Regionale IHK-Umfrage

Konjunktur vor weiterer Belastungsprobe

Konjunktur vor weiterer Belastungsprobe

Steigende Energiekosten, Lieferengpässe und Arbeitskräftemangel prägen die regionale Konjunktur. Dieses Fazit zeichnet die jüngste regionale Konjunkturumfrage.

Während sich die aktuelle Geschäftslage zum Frühsommer noch überraschend positiv zeigt, trüben sich die Geschäftserwartungen ein. Im Vergleich zum Jahresbeginn rechnen mehr Unternehmen mit einem schlechten Verlauf des weiteren Geschäftsjahres. Im Januar erwarteten zwölf Prozent ein schwieriges Jahr 2022, zum Frühsommer sind es 28 Prozent. Der Ukraine-Krieg, die Corona-Pandemie und die Lockdowns in China hinterlassen ihre Spuren. Die geopolitischen Verwerfungen sind branchenübergreifend spürbar. Rohstoffe werden teurer, Energiekosten steigen, Kunden ändern ihr Kaufverhalten. Darauf zu reagieren, kostet Ressourcen. Dies kann die Kraft für Investitionen und Zukunftsprojekte reduzieren.

Gleichwohl bekräftigt die Konjunkturumfrage: Der regionale Mittelstand kann auch diese Belastungs-proben meistern. Denn der Großteil unserer Mitglieder bezeichnet die tatsächliche Geschäftslage als mindestens solide. 44 Prozent der Betriebe verzeichnen aktuell gute Geschäfte, für 47 Prozent war das bisherige Jahr mindestens befriedigend. Auch die Erträge befinden sich nahezu auf Vorjahresniveau. 35 Prozent sind mit ihrer Ertragslage zufrieden, 52 Prozent bezeichnen sie noch als befriedigend.