Landtagswahl 2026: Mehr als ein politischer Termin
Die IHKs in MV fordern von den künftig regierenden Parteien wirtschaftsorientierte Entscheidungen.
Die Landtagswahl 2026 in Mecklenburg-Vorpommern fällt in eine Zeit tiefgreifender wirtschaftlicher, technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen. Unternehmen sehen sich dabei oft mit unsicheren politischen Rahmenbedingungen konfrontiert.
Gerade in dieser Phase kommt der Landespolitik eine besondere Verantwortung zu: Sie muss verlässliche Leitplanken setzen, Investitionen ermöglichen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts nachhaltig sichern.
Die IHKs in MV haben große Erwartungen an die Politikerinnen und Politiker, die Rahmenbedingungen in diesem Sinne zu gestalten. Deshalb haben wir unsere Perspektiven in gezielten Wahlforderungen zusammengefasst, die Teil des politischen Diskurses werden sollen.
Zentrale Zukunftsthemen im Fokus
Im Mittelpunkt unserer Forderungen stehen zentrale Zukunftsthemen für MV: der konsequente Bürokratieabbau und eine moderne, digitale Verwaltung, schnellere und planbare Genehmigungsverfahren, wettbewerbsfähige Energiepreise und der Ausbau der Energieinfrastruktur, leistungsfähige Verkehrs- und Mobilitätsangebote sowie eine verlässliche Infrastruktur insgesamt. Dabei geht es uns nicht um Einzelinteressen, sondern um tragfähige Rahmenbedingungen für Unternehmen aller Branchen und Größen im Land.
Ebenso entscheidend sind die Sicherung von Fachkräften und eine starke berufliche Bildung, die Förderung von Innovation, Industrie und Digitalisierung sowie klare Strategien für Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften, die wirtschaftliche Realität und Machbarkeit berücksichtigen.
Wirtschaft als gleichberechtigte Partnerin der Politik
Damit diese Herausforderungen erfolgreich bewältigt werden können, braucht es ein neues Verständnis im Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft. Unternehmen benötigen mehr Handlungsspielräume und die Möglichkeit, ihre Expertise aktiv einzubringen. Es geht darum, Wirtschaft als gleichberechtigte Partnerin zu begreifen und sie stärker in die Entwicklung tragfähiger Lösungen einzubeziehen.
Politische Entscheidungen, Verwaltungsabläufe und Genehmigungsprozesse müssen sich an der Geschwindigkeit und den realen Bedingungen wirtschaftlichen Handelns orientieren. Planungs- und Umsetzungszeiten gilt es, zu verkürzen, um Unternehmen Verlässlichkeit zu geben. Gleichzeitig kommt es darauf an, klare und praxistaugliche Regelungen zu schaffen, unnötige Hürden abzubauen und so die unternehmerische Tätigkeit zu erleichtern.
Angebot zum Dialog
Das Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für die mehr als 37.000 Mitgliedsunternehmen nachhaltig zu verbessern und Orientierung zu geben: für politische Entscheidungsträger, für Parteien im Wahlkampf und für die Öffentlichkeit.
Gleichzeitig verstehen wir unsere Wahlprüfsteine als Angebot zum Dialog. Wir wollen den Austausch zwischen Wirtschaft und Politik stärken, Zielkonflikte offen benennen und gemeinsam Lösungen entwickeln.
Die Landtagswahl 2026 ist mehr als ein politischer Termin – sie ist eine Richtungsentscheidung für die Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns als Wirtschafts- und Lebensstandort.
Plattform für Perspektiven der Parteien und der Unternehmen
Unsere Wahlprüfsteine sind auch die Grundlage für einen Fragenkatalog an die Politik. Anhand unserer Forderungen benennen die aktuell im Landtag vertretenen Parteien ihre wirtschaftspolitischen Prioritäten und geplanten Maßnahmen für die kommende Legislaturperiode.
Auf unserer Website haben wir Informationen zur Landtagswahl 2026 zusammengefasst. Neben unseren Wahlforderungen gibt es dort auch die Termine zu anstehenden Wahlforen.
Kontakt
Nicole Vogelsang
