Förderung von Personalkosten bei Normung & Standardisierung

Über Normen und Standards werden technische Regeln für neue Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Industrie 4.0 und Kreislaufwirtschaft gestaltet. Unternehmen können sie nutzen, um den Markteintritt neuer Technologien und die Marktdurchdringung innovativer Produkte zu beschleunigen und zu unterstützen. Von einer breiteren Beteiligung von KMU an Normungs- und Standardisierungsprozessen sowie der Aufbereitung von Forschungsergebnissen für die Normung und Standardisierung profitiert somit der Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt.
Daher unterstützt das BMWi Unternehmen dabei, in nationalen und internationalen Normungsgremien (z.B. DIN, DKE, CEN, CENELEC, ETSI, ISO und ITU) mitzuarbeiten. Der Förderschwerpunkt „Unternehmen-Normung“ soll insbesondere KMU dazu anregen, sich mit ihrem Know-How und ihren Erfahrungen aktiv in Normen- und Standardisierungsgremien einzubringen und so selbst Standards zu setzen. Hierfür erhalten die Unternehmen zukünftig neben Reisekosten auch eine Personalkostenpauschale.
 Die Personalkostenpauschale beträgt bei Teilnahme an
  • nationalen Gremiensitzungen je 1.000 Euro,
  • europäischen Gremiensitzungen je 1.500 Euro,
  • internationalen Gremiensitzungen je 2.000 Euro.
Die Förderung richtet sich an KMU und mittelständische Unternehmen, die noch nie oder nicht innerhalb der letzten drei Jahre an Normungs- oder Standardisierungsgremien anerkannter technischer Regelsetzer teilgenommen haben. Die Förderung ist eine Umsetzung der Industriestrategie 2030.
Mit WIPANO – Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen fördert das BMWi seit 2016 den Technologie- und Wissenstransfer durch Patente, Normung und Standardisierung zur wirtschaftlichen Verwertung innovativer Ideen von Hochschulen und Unternehmen mit rund 22 Millionen Euro jährlich.