Außenwirtschaft Aktuell April 2026


Internetadresse des Monats

Daten rund um den deutschen Außenhandel – Statistisches Bundesamt

Auf dem Dashboard Konjunktur stellt das Statistische Bundesamt die Außenhandelsdaten Deutschlands aufbereitet (inkl. Grafiken) zur Verfügung.

Veranstaltungen und Seminare (regional)


Veranstaltungen und Seminar (überregional)

HANNOVER MESSE mit Partnerland Brasilien

Vom 20. bis 24. April 2026 findet die HANNOVER MESSE statt. Brasilien ist Partnerland der Messe und präsentiert sich als Motor für eine nachhaltige industrielle Transformation. Als größte Volkswirtschaft Lateinamerikas mit 216 Millionen Einwohnern, reichen Rohstoffvorkommen und einer wachsenden Industrie zählt Brasilien zu den bedeutendsten Wirtschaftsnationen weltweit und bietet immense Chancen für Aussteller und Besucher.

IT Nearshoring Rep. Moldau - Workshop für deutsche IT-Unternehmen
22. April 2026, Düsseldorf

Die Republik Moldau entwickelt sich zu einem attraktiven Nearshoring-Standort für IT und Softwareentwicklung. Der Workshop bietet deutschen Unternehmen einen kompakten Überblick über Kooperations-, Outsourcing- und Investitionsmöglichkeiten im moldauischen IT-Sektor. Teilnehmende erhalten Einblicke in das Moldova IT Park Ökosystem, steuerliche Rahmenbedingungen, Markteintrittsmöglichkeiten sowie Erfahrungsberichte deutscher Unternehmen vor Ort.

Personalengpässe lösen – mit EU-Fachkräften aus der Slowakei
Webinar am 28.04.2026

Ein Thema, das besonders für viele deutsche Unternehmen, im Bereich Produktion und Logistik, aktuell sehr relevant sein kann. Das Webinar zeigt anhand konkreter Praxisbeispiele, wie saisonale und dauerhafte Personalengpässe mit qualifizierten EU-Fachkräften aus der Slowakei adressiert werden können.

Geschäftspraxis Schweiz
30. April 2026, Webinar

Die Schweiz zählt zu den wichtigsten Wirtschaftspartnern Deutschlands. Mit einer hochentwickelten Industrie, einer innovationsstarken Forschungslandschaft und stabilen politischen Rahmen-bedingungen bietet sie deutschen Unternehmen attraktive Absatz- und Investitionsmöglichkeiten. Deutschland ist seit Jahren der größte Handelspartner der Schweiz, während die Eidgenossenschaft umgekehrt zu den Top Exportmärkten für deutsche Produkte gehört. Besonders stark sind die Verflechtungen in Branchen wie Maschinenbau, Robotik und Automation, Elektro- und Medizintechnik, Biotech, Pharma sowie im Bereich der Digitalisierung mit KI. Für viele deutsche Unternehmen ist die Schweiz damit nicht nur ein Absatzmarkt, sondern ein zentraler Standort für Kooperationen, Wertschöpfung und Technologiepartnerschaften in Europa.

Einkaufsinitiative Indien - online

Vom 17. August bis 04. September 2026 erhalten deutsche Einkaufsverantwortliche die Möglichkeit, indische Lieferanten in vorab terminierten digitalen B2B-Gesprächen kennenzulernen. Gemeinsam mit der Deutsch-Indischen Handelskammer (AHK Indien) und dem Ostasiatischen Verein e. V. (OAV) wird der BME geeignete Lieferanten identifizieren und diese im Vorfeld der Veranstaltung durch gezielte Informationsangebote auf die Anforderungen deutscher Unternehmen vorbereiten. Im Fokus der Initiative stehen die Warengruppen Metallbau, Guss- und Schmiedeteile, Stanz- und Biegeteile, Spritzguss, Kunststoff- und Elektronikbauteile, Schweißbaugruppen, Montage, Produktionsmaterial und Zeichnungsteile. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldeschluss: 5. Juni 2026

Unternehmerreisen

Slowakei: Direkter Draht zu slowakischen Zulieferern

Vom 26. bis zum 29. Oktober 2026 führt die AHK Slowakei, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), eine Sourcing Tour in die Slowakei durch. Die Reise unterstützt deutsches Einkaufspersonal dabei, leistungsfähige slowakische Zulieferer kennenzulernen und eröffnet Zugang zu modernen Fertigungstechnologien sowie flexiblen Produktionsprozessen. Im Mittelpunkt stehen B2B-Gespräche mit vorab qualifizierten Herstellern und Besuche ausgewählter Produktionsstandorte. Angesprochen sind die Branchen Metallverarbeitung, Maschinenbau, Automobil, Elektronik, Kunststoff, IT und Logistik.

Delegationentreffen Schweiz: Kreislauffähiges Sanieren und Bauen

Im Rahmen eines NRW-Delegationentreffens wird NRW.Global Business gemeinsam mit einer Delegation vom 23. bis 25. Juni 2026 die Städte Zürich und Basel besuchen. Auf dem Programm stehen die Besichtigung von Objekten, die unter den oben genannten Aspekten gebaut oder saniert wurden, sowie der Kontakt und Austausch mit Netzwerken und Kommunen, die dem zirkulären Bauen einen hohen Stellenwert einräumen. Gemeinsam mit Branchenakteuren sollen konkrete Geschäfts- und Kooperationsmöglichkeiten identifiziert werden.

Allgemeine Informationen und EU News

Going International 2026 – Auswertung NRW

Die Going International Umfrage wird jährlich bundesweit durch die DIHK mit Unterstützung der 79 Industrie- und Handelskammern erstellt. Sie zeigt Lage, Einschätzungen und Perspektiven der deutschen Wirtschaft im Auslandsgeschäft.

Bundesumweltministerium fördert Batterierecycling weltweit

Die Exportinitiative Umweltschutz (EXI) des Bundesumweltministeriums unterstützt deutsche Unternehmen, die im Ausland Projekte zum Batterierecycling aufbauen und umsetzen. Dadurch fördert sie innovative und umweltschonende Recyclingtechnologien und -prozesse, um die Ressourcennutzung zu optimieren, die Umweltbelastung zu reduzieren und die Wirtschaft zu stärken.

EU-Mobilitätspaket I – Tachographenpflicht ab Juli 2026

Ab 1. Juli 2026 gilt die Tachographenpflicht auch für Kleintransporter und Vans. Wenn deren zulässige Höchstmaße einschließlich Anhänger oder Sattelanhänger 2,5 Tonnen überschreiten und sie im grenzüberschreitenden Güterverkehr oder in der Kabotage eingesetzt werden, müssen sie künftig ihre Fahrtdaten mit Tachographen aufzeichnen. Das stellt sowohl Flottenbetreiber als auch Fahrerinnen und Fahrer vor völlig neue Herausforderungen und Pflichten.

E-Rechnung in der EU: rechtlicher Rahmen und Einordnung

Die E-Rechnung wird aktuell von den EU-Mitgliedsstaaten auf nationaler Ebene eingeführt - jedoch unterschiedlich umgesetzt. Grenzüberschreitend tätige Unternehmen stehen daher vor der Frage, welche Pflichten tatsächlich gelten, ob bestehende E-Rechnungslösungen aus Deutschland ausreichen und wann Handlungsbedarf entsteht.

Exportinitiative Gesundheitswirtschaft

Hochwertige Gesundheitsprodukte, intelligente Lösungen und maßgeschneiderte Dienstleistungen sind international stark nachgefragt – eine große Chance für deutsche Anbieter. Um deutsche Gesundheitsprodukte international zu positionieren, unterstützt die Exportinitiative Gesundheitswirtschaft (EXGW) im Auftrag des BMWE Unternehmen beim Markteintritt im Ausland. Im Fokus stehen dabei die Bereiche Arzneimittel, Medizintechnik, medizinische Biotechnologie und digitale Gesundheitslösungen.

Ländernotizen

Chinas Regierungsarbeitsbericht 2026 entschlüsselt

Der Policy Deep Dive der AHK Greater China bietet Einblicke in aktuelle wichtige politische Entwicklungen aus verschiedenen Bereichen und erläutert deren Auswirkungen und Chancen für deutsche Unternehmen. Für deutsche Unternehmen, die in einem zunehmend komplexen Geschäftsumfeld in China tätig sind, ist die Kenntnis der strategischen Ausrichtung der Regierung für dieses Jahr immer wichtiger.

Ghana verbietet Transport bestimmter Importwaren auf dem Landweg

Die ghanaische Regierung hat mit sofortiger Wirkung den Transport ausgewählter Importwaren auf dem Landweg untersagt. Davon betroffen sind Reis, Mehl, Zucker, Speiseöl, Nudeln, Dosentomaten, Tiefkühlprodukte sowie Textilien und pharmazeutische Erzeugnisse. Diese Waren dürfen ausschließlich über die ghanaischen Seehäfen eingeführt und nicht mehr per Lkw über Landgrenzen transportiert werden.

EU-Gibraltar Abkommen

Die EU und das Vereinigte Königreich haben ein Abkommen in Bezug auf Gibraltar vereinbart. Gibraltar tritt nicht dem Zollgebiet der EU bei. Es geht eine Vereinbarung ein, die den freien Warenverkehr zwischen Gibraltar und der EU ohne Zollkontrollen an der Landgrenze ermöglicht und Kontrollen und Überprüfungen von Personen, die sich zwischen Gibraltar und Spanien bewegen, abschafft. Das derzeitige Einfuhrzollsystem wird durch eine neue Transaktionssteuer ersetzt, die bei der Einfuhr erhoben wird. Gibraltar verpflichtet sich, die EU-Standards in den Bereichen Steuertransparenz, Bekämpfung der Geldwäsche sowie Umwelt-, Nachhaltigkeits-, Arbeits- und Sozialstandards aufrechtzuerhalten. Aktuell steht die Ratifizierung durch beide Seiten an.

Japan: Tiefseebergbau soll Seltene Erden bringen

Eine durch den Staat unterstützte Expedition konnte Schlamm aus 6.000 Metern Tiefe im Pazifik bergen. Der Schlamm ist reich an Seltenen Erden und befindet sich nahe Minamitorishima, einem Atoll 1.900 km südöstlich von Tokio. Japan ist nach China der größte Verbraucher von Seltenen Erden. Das Interesse an den japanischen Aktivitäten im Tiefseebergbau ist weltweit groß. Regierungen und Unternehmen sehen Potenzial. Nach März 2028 könnte es zu einer Beschaffungsquelle werden und zur Lieferkette beitragen.

Jordanien startet EPR-System

Mit einer hochrangigen Konferenz in Amman leitete Jordanien die Umsetzung der erweiterten Herstellerverantwortung für Verpackungen ein. Zum Auftakt betonte der deutsche Umweltminister, Carsten Schneider, in einer Videobotschaft die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Jordanien und Deutschland. Das EPR-System fördert den Aufbau eines funktionierenden Recyclingsektors. Es setzt Anreize für Investitionen in moderne Anlagen und schafft neue Arbeitsplätze.

Kolumbiens Wasserwirtschaft fragt moderne Technik nach

Mit 4 Prozent der globalen Wasserressourcen gehört Kolumbien zu den wasserreichsten Ländern der Welt. Doch sauberes Wasser ist in vielen Teilen Kolumbiens Mangelware. Ein Paket aus 42 Wasserprojekten (CONPES 4.165) könnte solche Probleme in Zukunft mildern. Bei der Initiative handelt es sich um Finanzierungszusagen der kolumbianischen Regierung in einem Umfang von rund 310 Millionen US-Dollar (US$) zwischen 2026 und 2028. Viele deutsche Anbieter können mit Lösungen punkten, die auf die regionalen Besonderheiten Kolumbiens zugeschnitten sind und gezielt Wasserprobleme einzelner Landesteile adressieren.

Nahost: Informationen und Daten zum Krieg im Nahen Osten und den Folgen

Der aktuelle Konflikt um den Iran verschärft die Unsicherheit für die deutsche Wirtschaft – weit über die Region hinaus. Den Betrieben stellen sich Fragen zur Mitarbeitersicherheit, aber auch zu indirekten Effekten über Energiepreise, Lieferketten und politische Risiken, die Investitionsentscheidungen bremsen. Die DIHK, Germany Trade & Invest und das Statistische Bundesamt haben Informationen für Unternehmen zusammengefasst.

Serbien: Grenzblockaden für April angekündigt

Der serbische Unternehmensverband der internationalen Straßengütertransporteure gab bekannt, dass neue Grenzblockaden am 14. April stattfinden könnten, falls bis dahin keine Lösung in Bezug auf die 90/180 Tage Regelung für Lkw-Fahrer aus den Westbalkanländern gefunden wird. Vergleichbare Grenzblockaden in anderen Westbalkanländern könnten sogar früher beginnen. Zudem wurde uns mitgeteilt, dass diesmal auch die Bahnterminals blockiert werden sollen.

Vereinigtes Königreich: UK führt 2027 CBAM ein

Das britische CBAM wird die Warengruppen Eisen, Stahl, Aluminium, Düngemittel, Wasserstoff sowie Zement erfassen. Entgegen den ursprünglichen Plänen sind Glas und Keramik nicht betroffen. Auch Strom ist - anders als im CBAM der EU - nicht erfasst. Es werden verschiedene Anwendungsbereiche (Scopes) bei den Emissionen unterschieden. Einfuhren im Wert von 50.000 Pfund innerhalb von zwölf Monaten sind vom britischen CBAM befreit.

Vietnamesische Metropolen im Baufieber

Durch Vietnams Großstädte rollt eine Welle an Großprojekten. Hanoi will die Ufer des Roten Flusses bebauen und mit Prestigebauten glänzen. Ho-Chi-Minh-Stadt erhält einen neuen Flughafen und mehrere Projekte sollen die Verkehrsverbindungen der Metropole verbessern. Das kleinere Danang baut Infrastruktur und Hotels aus, um noch mehr Touristen aufnehmen zu können. Die Stadt in Zentralvietnam will auch zu einem internationalen Finanzzentrum und High-Tech-Standort werden. Die Vorhaben eröffnen Chancen für deutsche Planungs- und Technikanbieter. Für Gebäude und Infrastruktur wird hochwertige Technik benötigt, die importiert werden muss.

Zölle- und Verfahrensfragen

Carnet – elektronisch ab 1. Juni 2026 Pflicht

Carnets sind Zolldokumente für die zollfreie, vorübergehende Ausfuhr von Waren in Nicht-EU-Länder für Messen, Produktpräsentationen bei Kunden und die Mitnahme von Werkzeugen im Rahmen von Reparaturaufträgen. Die Beantragung bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer erfolgt elektronisch. Die Europäische Union, die Schweiz, Norwegen und das Vereinigte Königreich haben sich auf eine gemeinsame Einführung des elektronischen/volldigitalen Carnets zum 1. Juni 2026 verständigt. Ab diesem Datum ist es in den genannten Ländern verpflichtend, beim Zoll ein volldigitales Carnet vorzulegen.

Text des Freihandelsabkommens EU-Indien

Die EU-Kommission hat am 27. Februar 2026 den vorläufigen Text des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Indien veröffentlicht.

Warenverkehr mit Ländern, die am Schema allgemeiner Zollpräferenzen (APS) teilnehmen

Indonesien wird mit Wirkung vom 1. Januar 2027 aus Anhang II der Verordnung (EU) Nr. 978/2012 gestrichen. Aus dem Anhang IV der Verordnung (EU) Nr. 978/2012 wird São Tomé und Príncipe mit Wirkung vom 1. Januar 2029 gestrichen.

Senkung der Kosten für Düngemittel: Kommission schlägt Aussetzung von Zöllen vor

Die EU-Kommission hat am 24. Februar 2026 vorgeschlagen, die Meistbegünstigungszölle (MFN) auf Einfuhren mehrerer wichtiger Stickstoffdüngemittel und Vorprodukte für deren Herstellung (Ammoniak, Harnstoff) für ein Jahr auszusetzen. Die vorgeschlagene Maßnahme ist durch die Einführung eines Kontingentsystems auf die Bedürfnisse des EU-Marktes abgestimmt. Einfuhren, die über diese Kontingente hinausgehen, unterliegen den MFN-Standardzöllen. Die Aussetzung der Zölle wird für alle Länder außer Russland und Belarus durch zollfreie Zollkontingente umgesetzt.

Israel: Verlängerung der Wiederausfuhrfrist für ATA-Carnets

Der israelische Zoll hat einer pauschalen Verlängerung der Wiederausfuhrfrist für ATA-Carnets zugestimmt. Diese Regelung betrifft alle Carnets, deren Gültigkeit zwischen dem 28. Februar 2026 und dem 30. April 2026 endet(e). Für diesen Zeitraum wurde eine zweimonatige Verlängerung gewährt. Die Verlängerung erfolgt automatisch. Der israelische Zoll nimmt die Systemanpassungen eigenständig vor.

Inkrafttreten des revidierten Regionalen Übereinkommens über Pan-Europa-Mittelmeer-Präferenzregeln

Das revidierte Regionale Übereinkommen (RÜ) trat am 01.01.2025 in Kraft. Am 31.12.2025 endete der Übergangszeitraum, in welchem das alte RÜ (oder das alte, dem RÜ vorausgehende Protokoll) noch parallel zum revidierten RÜ angewendet werden konnte.

Voranmeldung für Durchgangsprozesse in Österreich – Ende der Übergangsphase

Die österreichische Zollverwaltung hat sich zu einer verpflichtenden Abgabe einer elektronischen Voranmeldung für die Durchgangszollstelle ab 2026 entschieden. Die Übergangsphase endet am 30. April 2026. Das bedeutet, dass ab 1. Mai 2026, für alle NCTS-Vorgänge, bei welchen die Ein- oder Durchgangszollstelle in Österreich liegt, verpflichtend elektronische Voranmeldungen über die IT-Applikation "Smart Border Austria" abzugeben sind.

SADC-Staaten führen das elektronische Ursprungszeugnis ein

Neben Malawi haben bereits Eswatini, Botswana, Mauritius, Namibia, Tansania und Simbabwe das elektronische SADC-Ursprungszeugnis eingeführt. Angola befindet sich derzeit im Implementierungsprozess. Ziel der SADC ist es, dass alle Mitglieder der SADC‑Freihandelszone das elektronische Ursprungszeugnis vollständig einführen, um den regionalen Handel zu beschleunigen, Kosten zu senken und Betrug zu reduzieren.

EU startet Mercosur vorläufige Anwendung

Das Kollegium der Kommissionsmitglieder hat am 10. März 2026 der vorläufigen Anwendung des Abkommens zugestimmt. Nun startet die EU-Kommission die technischen Vorbereitungen. Nach deren Abschluss kann die EU-Kommission das Abkommen notifizieren. Bei einer Notifizierung im März tritt das Abkommen zum 1. Mai 2026 in Kraft. Argentinien und Uruguay haben bereits notifiziert, Brasilien ratifiziert und wird noch im März notifizieren. Paraguay wird noch im März ratifizieren und wahrscheinlich auch notifizieren, sodass das Abkommen dann mit allen Ländern von Tag 1 an Anwendung findet. Ab Tag 1 sinken im Mercosur die Zölle für Sekt, Früchte, Öle auf 0%, E-Autos und Hybride von 35% auf 25%, Verbrennerautos von 35% auf 17,5% aus der EU. Maschinen-, Pharma- und Textil-Zölle beginnen ebenso wie weitere Agrarzölle zu sinken und die Zolltarifquoten für Käse, Milchpulver, Schokolade, Knoblauch und Tomaten werden zugänglich gemacht.

Zentrale Zollabwicklung Ausfuhr (CCE): Slowakei und Kroatien

Die Slowakei und Kroatien nehmen am CCE-Verfahren zum elektronischen Nachrichtenaustausch teil. Bei der Zentralen Zollabwicklung fallen der Ort der Anmeldung und der Ort der Gestellung mitgliedstaatübergreifend auseinander. Für die Inanspruchnahme dieser Vereinfachung wird eine förmliche Bewilligung des zuständigen Hauptzollamts benötigt.

Rat stimmt EU-Schweiz-Abkommen zu

Am 2. März 2026 unterzeichneten die EU und die Schweiz ein umfassendes Paket von Abkommen zur Vertiefung der Beziehungen zwischen der EU und der Schweiz. Durch die Angleichung von Normen und Vorschriften in eng integrierten Bereichen sorgt es für Rechtssicherheit, vereinfacht den Handel mit Waren wie Medizinprodukten und Lebensmitteln und erleichtert die grenzüberschreitende Belieferung für Unternehmen auf beiden Seiten der Grenze. Die Questions & Answers der Europäischen Kommission geben Antworten auf inhaltliche Fragen zum Abkommen.

Ausfuhrkontrolle: Bundesregierung vereinfacht Ausfuhr von bestimmten Rüstungsgütern an die Golfstaaten und die Ukraine

Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) setzt das BAFA zum 20. März 2026 die befristete Allgemeine Genehmigung (AGG) für die Lieferung von Rüstungsgütern nach Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate sowie die Ukraine zu Verteidigungszwecken in Kraft. Die AGG ist befristet bis zum 15. September 2026. Eine Registrierung ist erforderlich, kann jedoch im Sinne der größtmöglichen Beschleunigung bis zu 30 Tage nach der ersten Ausfuhr bzw. Verbringung erfolgen.

Iran: restriktive Maßnahmen gegen Personen und Organisationen – aktualisierte Fassung

Die Verordnung über restriktive Maßnahmen gegen bestimmte Personen, Organisationen und Einrichtungen angesichts der Lage in Iran steht zum Download bereit.

USA: Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu den US-Handelsmaßnahmen

Die neuen US-Zölle werfen viele Fragen auf. Eine Zusammenfassung der Germany Trade & Invest liefert die wichtigsten Antworten und verweist auf die Originalquellen. Der Beitrag wird regelmäßig aktualisiert.

Messen und Ausstellungen

German Pavilion auf der Battery Show North America

Die Battery Show findet vom 12. bis 15. Oktober 2026 in Detroit statt. Der German Pavilion auf der The Battery Show North America ist Teil des Auslandsmesseprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE). Branchenschwerpunkte der The Battery Show North America sind: konventionelle und erneuerbare Energien und Fahrzeuge. Melden Sie sich bis zum 19. Juni 2026 als Aussteller an.

Aktuelle Veröffentlichungen

Slowenien: Zielmarktanalyse - Flexibilisierung der Stromnetze durch intelligente Speicherlösungen

Um die steigende Einspeisung erneuerbarer Energien effizient zu bewältigen, modernisiert Slowenien bis 2026 über 1.300 km Niederspannungsleitungen und rüstet hunderte Umspannwerke mit Smart-Grid-Technologie aus. Bis 2035 sollen zudem rund 800 MW an Flexibilitätskapazitäten, darunter 150 MW Batteriespeicher, die Versorgungssicherheit langfristig sichern. Für deutsche Unternehmen ergeben sich daraus exzellente Chancen. Die AHK Slowenien hat dazu im Rahmen der Exportinitiative Energie des BMWE eine kostenlose Zielmarktanalyse erstellt.