Nr. 3142672
Standortpolitik

Stadtentwicklung und Innenstadt

Lebendige Innenstädte, Ortskerne und Stadtquartiere Ortskerne sind das Aushängeschild von Städten und Gemeinden und wesentlich für die Attraktivität für Unternehmen und Fachkräfte. Viele Unternehmen sind direkt oder indirekt von Fragen der Stadtentwicklung betroffen. Die IHKs vertreten das Gesamtinteresse der ansässigen Wirtschaft bei Stadtentwicklungsprozessen.
Die Vitalität der Innenstädte hängt - neben einer guten Erreichbarkeit -  entscheidend von der Attraktivität sowie der Vielfältigkeit des Angebots ab. Allerdings leiden viele Ortskerne und Innenstädte an Kaufkraftabflüssen und zunehmenden Leerständen.
Die Gründe für den Attraktivitätsverlust liegen unter anderem in dem Trend zu großflächigen Betriebstypen, einer Flächenexpansion „auf der grünen Wiese“ und zunehmenden e-commerce-Umsätzen. Verstärkt durch den demografischen Wandel gehen gerade in vielen Klein- und Mittelstädten die Versorgungsfunktionen der Ortszentren zunehmend verloren. Durch die Verödung von Innenstädten droht jedoch eine negative Abwärtsspirale.
Ziel muss deshalb sein, die Innenstädte als attraktiven Zentren und Wirtschaftsstandorte zu entwickeln und stärken. Gerade dem Einzelhandel kommt dabei – trotz zunehmender Konkurrenz durch den Online-Handel – als einem wichtigem Frequenzbringer weiterhin eine wichtige Leitfunktion für die Stadtentwicklung zu. Neben entsprechenden landesplanerischen Vorgaben hinsichtlich auch einer stringenten Einhaltung des Zentralen-Orte-Systems bedarf es einer gezielten Steuerung der Einzelhandels- und Zentrenentwicklung vor Ort. Denn um Ortskerne und andere Einkaufslagen strategisch zu entwickeln braucht es Planungssicherheit mit transparenten Spielregeln für Investitionen.