Yoga für jede Berufsgruppe – mehr Energie und weniger Stress
Angela Brügmann bringt Yoga direkt in die Unternehmen – egal, ob Elektriker, Lehrerin oder Manager. „Jeder kann von Yoga profitieren“, betont die Expertin.
Für Angela Brügmann selbst hat Yoga das Leben verändert. 2017 gründete sie Yoga Inn – eine Entscheidung, die sie rückblickend als die beste ihres Lebens bezeichnet. Heute zeigt sie Menschen aus allen Berufsgruppen, wie Yoga mehr Gelassenheit, Gesundheit und Freude in den Alltag bringt.
Dabei ist Yoga erst spät in das Leben der Wahlrostockerin getreten. Ihre beruflichen Wurzeln liegen eigentlich in der Architektur, später hat sie im Unternehmen ihres Partners mitgearbeitet. „Mit Sport hatte ich zu der Zeit gar nichts am Hut. Ich bin nicht mal Fahrrad gefahren“, erzählt sie lachend. Doch dann kam 2013 ein schwerer Bandscheibenvorfall, der schlagartig alles veränderte.
Ein Medizinprofessor habe sie damals ermutigt, es einmal mit Yoga zu versuchen. „Ich habe mich nach der ersten Stunde richtig high gefühlt und direkt nach dem Einsteigerkurs noch einen Kurs belegt“, erzählt sie. „Nach drei Monaten bin ich schmerzfrei gewesen.“
Zertifizierung als Gütesiegel
2017 war ihr Wunsch, Yoga auch ins Berufsleben zu integrieren, so groß geworden, dass sie eine Ausbildung begann. „Ich hatte 200 Stunden in drei Wochen – nach diesem intensiven Programm war ich nicht mehr der Mensch, der ich vorher war“, erzählt die Unternehmerin.
Im Anschluss daran absolvierte Angela Brügmann eine 500-stündige Ausbildung, die sie nach zwei Jahren zur zertifizierten Yoga-Lehrerin machte. „Es war mir sehr wichtig, diese Ausbildung abzuschließen. Die Zertifizierung ist für mich ein echtes Gütesiegel besonders in der Zusammenarbeit mit Unternehmen im Bereich betrieblicher Gesundheit.“
In der Gründungsphase ihres Unternehmens profitierte Angela Brügmann von der umfassenden Beratung der IHK. „Ich bin sehr dankbar für diese fachkundige Unterstützung“, betont sie.
Mein Ansatz ist, die verschiedenen Qualitäten des Arbeitseinsatzes in Bewegungskonzepte zu übersetzen und daraus für die Teilnehmenden eine Veränderung im Umgang mit Stresssituationen zu erreichen.Angela Brügmann, Unternehmerin
Inzwischen hat Angela Brügmann über 8.000 Unterrichtsstunden absolviert und dabei einen Erfahrungsschatz aufgebaut, der es ihr ermöglicht, sich in die individuellsten Herausforderungen ihrer Teilnehmer hineinzudenken. Genau diese Fähigkeit hat sie zu ihrem Markenzeichen gemacht. Mit ihrem Sport- und Yogaangebot unterstützt sie regionale Unternehmen beim betrieblichen Gesundheitsmanagement – stets maßgeschneidert für die jeweilige Arbeitsumgebung.
„Mein Ansatz ist, die verschiedenen Qualitäten des Arbeitseinsatzes in Bewegungskonzepte zu übersetzen und daraus für die Teilnehmenden eine Veränderung im Umgang mit Stresssituationen zu erreichen.“ So gehe es in einem Team von körperlich arbeitenden Männern zum Beispiel um mehr Beweglichkeit, bei sitzenden Tätigkeiten würde sie sich dagegen eher auf Mobilisierung fokussieren. „Und ist die Arbeit mental herausfordernd, geht es um mehr Atmung, innere Ruhe und Gelassenheit“, fügt sie hinzu.
Regionale Unternehmen setzen auf Bewegung für ihre Mitarbeiter
Angela Brügmann überzeugt mit ihren Konzepten namhafte Kunden wie das Bundesmarinekommando, Klinikum Südstadt und Stadtverwaltungen in Rostock und Schwerin. Im Herbst 2026 begleitet sie sogar den Apothekerverband zu seiner großen Tagung nach Mallorca – ein schöner Beleg für das Vertrauen, das ihr entgegengebracht werde, betont sie.
Es macht Angela Brügmann Freude, sich auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Unternehmen einzustellen und zu beobachten, wie ihre Sport- und Yogaangebote Mitarbeitern helfen, besser mit Stress und Druck im Alltag umzugehen. „Meine Motivation ist es, einen Impuls zu setzen – damit es anderen nicht so geht wie mir nach meinem Bandscheibenvorfall. Einfach kurz den Rechner auszuschalten, sich zu bewegen und neue Energie zu tanken. Und natürlich ist es wunderbar, das Feedback der Teilnehmer zu hören: wie gut es tut und dass man ein kleines Highlight im Arbeitstag sein darf.“
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Katja Riebe
