Hauptzufahrt nach Schmarl muss ab 2027 gesperrt werden
Die Brücke über die Eisenbahnstrecke im Verlauf des Schmarler Damms in Rostock muss abgerissen und neu gebaut werden. Ursache dafür sind ihr mittlerweile schlechter Zustand, Defizite in der Tragfähigkeit und Spannungsrisskorrosionsgefährdung. Der Abriss und anschließende Neubau ist von September 2027 bis Mai 2029 unter Vollsperrung der Straße geplant.
Der Regionale Verkehrsausschuss „Region Rostock“ hat sich über das Projekt informiert: Aufgrund der beengten Platzverhältnisse kann weder eine Behelfsumfahrung noch eine Behelfsbrücke eingerichtet werden. In diesem Zeitraum wird die Verbindung von der Stadtautobahn zum Stadtteil Schmarl und zum Fischereihafen nicht nutzbar sein. Die Umleitungen müssen daher weitläufig über die Anschlussstelle Lütten Klein und über das Werftdreieck – Carl-Hopp-Str. – Fischereihafen erfolgen. Es wird sichergestellt, dass im Bauzeitraum die Werftstraße und die Max-Eyth-Str. nutzbar sind.
Für den Abbruch der alten Brücke sind außerdem vier Wochen Vollsperrung der S-Bahnstrecke nach Warnemünde im Januar 2028 notwendig. Die Verkehrsteilnehmer sowie ansässige Unternehmen und Anwohner sollen sehr frühzeitig informiert werden, um sich auf die Baumaßnahme einstellen zu können. Stadt und IHK planen gemeinsam mit weiteren Verbänden eine umfangreiche Informationskampagne und Informationsveranstaltungen. Bis zum Beginn der Arbeiten wird die Brücke mit einem Schallmonitoring überwacht, um weitere Verschlechterungen des Zustandes rechtzeitig erkennen zu können.
Rostocker Oval: Umfangreiche Bauvorhaben
Weiteres Thema der Sitzung des Regionalen Verkehrsausschusses waren die inzwischen abgeschlossenen Baumaßnahmen der RSAG zwischen Holbeinpatz und Werftdreieck mit Erneuerung der Gleisquerung über die L22 in der Lübecker Straße sowie die Deckenerneuerung auf der B105 im Bereich Sievershagen.
Die Planer der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (RGS) stellten außerdem die Projektplanungen für das Rostocker Oval mit den Teilprojekten Stadthafengestaltung, Warnowrundweg, Warnowquartier, Stadtpark und Warnowbrücke vor.
Neues Wegekonzept an der Bleichergrabenbrücke
Mit dem Projekt Bleichergrabenbrücke bringen Stadt und RGS eine wichtige Verbesserung für den lokalen Fuß- und Radverkehr auf den Weg. Ziel des neuen Wegekonzepts ist es vor allem, eine bisherige Gefahrenstelle zu entschärfen: Die neue Brücke soll ein sicheres Umfahren der unübersichtlichen Kurve sowie der Engstelle an der Seniorenresidenz „Am Warnowschlösschen“ (ehemaliges HEVAG-Gebäude) ermöglichen. Verläuft alles nach Plan, soll das Bauwerk bis Ende 2027 fertiggestellt werden.
Kontakt
Thomas Höppner
