IHK Magazin
Nr. 7152294
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Zwei Personen reparieren den Flügel eines Windrades
Titelthema – 06 | 2026

Weshalb die Energiewende einer schwierigen Operation gleicht

Steigende Energiekosten und fehlende Planbarkeit belasten Unternehmen. Umso wichtiger sind Fördermaßnahmen und IHK-Angebote, die Einsparpotenziale aufdecken und so Ressourcen schonen helfen.
Die Hitzewellen dieses Sommers führten einmal mehr deutlich vor Augen: Klimaschutz geht uns alle an. Ohne eine Reduzierung der Emissionen von Treibhausgasen drohen erheblich steigende Temperaturen und Extremwetterereignisse, wirtschaftliche Schäden und soziale Verwerfungen.
Die gute Nachricht: Der Ausbau der erneuerbaren Energien schreitet voran. Sonne und Wind können nicht nur klimaneutral genutzt werden, im Vergleich zu fossilen und nuklearen Energieträgern stehen sie kostengünstig zur Verfügung, sie müssen nicht aufwendig gefördert und aus politisch instabilen Regionen importiert werden.
Die schlechte Nachricht: Kostenlos ist die Energiewende nicht zu haben. Im Gegenteil: Die Aufwendungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien sind erheblich, die Spielräume vieler Unternehmen für Investitionen eng begrenzt. Im DIHK-Energiewendebarometer 2026 bewerten vier von zehn Unternehmen die Auswirkungen der Energiewende auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit negativ.
Rund ein Drittel der Unternehmen verschiebt Investitionen in ihre Kernprozesse, weil hohe Energiekosten die finanziellen Spielräume einschränken. Um die Energiewende auf Kurs zu halten und gleichzeitig die volkswirtschaftlichen Kosten durch die konsequente Aufrechterhaltung eines effizienten Emissionshandels möglichst effektiv zu reduzieren, müssen die Netze rasch ausgebaut werden.
49 Prozent der deutschen Unternehmen mussten laut DIHK-Umfrage 2025 mehr Geld für ihren Strom zahlen.
Gleichzeitig ist guter Rat teuer, damit die Betriebe aktuell handlungsfähig bleiben. Wobei teuer muss er nicht sein: Die IHK-Experten des KEFF+Teams spüren beim kostenfreien Unternehmens-Check Möglichkeiten auf, um Energie und Ressourcen einzusparen und informieren über Fördermittel.
Was möglich ist, zeigen die Beispiele der Aurora Konrad G. Schulz GmbH & Co. KG und der STRIMgroup, die zusammen mit den KEFF+Moderatoren Maßnahmenpakete geschnürt und auf den Weg gebracht haben. Und die IHK berät nicht nur zu Ressourcen- und Energieeffizienz: Unternehmen erhalten Tipps zu rechtlichen Änderungen, Auszubildende werden zu Energiescouts geschult und Betriebe untereinander vernetzt. Auch das alles kostenfrei.
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