I. Wirtschaft schafft Wohlstand

1. Wirtschaft schafft Wohlstand

Wie es ist:

Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern tragen täglich Verantwortung für Arbeitsplätze, Ausbildung, Innovation, Steuereinnahmen und regionale Wertschöpfung. Sie sind damit eine tragende Säule unseres demokratischen Gemeinwesens. Gleichzeitig erleben viele Betriebe, dass wirtschaftliches Handeln zunehmend unter Generalverdacht gestellt wird. Politische Entscheidungen erfolgen teils kurzfristig, mit wechselnden Zielvorgaben, neuen Auflagen oder unklaren Übergangsfristen. Das erschwert Investitionen, schwächt unternehmerische Initiative und untergräbt Vertrauen in verlässliche Rahmenbedingungen.
Zugleich ist die Rolle der Wirtschaft als Träger von Wohlstand, sozialer Sicherheit und gesellschaftlicher Stabilität in der öffentlichen Debatte zu wenig sichtbar. Dabei ist klar: Eine starke, verantwortungsvolle Wirtschaft ist Voraussetzung für eine lebendige Demokratie. Ohne erfolgreiche Unternehmen gibt es weder sichere Arbeitsplätze noch finanzielle Spielräume für Bildung, Infrastruktur, soziale Sicherheit und Klimaschutz.

Wie es sein sollte:

Mecklenburg-Vorpommern braucht eine Politik, die der Wirtschaft vertraut, Planungssicherheit gewährleistet und den Beitrag der Unternehmen zum Wohlstand und zur demokratischen Stabilität des Landes sichtbar anerkennt. Wirtschaft und Politik tragen gemeinsam Verantwortung für eine offene, freiheitliche und rechtsstaatliche Gesellschaft.

Wir fordern, dass:

  • die Landesregierung die Wirtschaft ausdrücklich als zentralen Wohlstands- und Stabilitätsfaktor einer freiheitlich-demokratischen Ordnung anerkennt und dies sichtbar in ihrem politischen Handeln, ihrer Kommunikation und ihren Strategien widerspiegelt.
  • wirtschaftsrelevante politische Entscheidungen frühzeitig, transparent und verlässlich vorbereitet werden - mit realistischen Übergangsfristen, belastbaren Folgenabschätzungen und echter Einbindung der Wirtschaft.
  • Planungssicherheit zum Leitprinzip der Landespolitik wird: keine rückwirkenden Regelungen, keine kurzfristigen Richtungswechsel und keine nachträglichen Verschärfungen bei Investitions- und Transformationsentscheidungen.
  • die Landesregierung die Leistungen der Wirtschaft für Beschäftigung, Ausbildung, Innovation, Klimaschutz und regionale Entwicklung aktiv sichtbar macht und die gesellschaftliche und demokratische Verantwortung der Unternehmen öffentlich würdigt.
  • ein regelmäßiger, strukturierter Dialog auf Augenhöhe zwischen Landesregierung und Wirtschaft stattfindet, in dem wirtschaftliche Realität, Zielkonflikte und Machbarkeit offen und lösungsorientiert diskutiert werden.