Coronavirus

IHK-Prüfungen und Ausbildung

Die Industrie- und Handelskammern dürfen auch während der Corona Pandemie Prüfungen in der Aus- und Weiterbildung durchführen. Somit kann es für unsere Fachkräfte von morgen weitergehen und sie können ihre Ausbildung oder Weiterbildung mit erfolgreichem Bestehen der Abschlussprüfung beenden.
Alle Prüfungstermine finden wie geplant statt.

Sämtliche Prüfungen der Ausbildung und der Weiterbildung der IHKs Flensburg, Kiel und Lübeck finden unter Beachtung der geltenden Hygienevorschriften wie geplant statt.
Seit dem 19. März 2022 sind die 3G Regelungen gemäß aktueller Corona-Verordnungen des Landes aufgehoben.

Weiterhin gilt dennoch eine Maskenpflicht im gesamten Prüfungsgebäude. Es wird außerdem empfohlen, die Maske auch während der Prüfung zu tragen.

Zudem haben wir für Sie aktuelle Informationen zur Sach- und Fachkunde zusammengestellt.
Oberste Priorität hat bei den Prüfungen stets der höchstmögliche Infektionsschutz. Dabei müssen wir darauf achten nicht nur die Prüflinge zu schützen, sondern auch die Prüferinnen und Prüfer und Aufsichtspersonen. Auch für unsere eigenen Mitarbeiter haben wir Regeln festgelegt, um ein etwaiges Ansteckungsrisiko möglichst auszuschließen und unseren Betrieb am Laufen zu halten.
Im Folgenden haben wir für Auszubildende und Ausbildungsbetriebe die wichtigsten Informationen zusammengetragen. Da sich die Lage aktuell rasch ändern kann, wird diese Seite laufend für Sie aktualisiert.
DIHK: Ausbildung in der Corona-Pandemie sichern
Nachdem die Krise überwunden ist, sind nicht nur die Betriebe mehr denn je auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen, auch Schulabgänger und Azubis brauchen verlässliche Perspektiven. Damit das gelingt, haben DIHK und IHKs Vorschläge für einen Zehn-Punkte-Plan (PDF-Datei · 589 KB) erarbeitet. Dabei ganz besonders wichtig: die Kündigung von Ausbildungsverhältnissen zu vermeiden.

Welche Möglichkeiten der Prüfungsvorbereitung und des digitalen Lernens gibt es für Auszubildende?

Oft verläuft die Prüfungsvorbereitung nun digital. Angesichts der großen Herausforderungen haben sich verschiedene Anbieter von E-Learning-Tools dazu entschlossen, die ausbildenden Unternehmen zu unterstützen und Teile Ihres Angebots kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Das Angebot gilt ab sofort bis zum 19. Mai 2021. Kostenfreie online Prüfungsvorbereitung:  www.ihk-pruefungsfit.de

Wie findet derzeit der Berufsschulunterricht statt?

Sind die berufsbildenden Schulen in den jeweiligen Bundesländern aufgrund des Infektionsschutzes geschlossen, haben die Auszubildende die Pflicht, zur Fortsetzung der Ausbildung im Betrieb zu erscheinen. Die Berufsschulen haben weitgehende auf die Sondersituation reagiert und stellen den Auszubildenden Unterrichtsmaterialien zum Selbstlernen in den verschiedensten Formen zur Verfügung oder bieten Formate für einen digitalen Unterricht und Distanzlernen an.
Die örtlichen Angebote werden dabei individuell von den jeweiligen Berufsschulen entwickelt und an die Auszubildenden vermittelt.
Die IHKs in Schleswig-Holstein möchten Sie als Ausbildungsbetrieb auffordern, Ihren Auszubildenden ausreichend Zeit (wird in der Regel durch die Berufsschule vorgegeben) während der Ausbildung zur Bearbeitung dieser Materialien zur Verfügung zu stellen und auch für den digitalen Berufsschulunterricht freizustellen. Auch für das Distanzlernen gilt die Schulpflicht nach dem Schulgesetz SH und die Freistellungsplicht für den AG nach BBiG.
Integrieren Sie die Möglichkeit der Selbstlernphasen oder Onlineunterricht in Ihren wöchentlichen Ausbildungsplan und stellen Sie Ihren Auszubildenden hierzu auch notwendige PCs, Notebooks, Internetzugänge, E-Mail-Adressen usw. zur Verfügung.
Bereits von der Ausbildung freigestellte Auszubildende können diese Möglichkeiten auch perfekt von zu Hause nutzen. Fordern Sie hierzu gern als Ausbilder/-in wöchentlich Ergebnisse ab und unterstützen Sie Ihre Auszubildenden bei offenen Fragen.
Für die Distanzlernphasen ist genauso wie für den Präsenzunterricht ein Ausbildungsnachweis von den Auszubildenden zu führen. Das Kennzeichnen von den Lernphasen im Betrieb oder von zu Hause im Ausbildungsnachweis wird ausdrücklich empfohlen. Der Nachweis ist für alle Beteiligten ein Beleg für die duale Ausbildung die unter erschwerten Bedingungen dennoch stattgefunden hat und letztendlich ein Nachweis darüber ist, ob die Ausbildung aktiv durchlaufen wurde.
Die Lernmöglichkeiten gelten natürlich für jeden Auszubildenden, egal ob erstes, zweites, drittes oder viertes Ausbildungsjahr. Über die aktuell von der für Ihre Auszubildenden zuständigen Berufsschule zur Verfügung gestellten Lernmittel lassen Sie sich bitte direkt von Ihren Auszubildenden informieren, beziehungsweise sprechen Sie Ihre Berufsschule an.
Bitte nutzen Sie gemeinsam mit Ihren Auszubildenden jede Möglichkeit, um auch in dieser schwierigen Zeit die laufenden Ausbildungsverhältnisse erfolgreich fortzusetzen.

Darf ein/e Auszubildende/r von der Ausbildung fernbleiben?

Grundsätzlich darf ein Auszubildender die Arbeit nicht verweigern, weil die Ansteckungsgefahr bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin erhöht sein könnte. Im Einzelfall kann der Arbeitgeber bei einer konkreten Gefährdung aufgrund seiner Fürsorgepflicht verpflichtet sein, den Auszubildenden von der Arbeit freizustellen oder Teile der Ausbildung (zum Beispiel das Führen des Ausbildungsnachweises) zu Hause zu erlauben.

Kann für Auszubildende Kurzarbeit angeordnet werden?

Auszubildenden gegenüber kann in der Regel keine Kurzarbeit angeordnet werden. Der Ausbildungsbetrieb ist dazu verpflichtet, alle Mittel auszuschöpfen, um die Ausbildung weiter zu gewährleisten. Hierbei hat er beispielsweise folgende Möglichkeiten:
  • Umstellung des Ausbildungsplans durch Vorziehen anderer Lerninhalte
  • Versetzung in eine andere Abteilung
  • Rückversetzung in die Lehrwerkstatt
  • Durchführung besonderer Ausbildungsveranstaltungen (E-Learning
Erst wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, kann Kurzarbeit auch für Auszubildende in Frage kommen. Diese Option ist allerdings restriktiv zu handhaben. Sollte Auszubildenden gegenüber Kurzarbeit angeordnet werden, haben sie Anspruch auf Zahlung der vollen Ausbildungsvergütung für mindestens sechs Wochen ( Paragraph 19 Abs. 1 Nr. 2 BBiG). Abweichend von der gesetzlichen Mindestdauer können Ausbildungs- und Tarifverträge längere Fristen vorsehen. Erst danach kann über die Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld beansprucht werden. Wichtige Hinweise auch zur Berechnung des KUG finden Sie in unserem Artikel Kurzarbeit in Ausbildungsbetrieben.

Kann für Ausbilder/innen Kurzarbeit angeordnet werden?

Auch bei Ausbildern sollte Kurzarbeit nur in Ausnahmefällen angeordnet werden, da der Betrieb gewährleisten muss, dass der Ausbilder seiner Ausbildungspflicht gegenüber dem Auszubildenden nachkommt. Werden die Auszubildenden mangelhaft oder gar nicht ausgebildet, kann ein Schadensersatzanspruch gegenüber dem Ausbildungsbetrieb entstehen.

Kann dem Auszubildenden gekündigt werden?

Kurzarbeit an sich kann keine Kündigung der Auszubildenden durch den betroffenen Ausbildungsbetrieb rechtfertigen. Es sei denn der Ausbildungsbetrieb kommt für längere Zeit vollständig zum Erliegen. Entfällt dadurch die Ausbildungseignung des Betriebes, ist eine Kündigung der Auszubildenden möglich, ohne dass ein Schadensersatzanspruch entsteht. Die Ausbilder sind aber dazu verpflichtet, sich mit der zuständigen Agentur für Arbeit rechtzeitig um einen anderen Ausbildungsbetrieb für den Auszubildenden zu bemühen.
Aktualisiert am 15. Dezember 2021