Neue Geschäftsideen aus Grevesmühlen

In der Sitzung des IHK-Tourismusausschusses am 08.10.2025 in Grevesmühlen wurden neue Geschäftsmodelle wie „Rentables.“ vorgestellt, die Sharing-Economy und Kreislaufwirtschaft im Tourismus neu definieren. Zudem wurden aktuelle Themen wie die Ausbildungssituation und die Entwicklung von Ferienwohnungen diskutiert.

Neues Geschäftsmodell: Rentables. Sharing für den Tourismus

Ein spannendes Thema war die Vorstellung von Stella Breitzman und ihrem jungen Unternehmen Rentables., einem Sharing-Modell für Kinder- und Freizeitutensilien, das in Grevesmühlen gegründet wurde.
Gäste können dabei Reise- und Freizeitartikel wie Sonnenschirme, Kinderwagen oder Autositze mieten und bequem ins Hotel liefern lassen. Das Modell setzt auf Nachhaltigkeit und mehr Flexibilität für Reisende. Die Präsentation von Rentables. zeigte, wie frische Ideen den Tourismus in der Region bereichern und den Gästen ein komfortableres Erlebnis bieten können und bot Potenzial für Kooperationen mit Hotels.

Weitere Themen: Ausbildung, Zweckentfremdung und steuerliche Herausforderungen

Neben innovativen Geschäftsmodellen wurden auch andere zentrale Themen besprochen:
  • Ausbildungsentwicklung: Die Entwicklung der Ausbildungszahlen im Tourismus- und Gastgewerbe zeigt zum Start des Ausbildungsjahres in Westmecklenburg eine stabile Tendenz. Herausforderungen bestehen vor allem in Sprachbarrieren, die sich auf die Absolventenquote auswirken können.
  • Zweckentfremdungssatzung: Es wurden die zunehmenden Probleme mit privaten Ferienwohnungen diskutiert, insbesondere durch fehlende Bebauungspläne und unzureichende Anmeldung. Es wurde betont, dass faire Wettbewerbsbedingungen und steuerliche Gleichbehandlung mit gewerblichen Anbietern erforderlich sind.
  • Steuersätze in der Gastronomie: Die Teilnehmer diskutierten die aktuellen Entwicklungen und Debatten im Bereich der Umsatzsteuer, bspw. auf Speisen in der Gastronomie. Steuersenkungen dürfen keine politische Grundlage für neue Kompensationsmaßnahmen dienen, die zu Lasten der Unternehmen gehen (Exemplarisch wurde hier die Mindestlohnerhöhung oder die kommunalen Erhöhung der Übernachtungssteuern benannt.)
  • Öffnungszeitenverordnung M-V: Der Entwurf einer neuen Ortsliste, die die erweiterte Sonn- und Feiertagsöffnung in touristischen Orten regeln soll, wurde besprochen. Klütz wird in diesem Entwurf nicht mehr aufgeführt, Hohenkirchen hingegen wird neu aufgelistet. Die IHK setzt sich für ein weiteres Gespräch mit den betroffenen Kommunen und dem Wirtschaftsministerium ein und unterstützt sowohl Kommunen und betroffene Handelsbetriebe.
  • Bauleitplanung: Es wurde auch über die aktuellen Planvorhaben in Boltenhagen diskutiert.
Zur Zusammenarbeit im IHK-Ausschuss: Der Ausschuss zeigte sich erneut als Plattform für den offenen Austausch und die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure im Tourismus. Die IHK Schwerin unterstützt weiterhin den Dialog zwischen Unternehmen, Verbänden und der Politik, um Westmecklenburg als attraktives und zukunftsfähiges Reiseziel zu stärken.