Eine bunt gekleidete Frau mit rotem Hut sitzt auf einem roten Sofa und hält Kristalle in der Hand.
Nr. 6960156
Durchstarter

Die Hexe im Herzen der KTV

Tarotkarten, spirituelle Bücher, Schmuck, Kerzen, Wolle – in Stephanie Apels Ladencafé Hippiehexe im Rostocker Szeneviertel ist das Sortiment so bunt wie die Inhaberin selbst. Die 41-Jährige hat sich 2024 mit ihrer Idee, spirituelle Themen für alle offen erlebbar zu machen, selbstständig gemacht. Die Kunden können dort nicht nur einkaufen, sondern auch Kakao trinken, Veranstaltungen besuchen, ins Gespräch kommen.
Eine bunt gekleidete Frau mit rotem Hut sitzt auf einem roten Sofa und hält Kristalle in der Hand.
Stephanie Apel hat sich als „Hippiehexe“ selbstständig gemacht. Ihr gleichnamiger Laden mit Café findet seit der Gründung großen Anklang. © IHK zu Rostock
„Ich wollte bewusst keinen dunklen Hexenladen im klassischen Sinn. Für mich bedeutet der Name Hippiehexe auch, dass ich mich nicht so ernst nehme. Es geht nicht um altes Hexentum, sondern alles soll bunt, verzaubert und frei sein“, sagt Stephanie Apel. Und dieses Konzept sei tatsächlich gebraucht worden, fügt sie hinzu. Denn eine große Bandbreite an Menschen komme regelmäßig zu ihr – so habe sich der Laden seit der Gründung selbst finanziert.
Die IHK würdigte das Konzept beim Wettbewerb „Erfolgsraum Altstadt“ 2025. Hier schaffte es die Hippiehexe in der Kategorie Neugründung auf Platz 3. „Das hat mich besonders gefreut“, sagt Stephanie Apel.

Ladencafé mit Platz für Veranstaltungen

In Sachen Selbstständigkeit hat die Rostockerin schon einige Erfahrungen gesammelt. Schon vorher war sie mehr als acht Jahre als Grafik- und Webdesignerin aktiv. Ihre Gründercoachin aus dieser Zeit habe sie in verschiedene spirituelle Netzwerke gebracht, was sich auch an ihrem Kundenstamm zeigte. Nach und nach hat Stephanie Apel selbst viele Kurse besucht, sich mit Hexen und Schamanen beschäftigt. Schamanische Reisen, Kartenlegen, Hexerei für Anfänger – all das, was sie gelernt hatte, wollte sie schließlich auch anderen anbieten.
So entstand schon vor Corona der Wunsch nach einem Laden, die Pandemie machte den Plänen aber zunächst einen Strich durch die Rechnung. Als das Café Glückskind schließlich seinen Platz in der Margaretenstraße räumte, nutze Stephanie Apel die Chance und eröffnete dort ihr Geschäft. Neben der Verkaufs- und Caféfläche gibt es im Untergeschoss auch Räume für Veranstaltungen. Hier bietet die Inhaberin diverse Kurse an, kann also ihre spirituellen Fähigkeiten mit anderen teilen, so wie sie es sich immer gewünscht hat.

Enge Vernetzung mit anderen Unternehmen

Und das macht sie auch außerhalb ihres Geschäftes. „Ich bin auch als Miethexe unterwegs“, erzählt sie lachend. Bei Privat- oder Firmenevents hält Stephanie Apel Vorträge, legt Karten oder gibt Einblicke in die Hexerei, je nach Wunsch des jeweiligen Auftraggebers. Das komme sehr gut an, auch da, wo sonst eher effizientes Business im Vordergrund stehe.
Mit all ihren Ideen und Angeboten hat sich Stephanie Apel innerhalb kürzester Zeit einen Namen gemacht. Ein wesentlicher Faktor dafür ist aber auch: Sie verlässt sich nicht auf ihr Glück, sondern nutzt alte und neue Kontakte, um sich auszutauschen und Unterstützung zu suchen. „Dass ich so gut vernetzt bin mit anderen Unternehmerinnen und individuell aktiven Menschen, ist mein großes Kapital“, betont sie. Ihr Erfolg animiert die Unternehmerin dazu, ihre Vision noch weiter auszubauen. „Ich möchte mich gern vergrößern mit einem zweiten Laden“, erzählt sie. Noch sei das Zukunftsmusik, aber sie blicke optimistisch auf die kommende Zeit.
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