Pressemitteilung vom 14. November 2023

Mit dem IHK-Stipendium steht die Welt offen

Jubiläumsstiftung fördert junge Auszubildende


Als Student oder Studentin ins Ausland – das kennt man. Aber auch Absolventen und Absolventinnen, die einen sehr guten Ausbildungsabschluss haben, haben die Chance mit einem Stipendium die große weite Welt zu erobern. Möglich macht dies das Auslandsstipendium der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart. Aufgrund ihrer herausragenden Prüfungsleistungen bekommen Jasmin Hair aus Esslingen, Jessica Haberstroh aus Ispringen, Simon Dehmer aus Leinfelden-Echterdingen und Sven Fischer aus Ebersbach die Möglichkeit mit einem Stipendium ins Ausland zu gehen. Die Jubiläumsstiftung der IHK Region Stuttgart unterstützt sie für einen zwei- bis sechsmonatigen Auslandsaufenthalt mit einem Preisgeld von je 6.000 Euro.
„Wir freuen uns mit unseren Jubiläumsstipendien jungen Menschen, die Gelegenheit zu geben, Erfahrungen auf dem internationalen Arbeitsmarkt zu sammeln. Hiervon profitieren nicht nur die Stipendiaten und Stipendiatinnen, sondern auch die Betriebe,“ sagt IHK-Präsident Claus Paal. „Andere Arbeitsweisen und Kulturen kennenlernen, seinen Horizont zu öffnen und sich in einem fremden Land zurechtzufinden, das fördert Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und interkulturelle Kompetenz. Dies ist in der zunehmend globalisierten Arbeitswelt von großem Wert,“ so Paal.
Verständlich, dass es Simon Dehmer hinaus in die Welt zieht. Hat er doch seine Ausbildung im Mövenpick Hotel am Flughafen gemacht und das Tor zur Welt jeden Tag vor Augen gehabt. Derzeit besucht er die Hotelfachschule in Heidelberg, um dort seinen Betriebswirt zu machen. Denn „auf keinen Fall stillstehen“ ist sein Motto und deswegen hat er auf seinen Auslandsaufenthalt so richtig „Bock“. Ins Experimentierlabor des Restaurants „Noma“ nach Kopenhagen soll es gehen. Drei Michelin-Sterne, fünfmal zum besten Restaurant der Welt gekürt – kein Wunder, dass sich Simon Dehmer erhofft mit kreativen Impulsen und außergewöhnlichen Rezepten zurückzukehren. Und so die experimentierfreudige, aber dennoch bodenständige Küche des „Noma“ in die deutsche Gastronomie zu holen.
Der gelernte Industriekaufmann Sven Fischer möchte gern ins englischsprachige Ausland. Aber die Möglichkeiten sind vielfältig, hat doch sein neuer Arbeitgeber, die Georg Fischer GmbH, Standorte in 34 Ländern. Denn für Sven Fischer steht eins fest, er will den Auslandsaufenthalt bei einer internationalen Dependance seines Arbeitgebers machen. Was er auch weiß: Das Stipendium wird ihm helfen seine Fremdsprachenkenntnisse und seine beruflichen und persönlichen Kompetenzen zu verbessern und weiterzuentwickeln. Und das wiederrum findet sein neuer Arbeitgeber großartig und unterstützt ihn bei seinem Vorhaben.
Auch Jasmin Hair, Kauffrau im Gesundheitswesen bei der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, freut sich über das Stipendium. Gibt es ihr doch die Möglichkeit über den Tellerrand hinauszuschauen und ihre Zukunftsaussichten zu verbessern. Arbeitgeber und Mitarbeitende haben sie darin bestärkt sich zu bewerben. Mit ihrem Auslandsaufenthalt will Jasmin Hair die Chance nutzen und andere Branchen kennenlernen. Bieten doch andere Unternehmen neue Perspektiven und Arbeitsbereiche. Gern würde sie dafür nach Kanada gehen, da ihr die englische Sprache liegt und sie sich auf Land und Leute freut.
Von Ispringen nach Neuseeland zieht es Jessica Haberstroh. Sie hat ihre Ausbildung zur Bauzeichnerin bei der Ed.Züblin Aktiengesellschaft gemacht, sattelt jetzt noch die Weiterbildung zur Bautechnikerin obendrauf und will dann erkunden, wie das Arbeitsleben down under abläuft. Modellbasiertes Arbeiten mit 3-D-Technik ist ihre Leidenschaft – hierzu fehlt ihr aber noch das passende Fachenglisch. Nach ihrem Arbeitsaufenthalt in Neuseeland dürfte auch das kein Problem mehr sein. Sicher mit ein Grund, warum ihr Arbeitgeber voll hinter ihren Plänen steht und ihren Auslandsaufenthalt unterstützt.

Hintergrundinformation

Die Jubiläumsstiftung wurde 1980 zum 125-jährigen Bestehen der IHK Region Stuttgart ins Leben gerufen. Seither wurden 179 Stipendien vergeben und insgesamt 732.280 Euro an Fördermitteln bereits ausbezahlt. Die beliebtesten Ziele sind die USA und Großbritannien, gefolgt von Kanada, Frankreich und Australien. Für die Förderung ausgewählt werden besonders begabte Absolventinnen und Absolventen einer Berufsausbildung, deren Abschluss weniger als zwei Jahre zurückliegt. Voraussetzungen sind hervorragende Prüfungsleistungen (mindestens 92 Punkte, entspricht der Note 1,4), Fremdsprachenkenntnisse, ein Motivationsschreiben und die Empfehlung des Ausbildungsbetriebs. Die Auswahl der Stipendiaten trifft das IHK-Präsidium.