Ausbildung

Abschlussprüfung Metallberufe

Seit dem Jahr 2004 ist in den Ausbildungsverordnungen das sogenannte Variantenmodell verankert. Der Ausbildungsbetrieb hat danach das Wahlrecht, ob seine Auszubildenden im Teil 2 der gestreckten Abschlussprüfung einen betrieblichen Auftrag oder eine überregional gestellte praktische Arbeitsaufgabe durchführen sollen.
Die von den nordrhein-westfälischen Industrie- und Handelskammern erarbeiteten Handreichungen geben den Betrieben, Ausbildern und Prüfern Antworten auf offene Fragen. In den Handreichungen werden
  • die Vor- und Nachteile beider Prüfungsvarianten beschrieben,
  • Antworten auf grundlegende organisatorische und rechtliche Fragen im Zusammenhang mit dem neuen Prüfungsmodell gegeben,
  • Beispiele für geeignete und weniger geeignete betriebliche Aufträge darstellt und
  • mögliche Einstiegs-Fragestellungen für das Fachgespräch auf Basis des jeweiligen betrieblichen Auftrags aufgezeigt.
Die Handreichungen und entsprechenden berufsspezifischen Beispiele haben wir unter „Weitere Informationen“ auf dieser Seite für Sie bereitgestellt.

Betrieblicher Auftrag: Antrag und Genehmigung

Der „betriebliche Auftrag“ soll ein konkreter Auftrag aus dem Einsatzgebiet der Auszubildenden sein.
Gefordert ist kein speziell für die Prüfung konstruiertes „Projekt“, sondern das originäre berufliche Handeln im betrieblichen Alltag. Der „betriebliche Auftrag“ muss so angelegt sein, dass die vom Prüfling geforderten prozessrelevanten Qualifikationen angesprochen werden können und sich über praxisbezogene Unterlagen in einem reflektierenden Fachgespräch für eine Bewertung erschließen lassen. Dem Prüfungsausschuss ist vor der Durchführung des Auftrages die Aufgabenstellung einschließlich eines geplanten Bearbeitungszeitraumes zur Genehmigung vorzulegen. Die Prüfung, ob ein geeigneter betrieblicher Auftrag vorliegt, wird mit einer „Matrix für die Auswahl/Genehmigung eines betrieblichen Auftrags“ vorgenommen.

Zur Genehmigung des „betrieblichen Auftrags“ benutzen Sie bitte die folgenden Unterlagen:
  • Antrag auf Genehmigung des betrieblichen Auftrages
  • Beurteilungsmatrix für den betrieblichen Auftrag
Ein Antrag kann vom Prüfungsausschuss nicht nur genehmigt, sondern auch mit der Auflage der Veränderung versehen oder gar zurückgewiesen werden.
Der Antrag mit der Beurteilungsmatrix ist in dreifacher Ausfertigung zusammen bei der IHK einzureichen.
Bei der Entscheidung, ob ein Antrag genehmigungsfähig ist, nutzen Sie bitte die Beurteilungsmatrix für den jeweiligen Beruf als Entscheidungshilfe (PDF-Dateien zum herunterladen).
Beispielhaft stehen für jeden Beruf die Formulare zum Projektantrag und für ein Musterprojekt als PDF-Datei zur Verfügung:
Projektantrag: Musterprojekt:
Anlagenmechaniker/in (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 151 KB) Anlagenmechaniker/in (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 2717 KB)
Industriemechaniker/in (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 141 KB) Industriemechaniker/in (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 1040 KB)
Konstruktionsmechaniker/in (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 151 KB) Konstruktionsmechaniker/in (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 2701 KB)
Werkzeugmechaniker/in (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 137 KB) Werkzeugmechaniker/in (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 2564 KB)
Zerspanungsmechaniker/in (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 88 KB) Zerspanungsmechaniker/in (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 673 KB)