform möchte die EU Unternehmen gezielt beim Zugang zu strategischen Rohstoffen unterstützen. Ziel ist es, europäische Abnehmer mit Produzenten weltweit zu vernetzen und Lieferketten zu diversifizieren. Aktuell steht der Mechanismus an einem entscheidenden Punkt: In der laufenden ersten Runde werden noch Abnehmer aus der EU gesucht. Bis zum 5. Juni 2026 können Unternehmen ihren Bedarf anmelden. Anschließend wird die Nachfrage gebündelt, bevor Produzenten Angebote einreichen und im Herbst konkrete Matches entstehen. Der Mechanismus deckt rund 150 strategische Rohstoffe sowie Vor- und Zwischenprodukte ab und richtet sich insbesondere an Branchen wie die Maschinenbau-, Batterie-, Elektronik- oder Automobilindustrie.
Zur Anmeldung auf der Plattform gibt es Leitlinien und verpflichtende Dokumentenentwürfe, welche Sie hier finden:
EU Energy and Raw Materials Platform - User Guide
EU-Rat und EU-Parlament einigen sich zum EU-US Deal
Der Europäische Rat und das Europäische Parlament haben sich auf die Umsetzung der zollbezogenen Teile der EU-USA-Erklärung vom 21. Mai 2025 geeinigt. Vorgesehen sind unter anderem der Wegfall von Zöllen auf Industriegüter aus den USA sowie ein erleichterter Marktzugang bestimmter Produkte. Gleichzeitig wird es umfangreiche Schutzmechanismen und Aussetzungsmöglichkeiten geben, um die Interessen der EU-Wirtschaft zu sichern. Des Weiteren werden die Regeln befristet sein und regelmäßig überprüft.
Ländernotizen
Frankreich: Vereinfachung des französischen Wirtschaftslebens
Frankreich hat am 15. April 2026 mit dem „Loi de simplification de la vie économique“ ein weitreichendes Gesetz zur Vereinfachung des Wirtschaftslebens verabschiedet, welches zahlreiche Vorschriften aus Handels-, Umwelt- und Vergaberecht ändert. Kernelemente sind ein erleichterter Zugang zu öffentlichen Aufträgen, flexiblere Gesellschaftsregeln sowie neue Rechte für gewerbliche Mieter.
Indien: Neue Zollregelungen durch Finanzgesetz
Mit dem Finanzgesetz 2026 / 2027 hat Indien Änderungen im Zollrecht und Zolltarif umgesetzt. Hierunter zählen die Verlängerung der Gültigkeitsdauer von verbindlichen Zollauskünften zur Einreihung von Waren, neue Zolltarife sowie Zollbefreiungen für strategisch wichtige Sektoren, beispielsweise für Vorprodukte zur Herstellung von Solarpanel-Glas, Investitionsgüter zur Verarbeitung kritischer Mineralien oder zur Herstellung von Lithium-Ionen-Zellen für Batterien. Gleichzeitig wurden Gepäckfreigrenzen erhöht und neue Vorschriften eingeführt.
Japan: TechBIZKON am 9. Oktober in Tokyo – Jetzt bewerben!
Am 9. Oktober 2026 startet die nächste Ausgabe der TechBIZKON unter dem Motto „Lifetech+ – Innovations for a Better Life“. Für Startups gibt es eine besonders attraktive Möglichkeit der Teilnahme! Dank einer Kooperation mit dem DWIH Tokyo kann die AHK Japan ein Förderprogramm anbieten, das die kompletten Teilnahme- und Reisekosten (Flug und Unterkunft) für ausgewählte Startups übernimmt. Da der japanische Markt für viele Gründer zwar sehr attraktiv, aber auch kostenintensiv ist, stellt dies eine ideale Gelegenheit für einen ersten Markteintritt dar.
Mexiko erhöht Importzölle für zahlreiche Produkte
Mexiko möchte strategische Sektoren der mexikanischen Wirtschaft schützen und stärken und beschloss die Importzölle von Waren verschiedener Kapitel im mexikanischen Zolltarif zu erhöhen. Diese Änderungen sind seit dem 24. April 2026 in Kraft.
Tunesien: Verschärfte Vorgaben nicht-prioritärer Einfuhren
Die Finanzierung von nicht-prioritären Importen wurde von der tunesischen Zentralbank verschärft. Entsprechende Einfuhren dürfen nur noch durch Banken finanziert werden, wenn Importeure den vollen Warenwert vorab hinterlegen. Welche Waren als nicht-prioritär eingestuft werden, kann im Anhang des Rundschreibens nachgelesen werden. Die Banken sind hierbei verpflichtet, vor der Importabwicklung zu prüfen, ob die betroffenen Waren unter den Kategorien aus den Rundschreiben fallen. Tunesien möchte so die Devisenreserven des Landes schützen.
Ukraine: Chance für deutsche Unternehmen
Die Ukraine erlebt trotz Angriffen auf ihre Energieinfrastruktur einen deutlichen Ausbau an erneuerbaren Energien. Projekte werden hierbei mit hohem Tempo vorangetrieben und durch vereinfachte Genehmigungen, steuerliche Erleichterungen und internationaler Finanzierung unterstützt. Gefragt sind hochwertige Komponenten und Systeme für Windkraft, Photovoltaik und im Bereich der Netz- und Transformatortechnik. Besonders gute Chancen bestehen bei digitalen Lösungen, wie Fernüberwachung, Steuerung und Predictive Maintenance.
USA: Antidumpingzölle auf nicht orientierten elektromagnetischen Stahl aus Deutschland
Das U.S. Department of Commerce entschied bereits bestehende Antidumpingzölle von nicht-orientiertem elektromagnetischen Stahl (NOES) aus sechs verschiedenen Ländern, hierunter Deutschland, aufrechtzuerhalten. Man gehe davon aus, dass eine Aufhebung zu einer Wiederaufnahme der Dumpingpraktiken führen würde. Bei Einfuhren von NOES aus Deutschland können Antidumpingzölle von bis zu 98,84 % des Warenwerts erhoben werden.
Krieg im Nahen Osten belastet afrikanische Wirtschaft
Auch nach der offiziellen Öffnung der Straße von Hormus im April 2026 passieren bisher nur weniger Schiffe die Meerenge. Die Auswirkungen zeigen sich auch auf dem afrikanischen Markt. Mehrere internationale Organisationen wie die Weltbank und der internationale Währungsfond senkten im April bereits ihre positiven Wachstumsprognosen für Afrika für das Jahr 2026.
Zölle- und Verfahrensfragen
Neue BMF-Regeln zur Umsatzsteuerbefreiung vor der Einfuhr
Das Bundesfinanzministerium hat die Vorgaben zur Umsatzsteuerbefreiung für Lieferanten vor der Einfuhr neu geregelt und den Anwendungserlass überarbeitet. Für Unternehmen mit Drittlandsbezug wird klarer definiert, wann eine Steuerbefreiung greift. Entscheidend ist künftig, wer die Einfuhr tatsächlich durchführt oder veranlasst. Somit steigt auch der Prüf- und Dokumentationsaufwand der Unternehmen deutlich.
Anpassungen bei ATLAS-Codelisten seit April 2026
Die EU-Kommission hat Änderung an mehreren ATLAS-Ausfuhr-Codelisten vorgenommen, welche seit dem 17. April 2026 gelten. Betroffen sind Länderangaben für Ursprungs- und Adressdaten, wodurch sich neue Anforderungen bei der Angabe des nichtpräferenziellen Ursprungs ergeben. Beispielsweise entfallen bestimmte Codes wie „EU“ oder „RS“, die durch neue Vorgaben ersetzt wurden. Unternehmen müssen ihre Zollanmeldungen entsprechend anpassen, um Fehler zu vermeiden.
Pflanzengesundheitszeugnis für Norwegen: Übergangsfrist verlängert
Für Exporte von Pflanzen und deren Erzeugnissen nach Norwegen gelten neue Pflichten, wenn die Ware aus einem anderen EU-Staat stammt und über Deutschland ausgeführt wird. Grundsätzlich werden künftig ein Pflanzengesundheitszeugnis aus dem Ursprungsland sowie ein Wiederausfuhrzeugnis aus Deutschland verlangt. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat teilte mit, dass die Übergangsfrist verlängert wurde und Vorausfuhrerzeugnisse als Anhang zu Pflanzengesundheitszeugnissen bis zum 31. Juli 2026 anerkannt werden.
Handbuch zum EU-MERCOSUR-Abkommen
Die GTAI hat ein Handbuch zum EU-MERCOSUR-Abkommen veröffentlicht, in welchem die zentralen Bestimmungen gebündelt werden und Unternehmen einen praxisorientierten, rechtlichen Einstieg vermittelt bekommen.
Neues Harmonisiertes System 2028 bringt wichtige Änderungen im Zollbereich
Die Weltzollorganisation hat die Korrelationstabellen zum Harmonisierten System 2028 veröffentlicht. Unternehmen im internationalen Handel sollten sich frühzeitig auf Anpassungen einstellen, da neue Codes und Umstrukturierungen eingeführt werden. Schwerpunkte der Überarbeitungen finden sich beispielsweise bei Gesundheitsprodukten, Kunststoffabfällen und Nahrungsergänzungsmittel. Die Korrelationstabellen unterstützen vorab bei der Umstellung, sind jedoch nicht rechtsverbindlich.
Ausfertigung von Lieferantenerklärung für MERCOSUR-Staaten
Die offiziell zulässige Abkürzung für die MERCOSUR-Staaten ist „MERCOSUR“. Die Nennung einzelner MERCOUR-Staaten ist nicht zulässig, können jedoch in Klammern genannt werden.
Carnet wird digital: Start ab Juni 2026
Zum 1. Juni 2026 startet das volldigitale Carnet-Verfahren in der EU sowie weiteren Ländern wie der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und Norwegen. Zu Beginn sind 30 von 81 Carnet-Länder dabei. Der „Reisepass für Waren“ kann künftig komplett digital genutzt werden. Die Abfertigung erfolgt über QR-Codes und wird deutlich vereinfacht. In einer Übergangsphase bis Ende 2027 wird das System schrittweise weltweit ausgerollt. Das Papier-Backup sollte jedoch weiterhin mitgeführt werden. Ein FAQ mit den wichtigsten Fragen und Antworten finden Sie auf der verlinkten Seite der DIHK.
Aktualisierung des Handbuchs zu Ausfuhrgenehmigungen, Genehmigungscodierungen und elektronische Abschreibung
Im Mai 2026 hat die Zollverwaltung einen aktualisierten Stand ihres Handbuchs „Ausfuhrgenehmigungen, Genehmigungscodierungen und elektronische Abschreibung“ herausgegeben, dessen Ziel es ist, über die Online-Anmeldung und Online-Abschreibung von genehmigungspflichtigen Waren zu informieren und einen Überblick über relevante Genehmigungscodierungen im Ausfuhrbereich zu geben. Weitergehend wird erläutert, wie Waren codiert werden, welche keiner Ausfuhrgenehmigung bedürfen und welche Rechtswirkung die Angabe von Codierungen in einer Ausfuhranmeldung hat.
Messen und Ausstellungen
Interessensabfrage: German Pavilion auf der Damascus International Fair 2026
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) prüft eine deutsche Gemeinschaftsbeteiligung auf der Damascus International Fair in Syrien. Vom 26. August 2026 bis 4. September 2026 erhalten Unternehmen dort, vor dem Hintergrund wachsender Marktpotenziale, die Möglichkeit, ihre Produkte zu präsentieren und neue Geschäftskontakte in der Region zu knüpften. Vorab wird das Interesse deutscher Unternehmen an einer Teilnahme abgefragt.
Aktuelle Veröffentlichungen
DIHK-Sonderauswertung: Nahost-Konflikt als massiver Stresstest für die globale Wirtschaft
Nebst der NRW-weiten Umfrage zum Nahost-Konflikt und dessen Auswirkungen auf NRW-Unternehmen der IHK-NRW, veröffentlichte die DIHK eine Sonderauswertung des „AHK World Business Outlook“. Aus dieser geht hervor, dass rund 85 % der deutschen Unternehmen im Ausland von steigenden Kosten, gestörten Lieferketten, Logistikproblemen und wachsender Unsicherheit berichten. 94 % der Unternehmen melden Beeinträchtigungen in der Golfregion.
DIHK-Außenwirtschaftsreport 2026: Trends und Herausforderungen im Auslandsgeschäft
Der neue DIHK-Außenwirtschaftsreport 2026 zeigt, wie stark Handelskonflikte, geopolitische Spannungen und neue Regulierungen das internationale Geschäft deutscher Unternehmen prägen. Zugleich erleichtern digitale Verfahren wie das volldigitale Ursprungszeugnis und das kommende digitale Carnet den Warenverkehr. Besonders hoch war 2025 der Beratungsbedarf zur US-Handelspolitik, Sanktionen, Exportkontrollen und Nachhaltigkeitsvorgaben wie CBAM und EUDR. Die IHKn setzten sich daher verstärkt für klare, praxistaugliche und digital umsetzbare Regeln ein.
USA-Sonderauswertung AHK World Business Outlook 2026
Deutsche Unternehmen vor Ort in den USA erwarten eine Abschwächung der konjunkturellen Entwicklung. Durch die Krise im Nahen Osten und bestehende handelspolitische Konflikte bleibt das wirtschaftliche Umfeld angespannt. Dahingegen macht sich unter einer Mehrheit (46 Prozent) der deutschen Unternehmen vor Ort auf die Geschäfte wieder mehr Zuversicht breit. Auch die Investitionsbereitschaft deutscher Unternehmen in den USA ziehen wieder an. 41 Prozent wollen ihren Kapitaleinsatz erhöhen. Trotz deutlicher Verbesserung bleiben beide Werte weiterhin unter ihrem langjährigen Durchschnitt. Hinzu kommt, dass Handelsbarrieren inzwischen als größtes Geschäftsrisiko für deutsche Betrieben in den Staaten gelten.
