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Elektromobilität im Schwerlastverkehr
Die Logistikbranche steht vor einer gewaltigen Aufgabe. Waren sollen möglichst schnell und günstig von A nach B gelangen, gleichzeitig muss der Güterverkehr seinen CO₂-Ausstoß reduzieren. Elektromobilität kann für die Branche eine sinnvolle Alternative sein. Jurek Schwekendiek von der Landeskoordinierungsstelle Elektromobilität Schleswig-Holstein gibt im Interview drei Tipps, wie der Einstieg gelingen kann.
Lohnt sich der Umstieg auf E-Mobilität im Schwerlastverkehr?
Ja, allerdings nicht pauschal für jede Flotte und jede Relation. Maßgeblich ist die sogenannte Total Cost of Ownership. Dabei handelt es sich um die Gesamtkosten des Betriebs und umfasst die Summe aller Kosten, die während der gesamten Lebensdauer eines Produkts oder einer Dienstleistung anfallen. Hierzu gehören neben Fahrzeug und Finanzierung insbesondere Energie, Maut, Wartung, Ladeinfrastruktur, Restwert und tatsächlich erreichbare Jahresfahrleistungen.
Wie kann die Umstellung gelingen?
Der Umstieg auf Elektromobilität ist für Transport- und Logistikunternehmen kein Selbstläufer, aber zunehmend ein wirtschaftlich und strategisch sinnvoller Schritt. Besonders gute Voraussetzungen bestehen bei planbaren Routen, hoher Auslastung, regelmäßiger Rückkehr zum Depot und günstigem Ladestrom.
Welche Herausforderungen gibt es dabei?
Die größte Herausforderung ist häufig nicht die Reichweite des Fahrzeugs, sondern das Zusammenspiel von Energieversorgung (etwa Netzanschluss), Ladezeit, Disposition und Investitionsplanung. Wer diese Faktoren gemeinsam betrachtet, kann Elektromobilität zum belastbaren Geschäftsmodell machen. Hierzu empfiehlt sich eine unabhängige Beratung als Einstieg. Die Landeskoordinierungsstelle Elektromobilität steht hier kostenlos zur Verfügung und bietet vor allem mit ihrem Netzwerk einen großen Mehrwert.
Interview: Benjamin Tietjen
Veröffentlicht: 29. September 2026
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Benjamin Tietjen