DIHK-Rahmenplan | Abgrenzung zur Prüfung

Der DIHK-Rahmenplan hat als gemeinsame Empfehlung der Arbeitgeber- und Arbeitnehmersachverständigen die Funktion, die Vorgaben der jeweiligen Verordnung aufzugreifen und spezifisch inhaltlich auszufüllen. Er bildet die Grundlage für ein Curriculum und ist damit die Basis für die Gestaltung der Vorbereitungslehrgänge.
Seitens der geprüften Personen, der Bildungsdienstleister, der Dozenten oder auch der prüfenden Personen ist die Wahrnehmung der Funktion des DIHK-Rahmenplans bei den Prüfungen im Verhältnis zur eigentlichen Rechtsgrundlage nicht immer trennscharf.
Der DIHK-Rahmenplan baut auf der jeweils gültigen Prüfungsordnung auf. Alle dort enthaltenen inhaltlichen Handlungsbereiche oder Qualifikationsbereiche werden aufgegriffen. Durch die offenen, handlungsorientierten Formulierungen kann der Rahmenplan allerdings nicht alle sich ergebenden Möglichkeiten zum Erreichen der Kompetenzziele abbilden. Ebenfalls müssen bspw. technische Neuerungen oder branchenspezifische Entwicklungen in Prüfungen abbildbar sein.
Daher werden die Verordnung und in direkter Folge die Prüfungen inhaltlich nicht durch den Rahmenplan begrenzt. Maßgeblich für die Prüfung ist ausschließlich die jeweilige Rechtsgrundlage, also eine Fortbildungsordnung des Bundes oder eine Fortbildungsprüfungs-regelung der zuständigen Stelle.