Maritimer Wissenstransfer

Drei Fragen an Nele Dageförde

Dageförde ist Geschäftsführerin der TransMarTech Schleswig- Holstein GmbH, des Zentrums für maritimen Wissenstransfer in Kiel.

Was ist das TransMarTech?

Das TransMarTech (TMT) versteht sich als Inkubator für maritime Technologien sowie Innovationen und öffnete 2021 seine Türen am Ostufer in Kiel. Beim TMT geht es darum, Grundlagenforschung und Projekte an Hochschulen und wissenschaftlichen Instituten als tragfähige Geschäftsmodelle in die (maritime) Wirtschaft zu transferieren. Aber auch Unternehmen werden dabei unterstützt, zukunftsfähige Geschäftsideen weiterzuentwickeln. Das Ziel ist es, durch technologiegetriebene Innovation neue Produkte und Dienstleistungen für eine nachhaltige Blue Economy zu entwickeln. Darunter verstehen wir nachhaltige Geschäftsmodelle, die sich auf die Gesundheit der Ozeane auswirken.

Was wurde bislang mithilfe des TransMarTech erreicht?

Wir sehen in unserer Arbeit einen Strukturentwicklungsauftrag und möchten vor allem die 2.300 kleinen und mittleren Unternehmen in der maritimen Wirtschaft in Schleswig-Holstein in ihrer operativen Ausrichtung für eine nachhaltigere Zukunft unterstützen. Bisher konnten wir seit Eröffnung alle gesteckten Ziele in kürzester Zeit übertreffen. So entstanden durch unsere Arbeit beispielsweise ein EU-Projekt, zwei Transferprojekte und ein Startup in Gründung.

Warum ist es entscheidend, dass die Förderung und die Arbeit des TMT weitergeführt werden?

Das TransMarTech wurde mit finanzieller Unterstützung der WTSH Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig- Holstein GmbH mit EFRE-Mitteln gefördert. Inhalt und Angelpunkt der ersten Förderphase war die zukünftige Ausrichtung der maritimen Wirtschaft im Norden. Jetzt geht es darum, gesteckte Ziele konkret anzupacken. Die Sustainable Blue Economy hat ein prognostiziertes weltweites Wachstum von drei Billionen US-Dollar bis 2030 und gehört damit zu den stark wachsenden Branchen. Hier liegt großes Potenzial für die maritime Wirtschaft im Norden, das mithilfe des TransMarTech weiter ausgerollt werden kann.
Interview: Kim Laura Salewski
Mehr unter: www.transmartech.sh